Schweinegrippe - Impfmüdigkeit wächst!

Begonnen von Kuno, Dienstag, 20. Oktober 2009 - 07:37:29

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

rizzo

Dass die Schweinegrippe bisher in Deutschland so wenig Todesopfer gefordert hat kann sich durchaus ändern: Die Wahrscheinlichkeit ist nicht ganz gering, dass während der anstehenden Grippesaison der Virus mutiert und z.B. Resistenzen gegen die bekannten Grippemittel entwickelt. Allein durch die zu erwartende stärkere Verbreitung wird es vermutlich auch zu mehr Todesfällen in Deutschland kommen.

Ich überlege ernsthaft, mich das erste Mal in meinem Leben gegen (Schweine-)Grippe impfen zu lassen und die 1-2 Tage Nebenwirkungen (Kopfschmerzen, Rötung der Einstichstelle...) in Kauf zu nehmen.
Schwangere und chronisch Kranke stehen möglicherweise vor einer schwierigeren Entscheidung, denn der Wirkungsverstärker könnte bei diesen Gruppen zu Komplikationen führen...

Für den Fall, dass es in Deutschland (u.a. wegen der Impfmüdigkeit) schlimmstenfalls zu einer Schweinegrippe-Epedemie kommt freue ich mich schon auf das große Geschrei der "Öffentlichkeit", dass nicht mehr Werbung oder Information zur Impfkampagne gemacht wurde oder warum es keine Impf-Pflicht in Deutschland gibt...

(-: rizzo

washago

Würde ich in einem Ballungscentrum leben oder dort arbeiten wo ich mit Menschenmengen zu tun
hätte würde ich es mir überlegen.Da ich nach einer "normalen " Grippeschutzimfung böse krank geworden bin sehe ich für mich keine Notwendigkeit.Wenn das Land Angst hat auf den Kosten sitzenzubleiben spende ich 5 €. ;D

Itzeflitze

Wenn der jetzige Schweinegrippevirus mutiert, dürfte der Impfstoff sowieso nichts mehr bringen. Oder sehe ich das falsch  ???
[url="http://itzeflitze.deviantart.com/"]http://itzeflitze.deviantart.com/[/url]
NEU: [url="http://hamsterhilfe-itzehoe.jimdo.com/"]http://hamsterhilfe-itzehoe.jimdo.com/[/url]

washago

Ich finde es erstaunlich das man in so kurzer Zeit gleich mit 2 Impfstoffen um die Ecke kommt.
Ander Medikamente durchlaufen jahrelange Testphasen bis es zur Zulassung kommt.

Slartibartfass

Zitat von: washago in Mittwoch, 21. Oktober 2009 - 13:51:17
Ich finde es erstaunlich das man in so kurzer Zeit gleich mit 2 Impfstoffen um die Ecke kommt.
Ander Medikamente durchlaufen jahrelange Testphasen bis es zur Zulassung kommt.
Die ganzen Grippeviren sind ja mehr oder weniger miteinander verwandt, so dass gegen eine neue mutierte Virusfamilie der vorhandene Impfstoff ja auch "nur" ein wenig angepasst werden muss. Von daher ist man da immer relativ schnell.
Anders sieht es bei Impfstoffen gegen "neue" Krankheiten oder gar gegen Krebs oder HIV aus. Da ist man teilweise noch bei der absoluten Grundlagenforschung.


Dadurch, dass bei diversen Grippewellen immer das Ende der Welt heraufbeschworen wird, stumpfen wir Verbraucher aber immer weiter ab. Im Sommer war die Schweinegrippe das große Thema, vor ein paar Jahren wurde wegen der Vogelgrippe der Weltuntergang herbeigeredet und Itzehoe zum Sperrgebiet ausgerufen etc.
Wenn dann aber mal eine RICHTIGE Seuche ausbricht, dann denken wir wohl wieder nur "Hach, wieder so eine Panikmache".

