Neues Jobcenter auf dem ...

Begonnen von wutz, Mittwoch, 08. Juni 2011 - 23:12:20

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

wutz

... auf dem Meierei-Parkplatz.
Eine ganz tolle Idee Herr Rückerl.

NR vom 09.06.11
Zitat Susanne Glorius
"Es werde nicht der ganze Parkplatz überbaut"
Zitat Ende.
Zitat
"Genügend Stellpätze gebe es in dem Bereich"
Zitat Ende
Ich hoffe Herr Rückerl, Sie sind ihr lebenlang gut zu Fuß. Denn diese Parkplätze nahe der Fußgängerzone sind ganz wichtig. Rüber zu dem Malzmüllerwiesen geht man ungerne und der Wochenmarkt-Platz ist meistens überfüllt.
Und dann noch "Die Innenstadt wird durch die 300-400 Jobcenter-Kunden belebt."
Man(n) Man(n)  :rotekarte


Butterfly83

#1
was ist denn das bitte für eine schwachsinns Idee?

Wieso "bauen" sie nicht lieber neue Jobs, als ein neues Jobcenter...

Slartibartfass

Zitat von: wutz in Mittwoch, 08. Juni 2011 - 23:12:20
Und dann noch "Die Innenstadt wird durch die 300-400 Jobcenter-Kunden belebt."
Juhu, kaufkräftige Kundschaft! :)


Zitat von: Butterfly83 in Donnerstag, 09. Juni 2011 - 01:02:35Wieso "bauen" sie nicht lieber neue Jobs, als ein neues Jobcenter...
Auch für ein Jobcenter braucht man Maurer, Klemptner, Elektriker, Architekten etc.
Es wird nie so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.

Sanni

Zitat von: Butterfly83 in Donnerstag, 09. Juni 2011 - 01:02:35
was ist denn das bitte für eine schwachsinns Idee?

Wieso "bauen" sie nicht lieber neue Jobs, als ein neues Jobcenter...

Das hat mit schwachsinnig wenig zu tun!
Das das Jobcenter vom jetzigen Standort am Lornsenplatz weichen muß ist doch
allgemeinhin bekannt - ODER?

Die Räumlichkeiten (das Gebäude) werden für die Mitarbeiter des Sozialgerichtes DRINGEND benötigt.

Soviel erstmal dazu  :-X

Capitano

Nicht die Notwendigkeit eines neuen Jobcenters ist fraglich, sondern der angesprochene Standort - und das sehe ich auch eher problematisch.



ae8090

Mich verwundern einige Beiträge hier doch etwas. Manch einer hier, so scheint es, hat nie in diesem unserem Gemeinwesen politische Verantwortung übernommen, war nie, absolut nie in der Lage, derlei Entscheidungen treffen bzw daran mitwirken zu müssen. Dann würde Ihr anders schrieben.

Als Gemeindevertreter habe ich das vor Jahren mit dem Standort eines neuen Feuerwehrgerätehauses durchexerzieren müssen. Dann ging es hier nicht, weil die baurechtlichen Vorgaben für das Grundstück die falschen waren, dann ging es dort nicht, weil es dreieinhalb Meter zu dicht an Wohngebäuden lag und die gesetzlichen Höchstwerte der Lärmemission nicht hätten eingehalten werden können, dann ging es dort nicht, weil die Erbengemeinschaft sich nicht einig war, was mit dem Grundstück passieren sollte etc, dann ging es dort nicht, weil die Zufahrtstraße nicht tragfähig genug ist und dort ging es dort nicht, weil die Einfahrt in einer Kurve gelegen hätte etc. Dann gab es Interessengruppen, die gerne den Standort in dem einen Dorfteil gesehen hätten, andere Gruppen hätten lieber die Wehren mit dem Nachbardorf im Norden zusammengelegt und die Dritten die Wehren mit dem Nachbardorf im Süden. Und der eine oder andere Grundstücksbesitzer bekam auch schon glänzende Augen ...

Wir haben bestimmt zwei Jahre lang gesucht. Es war mühevoll und es war ein Graus!
Am Ende hatten wir nach viel Mühen eine gute Lösung gefunden, zu der mit mehrjährigerm Abstand dann auch alle guten Herzen "Ja!" sagen können. Aber eben erst mit mehrjährigem Abstand.

