Itzehoe soll sauberer werden!

Begonnen von Capitano, Freitag, 05. Juni 2009 - 09:18:21

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Capitano

bluesnmore berichtete kürzlich, dass sogar der neue Vorzeigepark schon vermüllt ist. Katja fiel der Papiermüll von einem örtlichen Entsorger negativ auf. Weitere Beispeile für Dreck und Müll gibt es an fast jeder Ecke.

Itzehoe soll sauberer werden! Da sind wir uns wohl (hoffentlich) alle einig.  Aber wie soll das gehen? Einmal im Jahr eine Müllsammelaktion reicht da sicher nicht aus.

Soll die Stadt künftig Müllpatrouillen losschicken, die Knöllchen verteilen und abkassieren, wenn jemand seine Kippe einfach wegwirft oder sein Bonbonpapier? Der Einsatz zusätzlicher Kräfte würde sich sicher rechnen.

Vielleicht gibt es aber auch noch andere Ideen und Ansätze, wie man dem Problem beikommen könnte.


Johomo

Beide von Dir vorgeschlagenen Sachen kombinieren. Aber leider fehlt dazu der Abstimmungsbutton.

Capitano


wutz

"bluesnmore berichtete kürzlich"
Sie hatte dort auch nur eine Müllstation gesehen. Im Park stehen 4. Ich denke, eine solche  Dichte gibt es in der ganzen Stadt nicht.

Thema:
Dem Bürger endlich klarmachen, wie das geht. Wenn mal keine Müllstation ganz dicht bei ist, Müll mit nach Haus oder etwas gehen zur nächsten Müllstation.

Johomo

Wutz, das wird schon seit der Steinzeit vergeblich versucht!

Capitano, Danke!

scence

ich versteh nicht ,warum man nicht wie in anderen städten *kontrolleure*losschickt? da gibt es dann ordnungsstrafen wie z.b.20 eur für ein weggeworfenes taschentuch etc.ich gebe capitano da vollkommen recht.
politessen hat doch iz auch genug!
Müllstationen sind viel zu wenig da.

Katja

Kontrolleure kosten Geld - und das fehlt dann woanders.

Man könnte vielleicht private 'Müllkontrolleure', die ihre Arbeit ehrenamtlich machen, organisieren. In jedem Bezirk/Straßenzug (je nach Größe) einen oder mehrere, die dann Verstöße an das Ordnungsamt melden.
Bevor allerdings die große 'Ordnungsgeld-Welle' läuft und die Stadt nur eine zusätzliche Einnahmequelle daraus erhält, sollte dem Verursacher die Möglichkeit der (Be-)reinigung gegeben werden - das natürlich nur, wenn es ermittelbar ist.
Diese Kontrolleure sollten sich dann vielleicht auch nicht zu fein sein, selbst den Müll, den sie finden, wegzupacken...

Bei Veranstaltungen in der Stadt wäre es vorteihaft, wenn mobile Mülleimer aufgestellt würden. Die Anschaffungskosten dieser stabilen Ständer für Müllsäcke sind sicher geringer, als die komplette Reinigung der City.

Johomo

Man könnte allerdings auch Verhältnisse einführen wie in Monte Carlo oder Singapur. Videoüberwachung überall und wehe du spuckst ein Kaugummi aus.
Verkehrt wäre es nicht, aber dann hätten wir wieder den Überwachungsstaat.

scence

warum ehrenamtlich? diese leute könnten von den einnahmen bezahlt werden.wo würde denn das geld fehlen ,wenn solche leute bezahlt werden?

saab

Zitat von: scence in Freitag, 05. Juni 2009 - 14:48:36
warum ehrenamtlich? diese leute könnten von den einnahmen bezahlt werden.wo würde denn das geld fehlen ,wenn solche leute bezahlt werden?


            Eben, ich würde mir als Ehrenamtlicher ganz schön blöd vorkommen,

            den Müll von anderen wegzuräumen.

Katja

Scence, nehmen wir mal an, es würde jemand eingestellt und bekäme für diese Tätigkeit einen Lohn, der sozialversicherungspflichtig ist. Dazu kommt der Urlaubsanspruch, die Möglichkeit, daß er krank wird,  etc. pp - also reicht EIN Mensch schon mal nicht aus. Es müßten mindestens 2 sein - die ein riesiges Stadtgebiet zu 'beackern' hätten.

Um es aber an Zahlen deutlich zu machen, vielleicht anders gerechnet.

