Schweinegrippe - Impfmüdigkeit wächst!

Begonnen von Kuno, Dienstag, 20. Oktober 2009 - 07:37:29

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Capitano

Anbei noch ein ganz anderer Aspekt zum Thema Impfstoff Pandamrix. Der Artikel/Interview mit dem Umweltchemiker Gary Zörner wurde mir von Herrn Zörner direkt zugesandt.

Er schreibt mir außerdem:

Desweiteren sind gesundheitsschädliche Nanopartikel enthalten. Dies Thema muss noch vertieft bearbeitet werden.

Es ist verantwortungslos Produkte mit extrem gesundheitsschädlichen Inhaltstoffen (Ethylquecksilber, Nanopartikel) auf den Markt zu bringen, die sogar zu akuten Todesfällen führen können. Im Interesse eines vorbeugenden Verbraucherschutzes sollten diese Impfungen entschieden abgelehnt werden.

sven

Wir lassen uns auch nicht impfen
Ich finde es affig .

rizzo

So, ich habe mich am Mittwoch morgen gegen H1N1 impfen lassen und - berühmte letzte Worte: ich lebe noch!
Im Folgenden schildere ich mal, wie das bei mir abgelaufen ist:

- Dienstag beim Arzt angerufen: "Kommen Sie morgen zwischen 9 und 11 vorbei. Wir impfen, wie die Leute kommen"
- Mittwoch ca. 10 Uhr in die Praxis gegangen. Krankenkassenkarte abgegeben und Fragebogen ausgefüllt, der in meinem interessanterweise in erster Linie Fragen über Vorerkrankungen, Allergien und Schwangerschaften enthielt. Ob ich zur "wichtigen" Gruppe (chronisch Kranke, Klinikpersonal....) gehöre, mußte ich weder angeben, noch wurde ich danach gefragt
- fünf Minuten später saß ich dann im Behandlungsraum und habe meine Spritze gekriegt
- der eigentliche Impfvorgang (bei mir in den rechten Oberarm - bin Linkshänder) war schon etwas unangenehm dem Pieks folgte ein Brennen um die Einstichstelle während des Einspritzens. So oft lasse ich mich nicht impfen, aber meine letzte Tetanus-Impfung habe ich "angenehmer" in Erinnerung. Keine Ahnung, ob das mit der Menge des Impfstoffes, der Einstichstelle (Nerv in der Nähe), der Arzthelferin, die recht schnell gespritzt hat, oder was auch immer zu tun hatte
- ich konnte dann ohne Arztgespräch oder Beobachtungszeit nach der Impfung dann direkt aus der Praxis raus zur Arbeit

Impfsymptome:
- die Einstichstelle fühlt sich bis jetzt (48 Stunden nach der Impfung) wie ein Wespenstich an: Der Bereich ca. 5 cm um den Piekser herum ist geschwollen und ist punktuell druckempfindlich (ohne Juckreiz). Auf dem Arm liegen ist aber kein Problem
- am Tag der Impfung hatte ich dann ein leichtes Taubheitsgefühl im Arm (kurz vor "Arm eingeschlafen"- Gefühl)
- Richtung abend habe ich dann gemerkt, dass die Lymphknoten in meinen Achseln etwas geschwollen sind und sich (bis jetzt anhaltende) gaaanz leichte Kopfschmerzen einstellten
- geschlafen habe ich in den letzten beiden Nächten nicht so superdoll und bin den Tag nach der Impfung mit leichten Gliederschmerzen aufgewacht (muss aber nicht unbedingt an der Impfung liegen)
- Fieber, Schwindel oder Schüttelfrost habe ich nicht gehabt und konnte auch meinem ganz normalen Alltag nachgehen (Arbeiten, Radfahren, Einkaufen)
- Heute Abend mache ich das erste Mal wieder Sport, momentan habe ich nicht das Gefühl, dass meine Leistung eingeschränkt ist, aber mal schauen....

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich auf jeden Fall Nebenwirkungen der Impfung gemerkt habe bzw. merke. Diese fallen aber (bei mir) wesentlich geringer aus, als ich es von den Warnungen auf den Info-Seiten erwartet habe. Dazu muss man sagen, dass ich meiner Meinung nach ein recht gut funktionierendes Immunsystem habe, mich zum Zeitpunkt der Impfung rundum gesund gefühlt habe und außerdem in den Tagen danach keinem akuten Stress ausgesetzt war.

