Die neue Autobahnbrücke!

Begonnen von murxelhannes, Donnerstag, 30. März 2006 - 10:33:17

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Alex

Diese Bilder sind ca 1 Woche alt, schön zu sehen wie der neue Teil langsam Formen annimmt.








egmont

Das sind eindrucksvolle Bilder. Es fällt auch auf, dass die Brückenpfeiler noch nicht beschmiert sind.

DerDerbste

Zitat von: egmont in Sonntag, 11. November 2007 - 11:35:12
Das sind eindrucksvolle Bilder. Es fällt auch auf, dass die Brückenpfeiler noch nicht beschmiert sind.
Da muss ich zustimmen, sehr schöne Bilder!

Wer sollte die denn beschmieren, da kommt ja nachher keiner längs zum Lesen.  ;)

Brilonius

Einige Fotos kann ich auch beisteuern.

Die rot-weißen Rohre auf einigen Fotos sind sog. Rohrfestpunkte. Sie sind ca. 20 m tief in die Erde gerammt worden, um Verschiebungen und Setzungen auszuschließen. Es gibt davon 8 Stück, je 2 am Sandweg und an der Blomestraße, 2 auf dem Deich südlich der Stör und 2 auf der nördlichen Seite nahe am Ufer.

Die Lage der Punkte wurde im Gauß-Krüger-Koordinatensystem tachymetrisch und mit GPS bestimmt, die Höhe mit Feinnivellement über NN. Die Genauigkeit der Messungen beträgt unter 3 mm (Standardabweichung).
Die Rohrfestpunkte bilden ein nahezu spannungsfreies Brückennetz und werden ständig überwacht.

Von diesen Punkten wird die geplante Störbrücke in die Örtlichkeit übertragen, außerdem sind sie Ausgangspunkte für die Bauüberwachung und Beweissicherungen (evtl. Deformation der alten Pfeiler wg. Rammarbeiten in ihrer Nähe und später der neuen Pfeiler, wenn die alte Brücke gesprengt wird, um einer weiteren Brücke Platz zu machen.

























































Katja


egmont

Zitat von: Brilonius in Sonntag, 11. November 2007 - 19:18:38
Einige Fotos kann ich auch beisteuern.

Die rot-weißen Rohre auf einigen Fotos sind ........................



Ich bin beeindruckt. Wir werden hier ja noch zu Brückenbauexperten.

Karkie

Zitat von: Brilonius in Sonntag, 11. November 2007 - 19:18:38




Von diesen Punkten wird die geplante Störbrücke in die Örtlichkeit übertragen, außerdem sind sie Ausgangspunkte für die Bauüberwachung und Beweissicherungen (evtl. Deformation der alten Pfeiler wg. Rammarbeiten in ihrer Nähe und später der neuen Pfeiler, wenn die alte Brücke gesprengt wird, um einer weiteren Brücke Platz zu machen.



Wieso wenn die alte Brücke GESPRENGT wird??

Das würde ich jetzt gerne genauer wissen, weil mir wurde bis jetzt vom jedem nur erzählt, das die Brücke auf keinem fall gesprengt wird.

Lampe

ZitatDas würde ich jetzt gerne genauer wissen, weil mir wurde bis jetzt vom jedem nur erzählt, das die Brücke auf keinem fall gesprengt wird.

...doch, doch. Meines Wissens wird erst die neue Brücke, die gerade in Bau ist, fertiggestellt werden (zwei Spuren + Pannenstreifen), dann wird die alte Brücke gesprengt, weil sie baufällig ist, und schließlich wird noch einmal genau so eine Brücke, wie die jetzige, gebaut werden (zwei Spuren + Pannenstreifen für die Gegenrichtung).

Gruß Lampe

Karkie

Ja das weiß ich alles.

Aber ich habe mit mehreren Leuten, die auf der Baustelle tätig sind, dadrunter auch der Polier von Alpine, die Firma die den bau ausführt.

Alle haben mir das gleiche erzählt:

Es steht noch nicht fest wie die Brücke abgerissen wird, bloß eins ist sicher...

KEINE Sprengung

Von daher bin ich jetzt ein wenig baff.

Lampe

Ach so.