Es wird nie so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.

swetlana

#20
Ich habe gestern Abend auf ARTE eine interessante Sendung zum Thema gesehen. Sie wird glücklicherweise wiederholt und ist sehr sehenswert:

23.10.2009 um 09:55
31.10.2009 um 10:40
Erst handeln - Dann denken? Der Kampf um die Schweinegrippe
(Deutschland, 2009, 52mn)

Mexiko, April 2009, die ersten Nachrichten über die Schweinegrippe gehen um die Welt. Ende April melden Mediziner die ersten Fälle von Schweinegrippe auch in Europa. Die Weltgesundheitsorganisation WHO veröffentlicht nahezu täglich neue Warnmeldungen, am 11. Juni ruft die Genfer Behörde die erste Influenzapandemie des 21. Jahrhunderts aus. Der große Medikamentenkaufrausch beginnt. Wie groß ist die Bedrohung tatsächlich und welche Interessen sind beim Kampf gegen die neue Grippe mit im Spiel? Der Film deckt auf, wie es zu dem Massenphänomen "Schweinegrippe" kommen konnte und wer dabei die Strippen zieht.

[...]

Quelle: ARTE

swetlana

Katja

Danke, swetlana, ich habe gestern zufällig in diese Sendung reinge'zappt' - leider nur noch einen kleinen Teil gesehen, jetzt kann ich mir die Wiederholung ganz anschauen.

Es war TOTAL interessant, denn es kommen auch UNABHÄNGIGE Experten zu Wort, aber auch die Hersteller der Impfstoffe. Sehr kurios, wie man Ergebnisse total unterschiedlich interpretiert!

Wirklich sehenswert!!

Slarti, ich glaube das nicht

Zitat von: Slartibartfass in Mittwoch, 21. Oktober 2009 - 14:19:13

Wenn dann aber mal eine RICHTIGE Seuche ausbricht, dann denken wir wohl wieder nur "Hach, wieder so eine Panikmache".


,

denn wenn WIRKLICH mal eine Pandemie vor der Tür steht, dann werden wir womöglich gar nichts mehr tun können ;)

Wer mag, kann sich diesen Artikel einmal zu Gemüte führen, BEVOR er sich im Stil der Lemminge zum Impfen begibt.

Brilonius

Ich möchte mir nicht anmaßen zu beurteilen: Impfung ja oder Impfung nein. Selbst unter Medizinern ist sie ja umstritten. Doch ich bin skeptisch und Wachsamkeit ist angesagt. Erinnern wir uns:

Erst war da die Vogelgrippe. In welch unberechtigte Hysterie versetzte man uns. Jede tote Ente servierten sie uns in der Tagesschau. Es wurde den Leuten ein überteuertes Medikament aufgeschwatzt, dessen Wirkung in keiner Studie bewiesen wurde.

Wer profitierte? Roche wurde prima seinen Ladenhüter los und das  US-Pharmazieunternehmen Gilead Sciences, das die Patentrechte an Tamiflu besaß und dessen Vorsitzender des Aufsichtsrates bis zu seiner Berufung zum Verteidigungsminister der zwielichtige Donald Rumsfeld war, rieb sich vor Freude die Hände. Natürlich profitierte auch dieser: der Wert seiner Aktienanteile von zigmillionen US-Dollar erhöhte sich um ein paar Peanuts. Wer denkt da schon an irgendwelche Zusammenhänge?

Die Lobbyisten lernen schnell: Bei der Vogelgrippe war die Rede von Übertragung von Vogel auf Vogel und...... vielleicht auf den Menschen. Das löst Panik aus, aber nicht genug. Dieses Mal heißt es: Ansteckungsgefahr von Mensch zu Mensch, das klingt viel gefährlicher.

Ich bleibe skeptisch. Ich traue Politikern, die offensichtlich von Lobbyisten beeinflußt werden, nicht über den Weg. Und es bleiben Fragen:

Wurde der Impfstoff ausreichend getestet?
Nebenwirkungen?
Besteht ein Zusammenhang zwischen der zügigen Ausrufung einer Pandemie und der Zulassung des Impfstoffes im Schnellverfahren?
Luxusserum für Politiker und Beamte?
Das Schweinegrippe-Virus kann mutieren und wird dadurch natürlich gefährlicher. Besteht diese Gefahr nicht bei jedem Virus?
Warum der jetzige hysterische Schweinegrippenjournalismus – bisher ,,nur" wenige Tote – und keine Hysterie bei der stinknormalen Grippe – immerhin ca. 8000 Tote pro Jahr allein in Deutschland?