Nehmen wir nur mal einen durchschnittlichen Stundenlohn von 10 Euro an, würde das 20 Euro (weil es mind. 2 Leute sind) pro Stunde kosten. Wenn diese beiden Kontrolleure also nicht mindestens einen 'Täter' pro Stunde fassen würden, rechnet sich das nicht. ZUSÄTZLICH müßten sie dann (für Urlaubs-, Krankheits-, Schwangerschaftsabwesenheit) NOCH mehr erwischen. Und was ist, wenn sie dann nicht in der richtigen Gegend laufen - nämlich dort, wo sie niemanden erwischen? Gehen sie dann leer aus? Nö, die Stadt zahlt dann trotzdem die 20 Euro pro Stunde, bei einem Arbeitstag von 8 Stunden also 160 Euro. Das wiederum x 5 Arbeitstage, wären 800 Euro die Woche, 3200 Euro im Monat und 38400 Euro im Jahr.

Hmmm.... fast 40.000 Euro GARANTIERTE Kosten, denen eine ungewisse Einnahme gegenüber steht?

Das Geld würde dann überall dort fehlen, wo es vielleicht dringender gebraucht wird; wenn man die Leute fragt, die sich z.B. mit Lehrmitteln (oder Bildung überhaupt), Kinderspielplätzen, etc. befassen, sicherlich!

ODER die angestellten, städtischen Müllkontrolleure ständen unter Erfolgszwang - und dann muß der Einspruchswust ja auch noch bewältigt werden.... neee, ich glaube, hätte ich etwas zu sagen, würde ich lieber an die Bürger der Stadt appellieren, diesen 'Dienst' ehrenamtlich zu tun

swetlana

Zitat von: Katja in Freitag, 05. Juni 2009 - 15:13:06
Das wiederum x 5 Arbeitstage, wären 800 Euro die Woche, 3200 Euro im Monat und 38400 Euro im Jahr.

Wow! Ich nehm den Job! Immer an der frischen Luft und dazu dieses Salär.... :)
Vielleicht würde manch Arbeitsloser das auch für ein Drittel der Summe machen.
Wie wäre es mit ein paar 1-Euro-Kräften?
Ich möchte ja wirklich nicht die Menschen im öffentlichen Dienst torpedieren, aber wenn ich manchmal das gemächliche Arbeitstempo der Bauhof-Mitarbeiter (oder wer das auch immer ist, jedenfalls die Jungs in Orange) beobachte, könnte ich mir vorstellen, dass sie auch noch zusätzlich etwas mehr Müll einsammeln könnten, wenn sie etwas mehr Gas geben würden.

Grundsätzlich denke ich aber, dass der Bürger etwas mehr Verantwortung übernehmen müsste. Wenn jeder Bürger im Bereich vor und hinter seinem Haus/Grundstück/Wohnung Müll einsammeln würde, auch wenn er ihn nicht selbst verursacht hat, wäre schon einiges getan. Um die öffentlichen Flächen muss sich schon die Stadt kümmern. Auf welche Weise auch immer.

swetlana


Capitano

Ich ärgere mich z.B. immer über die Dreckkonzentrationen in Bereichen von Supermärkten (ALDI, LIDL und eigenlich die meisten anderen aber auch McD und BK).

Da wäre es vielleicht angebracht die Reinhaltung der Umgebung etwas vehementer einzufordern. 

In den meisten Wohngebieten mit Einfamilienhäusern wird i.d.R von den Hausbesitzern bzw. Bewohnern schon mehr auf Sauberkeit geachtet (Samstag Straße fegen). Da ist das Problem eher nicht anzutreffen, da braucht dann auch nicht kontrolliert/patroulliert werden.

In der Innenstadt und ganz besonders in den - ich sach mal - ärmeren Vierteln ist das mit dem Dreck aber teils schon sehr heftig. Und wenn erstmal irgendwo ein Dreckhaufen liegt, schmeißen alle noch was dazu.
Da wären Kontrollen schon sehr sinnvoll - und auch Strafen, wenn man die Ferkel erwischt.



Katja

Zitat von: swetlana in Freitag, 05. Juni 2009 - 15:55:35
Zitat von: Katja in Freitag, 05. Juni 2009 - 15:13:06
Das wiederum x 5 Arbeitstage, wären 800 Euro die Woche, 3200 Euro im Monat und 38400 Euro im Jahr.

Wow! Ich nehm den Job! Immer an der frischen Luft und dazu dieses Salär.... :)
Vielleicht würde manch Arbeitsloser das auch für ein Drittel der Summe machen.
Wie wäre es mit ein paar 1-Euro-Kräften?


swetlana



;) Geteilt durch 2 Menschen, swetlana .... nimmst Du den Job immer noch? ;)


Die Geschichte mit den 1-Euro-Kräften ist nicht so ganz einfach, weil DIE nur gemeinnützig arbeiten dürfen. Obwohl... wenn ich mir das so Recht überlege: da wäre doch der Verein 'Wir für Itzehoe' gefragt! DIE dürften 1-Euro-Jobber beschäftigen - so wäre die Innenstadt dann auch sauber!
Vielleicht hat denen das nur noch nie jemand gesagt??  ;)

saab




          ab September werden viele 1€ Jobber frei !