Daß die Brücke nicht gesprengt werden soll, sondern auf andere Weise entfernt werden soll, ist mir völlig neu. Ein Rückbau wäre vielleicht sicherer und schonender als eine Sprengung, würde aber doch sicher viel länger dauern und bestimmt wesentlich teurer werden, oder?

Im Zuge des Sparkassenneubaus im Feldschmiedekamp zum Beispiel wurde am Altbau ein vierstöckiges Treppenhaus aus Beton mit Sägen Stück für Stück demontiert; das hat Monate gedauert! Wie lange müßte es erst bei der Störbrücke dauern... ??? :warten ???   

Karkie

Naja sägen wird wohl wegfallen, da gibt es andere Maschinen.

z.B. solche hier:

http://www.youtube.com/watch?v=EAqrb1ftgaQ

Eine Sprengung wäre zwar schneller, aber bei dem Weichen Boden denke ich mal nicht, das die neue Brücke ohne schäden davon kommt.


Die kleine Brücke in der Lindenstraße kann in einer nacht abgebrochen werden, wenn es die richtige Firma macht.

Die große wird natürlich länger dauern, aber auch keine 2 Jahre.

Ich habe hier einen alten text gefunden:

Die bisherigen Planungen und Prüfungen wurden durchgeführt von:
Böger + Jäckle Gruppe
Foto © Böger + Jäckle Gruppe



Weitere Informationen trudeln langsam ein.
Die Planung für den gigantischen Neubau begann schon 1998.
Die Brücke wird 1115m lang. Dazu folgende
Stützweiten:42,0+50,0+55+60+60+60+64+64+120+65+65+60+60+60+60+60 +55+50+45 m.
Außerdem wird eine Tiefgründung für die Fundamente der Brücke erforderlich sein. Die Brückenfläche wird etwa 40.000m² betragen.
Breite zwischen Geländer 2x 15,00m

Die Reine Störquerung wird 120m betragen
Die Bauphasen sind eigentlich ganz logisch:

2006-2009 1. Brückenhälfte
2009-2010 Abbruch der alten Störbrücke
2010-2013 2. Brückenhälfte

Bausumme: 50.000.000 EURO

Wie man sieht ist der Abbruch für ein Jahr angesetzt. So lange dauert keine Sprengung mit anschließender Schuttbeseitigung.

Lampe

ZitatWie man sieht ist der Abbruch für ein Jahr angesetzt. So lange dauert keine Sprengung mit anschließender Schuttbeseitigung.

Hmm, interessant. Klingt logisch.
Vielleicht bringt Brilonius ja auch noch was in Erfahrung. Der scheint auch recht nah am Geschehen dran zu sein.

Lampe

Martin100

Hallo,

Zitat von: Karkie in Sonntag, 11. November 2007 - 21:09:26
Wie man sieht ist der Abbruch für ein Jahr angesetzt. So lange dauert keine Sprengung mit anschließender Schuttbeseitigung.

Eine Totalsprengung wäre wohl zu riskant. Alleine für die Stördeiche, und das
Bergen der Teile aus der Stör. Und die neue Brücke steht ja auch daneben.

Da sie bei ihrem Bau ein Premiere war, wir ihr Abriss wohl auch eine.

Gruß Martin

Brilonius

#148
Vor einiger Zeit hieß es, die alte Störbrücke würde gesprengt.

Sprengung oder nicht, auf jeden Fall muß sie auf irgend eine Art verschwinden.
Vielleicht kann ich über dieses Thema irgend etwas in Erfahrung bringen.

Grundsätzlich kann man solche Sprengungen durchführen. In Högersdorf bei Bad Segeberg ist die alte Brücke A21/B432 gesprengt worden und das neue Bauwerk stand unmittelbar daneben. Nichts ist passiert, die neue Brücke stand nach der Sprengung noch wie eine 1.

Slartibartfass

Zitat von: Brilonius in Montag, 12. November 2007 - 19:25:52
Grundsätzlich kann man solche Sprengungen durchführen. In Högersdorf bei Bad Segeberg ist die alte Brücke A21/B432 gesprengt worden und das neue Bauwerk stand unmittelbbar daneben. Nichts ist passiert, die neue Brücke stand nach der Sprengung noch wie eine 1.
Bei dem weichen Marschenboden dürften andere Kräfte wirken.
Es wird nie so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.