Kurz noch zu meiner Entscheidungsfindung:
Ich arbeite täglich im Kontakt mit einer großen Gruppe von Menschen und habe mich impfen lassen, um weder Gefahr zu laufen, angesteckt zu werden (bin Freiberufler: keine Arbeit- kein Geld), noch selbst für den massenhaften Ausbruch von H1N1 in Itzehoe verantwortlich zu sein. In zwei Wochen werde ich mich noch gegen die "normale" Grippe impfen lassen. Ich schaue praktisch kein Fernsehen und lese auch keine Bild-Zeitung. Die Entscheidung, mich impfen zu lassen habe ich, abgesehen davon, schon vor dem ganzen Medienhype getroffen.

rizzo

Zitat von: Capitano in Freitag, 30. Oktober 2009 - 23:25:02
Anbei noch ein ganz anderer Aspekt zum Thema Impfstoff Pandamrix. Der Artikel/Interview mit dem Umweltchemiker Gary Zörner wurde mir von Herrn Zörner direkt zugesandt.

Er schreibt mir außerdem:

Desweiteren sind gesundheitsschädliche Nanopartikel enthalten. Dies Thema muss noch vertieft bearbeitet werden.

Es ist verantwortungslos Produkte mit extrem gesundheitsschädlichen Inhaltstoffen (Ethylquecksilber, Nanopartikel) auf den Markt zu bringen, die sogar zu akuten Todesfällen führen können. Im Interesse eines vorbeugenden Verbraucherschutzes sollten diese Impfungen entschieden abgelehnt werden.

Zu angeblichen Problematik von Nanopartikeln im H1N1-Impfstoff gibt es eine kritische Stellungnahme vom Paul Ehrlich - Institut (http://www.pei.de/DE/infos/fachkreise/impf-fach/schweineinfluenza/pand-impf/keine-nanopartikel-in-impfstoff.html__nnn=true).
Zu Thiomersal (in dem das oben gen. Ethylquecksilber enthalten ist) gibt es einen Wikipedia-Artikel http://de.wikipedia.org/wiki/Thiomersal), in dem steht, dass es keine Anzeichen dafür gibt, dass Ethylquecksilber sich schädlich auf den Körper auswirkt. Sämtliche angenommen schädlichen Auswirkungen gelten als widerlegt. Der Stoff wird seit mehreren Jahrzehnten in Arzneien und Kosmetika verwendet. In diesem Zeitraum hätte sich doch eigentlich was finden lassen müssen...
In dem angehängten Artikel nimmt Herr Zörner Bezug auf "vier Todesfälle durch die Impfung" in Schweden. Alle Betroffene hatten eine chronische Grunderkrankung. Zwei davon waren dazu noch älter als 74. Momentan liegen keine Anzeichen vor, dass die Todesfälle ursächlich auf die Impfung zurückzuführen seien (s. http://de.news.yahoo.com/1/20091031/twl-schweden-verffentlicht-nebenwirkunge-1be00ca.html

Dass die Pharma-Industrie ein Interesse daran hat, ihren Impfstoff zu verkaufen und entsprechend Lobbyarbeit dafür macht ist klar und muss meiner Meinung nach auch kritisch beobachtet werden.
Leider wird häufig vergessen, dass auch die Impf-Kritiker häufig eine Agenda haben: Über Herrn Zörner habe ich auf die Schnelle außer einer kurzen Erwähnung bei Spiegel Online über die Giftigkeit von Energiesparlampen und in den Delmenhorster Regionalblättern keine weiteren Zitate oder Veröffentlichungen gefunden. Der Internetauftritt des "Labors für chemische und Mikrobiologische Analytik GmbH" (http://www.lafu-gmbh.com/), von dem Herr Zörner "Gründer, Inhaber und Geschäftsführer" ist, läßt allerdings meiner Meinung nach einige Fragen offen. Herr Zörner muss sein privates Labor ja auch irgendwie finanzieren. "Klappern gehört zum Handwerk" sagt man ja...

(-: rizzo

Katja

SUPER!!!
Da impft eine Sprechstundenhilfe, ohne daß Dich ein Arzt zumindest abgehört hat?
Dann brennt es an der Einstichstelle, was mir ganz klar sagt, daß sie keine neue Nadel genommen hat, nachdem sie den Impfstoff aus der Ampulle gezogen hat - an der Nadel war noch Impfserum vom 'Eintauchen' in die Flüssigkeit - das brennt, eine saubere Nadel hingegen brennt nicht!
Die Rötung mag auch an der verunreinigten Nadel liegen - selbst bei Tieren nehme ich IMMER eine sterile Nadel, denn ein Spritzenabszeß macht sich nicht gut vor der Kundschaft... Sauberkeit kostet CENTS!

Danke Dir, rizzo, dafür, daß meine schlechte Meinung von Ärzten durch Deinen Bericht wieder einmal bestätigt wird.
Sollte ich ein Schleudertrauma vom Kopfschütteln über so viel Verantwortungslosigkeit bekommen, weiß ich, was ich zu tun habe - NICHT ZUM ARZT GEHEN!!

breughel

Rizzo schrieb "Arzthelferin" - das kann auch eine Krankenpflegerin sein.
Sprechstundenhilfe ist Umgangsdeutsch.
Ich würde hier nichts unterstellen.