Viele Fragen, keine Antworten, die mich überzeugen. Zurückbleibt eine gesundes Mißtrauen und die Gewißheit: ich lasse mich nicht impfen......noch nicht.

Birdie

Ich muß Brilonius in vollem Umfang Recht geben.
Zwar stehe ich in meiner Apotheke an vorderster Front,aber meine Überzeugung ist ebenfalls:
Ich lasse mich noch nicht impfen.

Muckel

Zitat von: Brilonius in Donnerstag, 22. Oktober 2009 - 18:16:41
[...] Wer profitierte?

Diesmal ist es Novartis.

Transplantierte und Patienten, die in Zukunft transplantiert werden müssen, sollten nach Auskunft der Ärzte geimpft werden.

Und nun?

Martin100

Hallo,

Zitat von: Brilonius in Donnerstag, 22. Oktober 2009 - 18:16:41
Erst war da die Vogelgrippe. In welch unberechtigte Hysterie versetzte man uns.

Und was wäre wenn die Vorsorge berechtigt gewesen wäre? Um eine Lage zubeurteilen zu können,
benötigt man Informationen. Und dazu zählten in diesem Fall eben die Ursache des Todes eines Vogels.

Hinterher ist man immer schlauer. Vorsorge hat eben etwas mit Aktion zu tun, nicht mit aussitzen.

Leider trägt die Sensationsberichterstattung in solchen Fällen, nicht zur nötigen Abgeklärtheit bei.

Bei der Schweinegrippe fühlen sich fast alle komischerweise auf der sicheren Seite. Eine Schlagzeile und
man bekommt im Wartezimmer keinen Platz mehr.

Gruß Martin

Katja

Was mich tierisch nervt, ist die Tatsache, daß man von einer 'Impfmüdigkeit' spricht. Das suggeriert, daß man eine Prophylaxe 'verschlafen' haben könnte.

In Wahrheit (und das zeigt dieser Thread auch) gibt es Menschen, die sich Gedanken über das Pro und Contra einer Impfung machen - egal, ob es sich um Schweinegrippe, Masern oder Keuchhusten handelt.

Wer sich informiert und dann selbst darüber bestimmt, ob er für sich eine Impfung für nötig hält (oder nicht), ist u.U. nicht 'impfmüde', sondern aufgeklärt.
Sonst könnte man die Impfwilligen ja auch 'impfgeil' oder 'ärztehörig' nennen.

Ob die politischen oder finanziellen Hintergründe zur Entscheidungsfindung WIRKLICH beitragen können, bezweifel ich.
Es sollte  hier für den Einzelnen NICHT vorrangig um Geld oder Politik oder Gruppenzwang gehen, sondern um den eigenen Körper.

Wenn ich weiß, wie eine Impfung wirkt, welche Nebenwirkungen sie haben kann, wenn ich weiß, ob sich Nachteile und Vorteile zu meinen Gunsten messen lassen, DANN habe ich die Entscheidung pro oder contra Impfung!

Itzeflitze

Na dann auf zum fröhlichen impfen:



Die Frau ist nach der Schweinegrippeimpfung für den Rest ihres Lebens ein Pflegefall. Hirnschaden  :(
[url="http://itzeflitze.deviantart.com/"]http://itzeflitze.deviantart.com/[/url]
NEU: [url="http://hamsterhilfe-itzehoe.jimdo.com/"]http://hamsterhilfe-itzehoe.jimdo.com/[/url]

rinie

man munkelt ja auch, dass man längst ein heilmittel gegen aids gefunden hat, aber das nicht öffentlich wird, weil zu viel an den medikamenten verdient würde.

muesli

Ich lasse mich weder gegen Grippe noch gegegn   :quieken Grippe impfen.

Habe mich mal impfen lassen gegen Grippe, beim 1. Mal ging es gut, im Jahr darauf ging es mir nach der Grippeimpfung schlecht.Kein   :quieken hat   :quieken Grippe, ich auch nicht....


  :quieken :quieken :quieken muesli :quieken :quieken :quieken