Eröffnung "Himmel + Erde"

Begonnen von ToRü | ToРуз, Freitag, 21. Januar 2011 - 14:56:32

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

breughel

Zitat von: rizzo in Sonntag, 23. Januar 2011 - 11:44:40
Dieser Thread entwickelt sich meiner Meinung nach wieder mal zu einem klassisches Beispiel für eine schwer verständlich Insider-Diskussion: "Öffentliche Fördergelder", "alte Verbundenheit von Kirche und Sozialdemokratie" ???
Ich tippe mal darauf, dass der Umbau des alten Katasteramts mit öffentlichen Geldern gefördert wurde und jetzt an einen Privatmann verpachtet/verkauft wurde...?
Wenn die Diskussionsteilnehmer wert darauf legen, dass auch "Externe" mitmachen, wäre eine kleine Einführung in die Thematik, in der Ross und Reiter beim Namen genannt werden, sicherlich hilfreich.
Dies ist kein Volkshochschulforum und es ist für mich kein Problem wenn nur einige Mitglieder hier diskutieren.
Ich habe auch kein Interesse, sehr detailliert in die Geschichte der Sozialarbeit, des Subsidiaritätsprinzips und der Ökonomie großer Sozialkonzerne sowie die Verquickung von Staat, Kommunlapolitik und Religionsgemeinschaften einzusteigen.
Zum Schluss werden hier vielleicht einige Mitglieder ins Thema einsteigen andere warten sowieso darauf, dass ich verschwinde.
Es ist halt ein breites Spektrum hier im Forum, da dürfen dann auch mal Partikularinteressen befriedigt werden.

rizzo

Zitat von: breughel in Sonntag, 23. Januar 2011 - 11:49:59
Dies ist kein Volkshochschulforum und es ist für mich kein Problem wenn nur einige Mitglieder hier diskutieren.
Ich habe auch kein Interesse, sehr detailliert in die Geschichte der Sozialarbeit, des Subsidiaritätsprinzips und der Ökonomie großer Sozialkonzerne sowie die Verquickung von Staat, Kommunlapolitik und Religionsgemeinschaften einzusteigen.
Zum Schluss werden hier vielleicht einige Mitglieder ins Thema einsteigen andere warten sowieso darauf, dass ich verschwinde.
Es ist halt ein breites Spektrum hier im Forum, da dürfen dann auch mal Partikularinteressen befriedigt werden.

Vielleicht hast Du mich (absichtlich?) missverstanden: Ich wollte keine Einführung in "Staatsbürgerkunde" haben, aber ich denke, dass sich hier keiner einen Zacken aus der Krone bricht, wenn er/sie mal zwei Sätze zu den Hintergründen des (offenbar) konkreten Themas "Himmel+Erde/ altes Katasteramt/ öffentliche Fördergelder" schreibt.
Dieses Forum bietet doch eigentlich eine wunderbare Gelegenheit, Öffentlichkeit für (kommunal-)politische Forderungen/Missstände zu schaffen und vielleicht in letzter Konsequenz mehr Leute für politische Arbeit zu interessieren.
Wenn es Dir/Euch in erster Linie darum geht, (partei-)politische Konflikte aus dem "Real"-Leben hier im Forum weiterzudiskutieren und dabei unter Euch zu bleiben: Nur weiter so. Da kann ich mich ja in meinem Vorurteil vom an öffentlicher Beteiligung uninteressierten Sumpf und Geklüngel der Itzehoer (Partei-) Politik weiterhin hingeben..

..mein 2. Versuch..

danke rizzo  daumenhoch

breughel, du hast zweimal dein weggang an gekündigt und machst es dann doch nicht. hör auf zu schreiben das einige user wollen das du gehen sollst. :nein

TR

@ rizzo - dieses Thema wurde schon

Re: Hier tut sich was
« Antwort #1142 am: Freitag, 17. Dezember 2010 - 21:51:41 »

und fortfolgende Antworten, cirka 30,  ausgiebig diskutiert. Vielleicht einmal kurz nachlesen, denn ist die Diskussion hier verständlich.

Nach wie vor beklage ich, das "Himmel und Erde" die Subvention unter anderem dafür benutzt, die ortsüblichen Preise zu unterschreiten. Auf die Begründung bin ich mal gespannt? Es darf keinen Unterschied in der Preisgestaltung geben, ob Menschen mit Behinderung oder ohne etwas herstellen.


ToRü | ToРуз

#19
Zitat von: breughel in Sonntag, 23. Januar 2011 - 09:59:10
Die FDP hat sich früher mal recht unabhängig auf dem Gebiet gezeigt. Ist aber auch schon etwas her.