SAPP

Zitat von: breughel in Freitag, 13. November 2009 - 13:28:43
Rizzo schrieb "Arzthelferin" - das kann auch eine Krankenpflegerin sein.
Sprechstundenhilfe ist Umgangsdeutsch.
Ich würde hier nichts unterstellen.

             Nach dem Gespräch heute mit meinem Hausarzt, lasse ich mich, wurscht von

             wem , überhaupt nicht pieken !

breughel

Aha, was hat er denn gesagt: "Sie dürfen sich auf keinen Fall mehr pieken lassen?"

Katja

Zitat von: breughel in Freitag, 13. November 2009 - 13:28:43
Rizzo schrieb "Arzthelferin" - das kann auch eine Krankenpflegerin sein.
Sprechstundenhilfe ist Umgangsdeutsch.
Ich würde hier nichts unterstellen.

Wenn ich mir Haare ausgerauft habe, dann kriegst Du sie zum Spalten, breughel! ;)

SAPP

Zitat von: breughel in Freitag, 13. November 2009 - 13:38:31
Aha, was hat er denn gesagt: "Sie dürfen sich auf keinen Fall mehr pieken lassen?"

            Nächstes Mal kommst Du einfach mit , OK ?

breughel

Du machst es dir da etwas einfach, Katja.
Rizzo schreibt über seinen Besuch und es folgt dazu ein Kommentar von Dir, der darauf hinaus läuft, eine unqualifizierte Mitarbeiterin habe geimpft und es sei sogar unhygienisch zugegangen.
Wenn Du Vorbehalte gegen Ärzte hast finde ich das in Ordnung.
Wenn dann gleich eine pauschale Kritik mit nicht belegbaren Annnahmen kommt , ist das bedenklich.
Man kann für oder gegen Impfung sein und das begründen. Du hast den Arzt und die Ärzte hier allgemein böse angegriffen.
Eine Moderatorin sollte das bedenken.

rizzo

#41
Kurz zum Thema "Impfhygiene":
Ich habe nicht darauf geachtet, ob die Nadel nach dem Aufziehen ausgetauscht wurde oder nicht. Insgesamt hatte ich schon das Gefühl, dass in der Arztpraxis (ein Allgemeinmediziner, den ich vorher nicht kannte), die H1N1-Impfung in Massenabfertigung "schnell schnell" ablief, um den "normalen" Praxisbetrieb nicht zu stören. Solange mir keine Schäden oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch das Beibehalten der "Aufzieh-Nadel" entstehen nehme ich das einfach mal so hin. Ich bin forh, dass der Arzt sich überhaupt dazu entschieden hat, an der Impfkampagne teilzunehmen, obwohl damit offenbar kein Geld zu verdienen ist. Bei der Impfung gegen die "normale" Grippe in zwei Wochen werde ich mal auf die Spritze achten und ggf. darauf hinweisen, dass ich eine neue möchte. Danke für den (als mittleren Anfall getarnten) Hinweis Katja  ;)

So, jetzt würde ich mich aber freuen, wenn hier mal wieder etwas mehr zum Thema diskutiert wird. Die beiden (oder drei) "Kombattanten" können ihre Fehde dann ja per E-Mail weiter ausfechten.
Wie man auch in dieser Diskussion merkt, ist das Thema "Schweinegrippe" offenbar sehr emotional besetzt.
Ich ärgere mich im Nachinein fast, dass ich mich in meinem Bericht schon halb für meine Impfung gerechtfertigt habe. Es gibt gute Gründe für und auch gegen eine Impfung, die jeder für sich selbst abwägen muss. Ich finde es toll, dass mir in diesem Land diese freie Entscheidung ermöglicht wird (Impfstoff wird kostenlos zur Verfügung gestellt, aber es gibt keine Impfpflicht). Kaum ein anderes (auch westliches) Land bietet seinen Bürgern diese Möglichkeit.

Vielleicht bereue ich es irgendwann mal, dass ich mich habe impfen lassen (wg. irgendwelcher Langzeitschäden, die nicht hinreichend in Studien untersucht wurden), dann kann ich zwar die Pharma-Firma verklagen, aber ich kann mich nicht beschweren, ich wurde nicht auf Risiken hingewiesen.
Möglicherweise verläuft die H1N1-Grippewelle ja auch wie jede andere auch und die Zahl der Grippetoten bleibt im statistischen Mittel, dann ist ja alles in Ordnung.