Und hier hatte es sich nur um ein Feuerwehrgerätehaus, also ein vergleichsweise recht kleines Objekt gehandelt, nicht zu vergleichen mit dem deutlich größeren zukünftigem Jobcenter. Ich kann mir gut vorstellen, wie schwierig die Suche nach einem geeigneten Grundstück oder vorhandenem Gebäude ist. Da sind nicht unerhebliche Kosten zu beachten, da sind die theoretisch möglichen Grundstücke, die auch nicht in beliebiger Anzahl verfügbar, sind, da sind sicher auch Interessengruppen mit Einfluss, sprich: Sitz und Stimme, da sind überlegungen, dass das Jobcenter auch infrastrukturell angebunden sein muss (ZOB, Bahnhof, PKW).

Und solche Entscheidungen werden auch nicht von einem einzigen Lokalpolitiker in Gutsherrenart getroffen, sondern mit Mehrheitsentscheidung nach einem längeren Findungsprozess gefällt. Mich hat der neue Standort auch überrascht, aber je länger ich darüber nachdenke, desto mehr Positivem kann ich ihm abgewinnen:

Infrastrukturell betrachtet liegt der neue Standort günstig. Sowohl ZOB, als auch Bahnhof sind fußläufig zu erreichen, Buslinie liegt vor der Haustür (hier kann sicherlich ihne großen Aufwand noch eine Haltestelle eingerichtet werden), genügend PKW-Stellplätze sind auf dem verbleibenden Meiereiparkplatz sowie dem Marktplatz sowie den Malzmüllerwiesen vorhanden, die Zufahrsstraßen sind gut ausgebaut. Selbst für Ortsfremde bzw Ortsunkundige ist dieser Standort nicht schwierig zu finden.

In direkter Nachbarschaft befindet sich das von der AWO geführte Sozialkaufhaus, nicht weit entfernt die Tafel. Beides wird  durch diesen Standort aufgewertet. Und das ist gut so!

Gewiss gehören die Kunden des Jobcenters nicht zu den Spitzenverdienern unserer gesellschaft. Das liegt in der Natur der sache. 300 bus 400 Kunden am Tag, nehemn wir mal den Mittelwert von 350. Das mach bei 20 Werktagen im Monat 7000 Menschen. Kürzlich habe ich gelesen (weiß nicht mehr wo, wer bessere Quellen und Zahlen hat, möge das beisteuern), dass ALG II Empäger durchscnittlich 1000,-- / Monat bekommen (pro Haushalt!). Wenn dasd stimmt bringen diese 350 Menschen eine monatliche potentielle Kaufkraft von € 350.000,-! Liebe Leute, auch wenn der Schnack abgedroschen klingen mag: Kleinvieh macht auch Mist! Es gibt ganze Wirtschaftszweige, die siedeln sich gezielt dort an, wo es einen hohen Anteil an ALG II Empfänger gibt. Nicht dass ich diese Wirtschaftszweige besonders toll finde (zB Spielhallen), aber sie würden es nicht tun, wenn es kein Geld zu verdienen gäbe.
Ja, auch die Kunden des Jobcenters haben Wirtschaftskraft, nehmen an unserem wirtschaftlich-gesellschaftlichem Leben teil und als soche solltenw ir sie auch ernst nehmen und nicht schon wieder ausgrenzen mit Bemerkungen wie ZB: Die haben ja sowieso kein Geld.

eilandhegel

Mich würde interessieren wer dieser Investor ist, der das Gebäude für 6 Mio baut und dann an das Jobcenter vermietet. Trägt der auch eventuelle Kostensteigerungen?
Was ist mit Haupt - und Bauausschuss? Müssen die das beraten und zustimmen? Muss der Bebauungsplan geändert werden? Und wenn ein Privater Investor das Gebäude errichtet, wie wird der Bebauungsplan dann umgewidmet?
"Everybody is a genius. But if you judge a fish by its ability to climb a tree, it will live its whole life believing that it is stupid."
A. Einstein

electriczorro

Ich sag nur aus Einzelhändlersicht, der wichtigste Parkraum für die Breite Strasse und die  folgenden Stränge (Feldschmiede)
fällt weg. Ob das bei der augenblicklichen Lage in der Breiten Strasse konstruktiv ist wage ich zu bezweifeln. Etwas mehr
Feingefühl für das Gesamtkonzept hätte ich mir da schon gewünscht.

Und Achtung Polemik: Immerhin haben es die gescheiterten Händler ja dann nicht weit in neues Spitzenjobcenter...

Schade drum sagt

Z


ae8090

Frage: Wieviel Stellplätze sind derzeit auf dem Meiereiparkplatz und wie viele davon werden durch das neue Jobcenter überbaut?