Manchmal erreicht man mehr, wenn man die Sau nicht durch's Dorf treibt.
Hinter den Kulissen wurde und wird an diesem Thema sehr intensiv gearbeitet. Da wird schon ein Auge darauf geworfen, was im alten Katasteramt so passiert.

Und um einen sehr oberflächlichen Einblick in die sehr vielschichtige, äußerst komplexe Materie der Eingliederungshilfe zu geben:

Der Staat fördert die Einrichtung von Arbeitsplätzen für behinderte Menschen. Damit soll eine Teilhabe am "normalen" Leben ermöglicht werden. Neben finanziellen Leisungen werden auch Sach- und Dienstleistungen für die Betroffenen geboten.

Spezialisierte Einrichtungen wie die Glückstädter Werkstätten bieten solche Arbeitsplätze.
Da diese öffentlich gefördert werden, gibt es häufig Konflikte, da man diese Angebote als subventionierte Arbeitsplätze in Konkurrenz zu "normalen" Arbeitsplätzen sieht.

Die GW gehören zur Diakonie, die in SH inzwischen einer der größten Arbeitgeber in S-H darstellt.

Respektiere jede Meinung. Gefallen muss sie mir ja nicht. Und das sag ich dann auch.
Toleranz und Moral ist immer die Toleranz und Moral der anderen.

Johomo

Zitat von: TR in Sonntag, 23. Januar 2011 - 12:43:22
@ rizzo - dieses Thema wurde schon

Re: Hier tut sich was
« Antwort #1142 am: Freitag, 17. Dezember 2010 - 21:51:41 »

und fortfolgende Antworten, cirka 30,  ausgiebig diskutiert. Vielleicht einmal kurz nachlesen, denn ist die Diskussion hier verständlich.

Nach wie vor beklage ich, das "Himmel und Erde" die Subvention unter anderem dafür benutzt, die ortsüblichen Preise zu unterschreiten. Auf die Begründung bin ich mal gespannt? Es darf keinen Unterschied in der Preisgestaltung geben, ob Menschen mit Behinderung oder ohne etwas herstellen.
Wenn der Milchkaffee € 2,80 kostet. gehe ich nicht davon aus das die ortsüblichen Preise unterboten werden. Im Schnitt bezahle ich woanders meistens € 2,50.

Schmarni

Zitat von: DrKloebner in Sonntag, 23. Januar 2011 - 13:44:10
Zitat von: TR in Sonntag, 23. Januar 2011 - 12:43:22
@ rizzo - dieses Thema wurde schon

Re: Hier tut sich was
« Antwort #1142 am: Freitag, 17. Dezember 2010 - 21:51:41 »

und fortfolgende Antworten, cirka 30,  ausgiebig diskutiert. Vielleicht einmal kurz nachlesen, denn ist die Diskussion hier verständlich.

Nach wie vor beklage ich, das "Himmel und Erde" die Subvention unter anderem dafür benutzt, die ortsüblichen Preise zu unterschreiten. Auf die Begründung bin ich mal gespannt? Es darf keinen Unterschied in der Preisgestaltung geben, ob Menschen mit Behinderung oder ohne etwas herstellen.
Wenn der Milchkaffee € 2,80 kostet. gehe ich nicht davon aus das die ortsüblichen Preise unterboten werden. Im Schnitt bezahle ich woanders meistens € 2,50.

Jetzt zerstör mal nicht die Vorurteile mit Fakten!!!!

Ich bin auch ganz sicher, dass ein Großteil der Gastronomie-Gäste sich ausschließlich am Preis orientiert und nicht am Ambiente, dem Service, dem Angebot usw...

Gab es nicht kürzlich einen Thread über abgepackte Leberwurst und eine kaputte Kaffeemaschine?!? Wird der Inhaber jetzt nicht dem Himmel & Erde die Schuld geben am eigenen Niedergang (wünsche ich ihm nicht, aber wer weiß)?! Wie ich sagte: Schuld sind immer die anderen!!!

breughel

Zitat von: Schmarni in Sonntag, 23. Januar 2011 - 16:03:05
Zitat von: DrKloebner in Sonntag, 23. Januar 2011 - 13:44:10
Zitat von: TR in Sonntag, 23. Januar 2011 - 12:43:22
@ rizzo - dieses Thema wurde schon

Re: Hier tut sich was
« Antwort #1142 am: Freitag, 17. Dezember 2010 - 21:51:41 »

und fortfolgende Antworten, cirka 30,  ausgiebig diskutiert. Vielleicht einmal kurz nachlesen, denn ist die Diskussion hier verständlich.