Für den Fall, dass aber in zwei Monaten das öffentliche Leben in Itzehoe zum Erliegen kommt, weil Hunderte mit schweren Grippesymptomen im Kreiskrankenhaus liegen und es aus welchen Gründen auch immer zu vielen Todesfällen kommt, möchte ich aber auch niemanden, von den "mirdochegal ich lass mich nicht impfen"-Leuten aus dem Forum bzw. den "Impfablehnern aus inhaltlicher Überzeugung" jammern hören, sie wären nicht gewarnt gewesen.

(-: rizzo

Blubb

Danke für den Bericht, rizzo.

Ich weiß persönlich noch nicht richtig, ob ich mich impfen lassen werde, tendiere aber im Moment eher zu einem "Ja". Warum? Ich erachte es als sinnvoll, da ich die eventuellen Nebenwirkungen eher in Kauf nehme, als die aggressive Schweinegrippe.


Katja

Zitat von: breughel in Freitag, 13. November 2009 - 21:28:11
Du machst es dir da etwas einfach, Katja.
Ich? Ich habe nicht geimpft - der ARZT hat es sich einfach gemacht, indem er eine Helferin seinen Job hat machen lassen!

Zitat von: breughel in Freitag, 13. November 2009 - 21:28:11
Rizzo schreibt über seinen Besuch und es folgt dazu ein Kommentar von Dir, der darauf hinaus läuft, eine unqualifizierte Mitarbeiterin habe geimpft und es sei sogar unhygienisch zugegangen.

Es bleibt Dir überlassen, wenn Du Dich von Hilfspersonal behandeln lassen willst - ich habe nur darauf hingewiesen, daß dieser Arzt seiner Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen ist, indem er keine Voruntersuchung gemacht hat. Daß rizzo gesund sein muß, wenn er sich impfen lassen will, ist also nur durch die Sichtprüfung einer Helferin 'diagnostiziert' worden.
Wenn also demnächst eine OP-Schwester einen Blinddarm  heraus nimmt, weil der Arzt gerade anderes zu tun hat, kannst Du Dich gerne auf den Tisch legen...

Zitat von: breughel in Freitag, 13. November 2009 - 21:28:11

Wenn Du Vorbehalte gegen Ärzte hast finde ich das in Ordnung.


Wie schön, danke! Es ist ein Unterschied, ob ich Vorbehalte begründen kann (so wie in diesem geschilderten Fall) oder das einfach nur aus einem 'Bauchgefühl' heraus mache, oder nicht?!

Zitat von: breughel in Freitag, 13. November 2009 - 21:28:11
Wenn dann gleich eine pauschale Kritik mit nicht belegbaren Annnahmen kommt , ist das bedenklich.
Wo hast Du pauschale Kritik gelesen? Ich mag keine Ärzte. Das ist (m)eine Überzeugung und keine Kritik.

Da ich aber bei einem Arzt als Helferin gearbeitet habe, desweiteren eine (tier-)medizinische Ausbildung habe, kann ich sehr wohl behaupten, daß die Injektion mit Substanzen an der Nadel brennen - glaub' es oder nicht - mir ist es wurscht!

Zitat von: breughel in Freitag, 13. November 2009 - 21:28:11
Man kann für oder gegen Impfung sein und das begründen. Du hast den Arzt und die Ärzte hier allgemein böse angegriffen.
Eine Moderatorin sollte das bedenken.

Eine Moderatorin darf auch hier durchaus eine Meinung haben, breughel. DIESEN Arzt (Ärzteabneigung ist eine Meinung) habe ich nicht böse angegriffen, sondern kritisiert - zu Recht, wie ich finde, denn er hat seinen Auftrag nicht erfüllt. Es geht und ging in meinem Posting keineswegs um Pro und Contra Impfen, sondern darum, daß hier unsauber gearbeitet wurde.
Unsauber definiere ich hier nicht nur im Sinne von unhygienisch.

Martin100

Hallo,

Zitat von: Blubb in Samstag, 14. November 2009 - 01:27:26
Ich weiß persönlich noch nicht richtig, ob ich mich impfen lassen werde, tendiere aber im Moment eher zu einem "Ja". Warum? Ich erachte es als sinnvoll, da ich die eventuellen Nebenwirkungen eher in Kauf nehme, als die aggressive Schweinegrippe.

Die Stimmung wird kippen wenn es in IZ (z.B) dern ersten Grippetoten gibt. (Ob real oder als Gerücht ist egal).

Noch sehen die Leute nur die (eingeredeten?) Nebenwirkungen und keine reelle Gefahr.

Selbst bei Masern und Polio gibt es schon die wildesten Impfablehnungsgründe, und da sind sich die Mediziner
über die Notwendigkeit einig.

Gruß

Jakob Heine