Und wie viele Parkplätze verbleiben Zirkelschlag 500 m?

eilandhegel

Selbst ich sehe hier noch weitreichenden Informations- und Diskussionsbedarf.
Das Gebäude bis Anfang 2012 fertig haben zu wollen ist ja wohl völlig illusorisch. Das muss jetzt Itzehoe-typisch erst mal drei Jahre in den Ausschüssen und dem Bauamt diskutiert werden und kostet dann am Ende 12 Millionen... wenn es überhaupt gebaut wird. Der Standort hat schließlich sensible Anwohner und die heutigen Parkplatz-Nutzer sind nach meiner Beobachtung überwiegend Rentner (CDU-Wähler).  ;)
"Everybody is a genius. But if you judge a fish by its ability to climb a tree, it will live its whole life believing that it is stupid."
A. Einstein

Katja

Der (Meierei-)Parkplatz bringt der Stadt Parkgebühren, die - wenn sie dann wegfallen- wohl im Haushalt fehlen werden.
(groundstar, ist das richtig? Fehlt der Betrag dann nicht auch in der Verantwortung vor dem Kreis?)
Kleinvieh macht auch Mist ;)

ae8090, Du hast sicherlich Recht - nur möchte ich bemerken, daß JETZT die Besucher des Jobcenters auch schon in der Stadt sind. Es sind also nicht MEHReinnahmen zu erwarten, sondern wahrscheinlich nur die Umverteilung der Kaufkraft in andere Bereiche der Stadt.

Welche Gründe gab es gegen die Kaiserstraße und gegen INEFA? UND war das Hertie-Gebäude auch im Gespräch?  >:D
Welche 'öffentlichen Gelder' sind gemeint und wieiviel? Was wird statt dessen wieder hinten angestellt?

eilandhegel, in der Modulbauweise kann so ein Gebäude doch relativ schnell hochgezogen werden ;) - dann haben wir vielleicht in 15 Jahren wieder eine Diskussion ... hach, so geht der Gesprächsstoff nie aus ;D


eilandhegel

#11
Jeder mit dem ich heute rede regt sich auf und will Leserbriefe schreiben... Itzehoe21? Da stehen doch Bäume, da gibt´s bestimmt auch Käfer  ;D

Wenn ich mir Rückerls breites Grinsen ansehe, denke ich das ist ein (selbstloser) Versuch der FDP die Wahlbeteiligung zu erhöhen...
:lach
"Everybody is a genius. But if you judge a fish by its ability to climb a tree, it will live its whole life believing that it is stupid."
A. Einstein

EyeofDragon

Ob sich mal die Verantwortlichen im Jobcenter gefragt haben, WARUM das Sozialgericht diesen Platz braucht?  ;D

Wenn man diese Sache ernsthaft hinterfragen würde, nicht nur in Itzehoe, hätten wir diese Diskussion jetzt nicht.

ae8090

Zitat von: eilandhegel in Donnerstag, 09. Juni 2011 - 11:40:16
Jeder mit dem ich heute rede regt sich auf und will Leserbriefe schreiben... Itzehoe21? Da stehen doch Bäume, da gibt´s bestimmt auch Käfer  ;D

Wenn ich mir Rückerls breites Grinsen ansehe, denke ich das ist ein (selbstloser) Versuch der FDP die Wahlbeteiligung zu erhöhen...
:lach

Dein Statement verrät, dass es Dir an Wissen mangelt, wie politische Entschedungen in unserem Lande zustande kommen, nämlich durch Mehrheitsbeschluss. Das ist das Grundwesen einer Demokratie. Und dass Herr Rückerl die Mehrheit in den entsprechenden Gremien alleine besitzt, vermag ich einfach mal zu bezweifeln, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

Pisa ist eben doch überall. seufz

Rhaco

Zitat von: Katja in Donnerstag, 09. Juni 2011 - 10:40:17
Welche Gründe gab es gegen die Kaiserstraße und gegen INEFA? UND war das Hertie-Gebäude auch im Gespräch?  >:D
Welche 'öffentlichen Gelder' sind gemeint und wieiviel? Was wird statt dessen wieder hinten angestellt?


Das waren meine heutigen Gedanken, als ich am Morgen den Bericht in der Zeitung gelesen habe. Allmählich finde ich das nicht nur nicht nachvollziehbar, sondern vor allem beängstigend was hier in Itzehoe so abläuft...Das macht bald keinen Spaß mehr hier zu leben.