Nach wie vor beklage ich, das "Himmel und Erde" die Subvention unter anderem dafür benutzt, die ortsüblichen Preise zu unterschreiten. Auf die Begründung bin ich mal gespannt? Es darf keinen Unterschied in der Preisgestaltung geben, ob Menschen mit Behinderung oder ohne etwas herstellen.
Wenn der Milchkaffee € 2,80 kostet. gehe ich nicht davon aus das die ortsüblichen Preise unterboten werden. Im Schnitt bezahle ich woanders meistens € 2,50.

Jetzt zerstör mal nicht die Vorurteile mit Fakten!!!!

Ich bin auch ganz sicher, dass ein Großteil der Gastronomie-Gäste sich ausschließlich am Preis orientiert und nicht am Ambiente, dem Service, dem Angebot usw...

Gab es nicht kürzlich einen Thread über abgepackte Leberwurst und eine kaputte Kaffeemaschine?!? Wird der Inhaber jetzt nicht dem Himmel & Erde die Schuld geben am eigenen Niedergang (wünsche ich ihm nicht, aber wer weiß)?! Wie ich sagte: Schuld sind immer die anderen!!!
und wieder elegant dem eigentlichen Thema ausgewichen - die Ricolafrage: Und wer hat das finanziert und wer kann als freier Unternehmer so gute Konditionen erhalten von Banken und Staat, um einen ähnlichen Luxus praktisch risikofrei auf die Beine zu stellen? Und welcher Unternehmer darf mit so einem Prominenzauftrieb rechnen und mit soviel Risikofreiheit?
Und wer kann für seine Tätigkeit mit 90% Seuergelderzuschuss und mehr rechnen (außer einige Banker?)
Es gehört wohl zur Kunst der Kommunalpolitik, inhaltliche Fragen mit billigen Phrasen zu umschiffen.
Rizzo - es wurde eben schon über das Thema zuvor intensiv gestritten und da muß man einfach selbst mal etwas recherchieren.

Schmarni

Zitat von: breughel in Sonntag, 23. Januar 2011 - 20:00:24
und wieder elegant dem eigentlichen Thema ausgewichen - die Ricolafrage: Und wer hat das finanziert

Keine Ahnung. Auf jeden Fall nicht die Kommune. Vermutlich eine MIschung aus Investment des privaten Eigentümers mit Eigenmitteln des Betreibers (der Norddeutschen Gesellschaft für Diakonie mbH). Dahinter steht die evangelische Kirche.

Zitat von: breughel in Sonntag, 23. Januar 2011 - 20:00:24
und wer kann als freier Unternehmer so gute Konditionen erhalten von Banken und Staat, um einen ähnlichen Luxus praktisch risikofrei auf die Beine zu stellen?

Wieso sollte das risikofrei sein?? Wenn kein Mensch das Cafe betritt, weil der Service mies und das Ambiente unterirdisch ist, vielleicht sogar die Leberwurst in Portionspäckchen abgepackt, dann macht ist das Geschäft defizitär. Und das gleicht weder Staat noch Banekn aus, ganz sicher nicht...

Zitat von: breughel in Sonntag, 23. Januar 2011 - 20:00:24
Und welcher Unternehmer darf mit so einem Prominenzauftrieb rechnen

Jeder Unternehmenr, der in dieser Stadt was auf die Beine stellt, kann damit rechnen. Und je mehr der Zweck der Gemeinschaft zugute kommt, umso mehr Aufmerksamkeit wird es geben. Komischerweise laden Unternehmen zur Eröffnung in der Regel mehr potentielle Kunden ein, von denen sie hinterher leben wollen, die interessieren sich nicht für "Lokalprominenz"...

Zitat von: breughel in Sonntag, 23. Januar 2011 - 20:00:24
Es gehört wohl zur Kunst der Kommunalpolitik, inhaltliche Fragen mit billigen Phrasen zu umschiffen.

Billige Phrasen? Das muss der Fischbuden-Meckerer gerade sagen  :lach

Peppermint Patty

Zitat von: breughel in Samstag, 22. Januar 2011 - 17:54:08
Tja, da geht es halt anders zu als wenn ein Geschäftsmann seinen Laden eroffnet...
Man kann halt mit öffentlichen Geldern erheblich besser bewirten.

Zitat von: breughel in Sonntag, 23. Januar 2011 - 20:00:24
wer kann als freier Unternehmer so gute Konditionen erhalten von Banken und Staat, um einen ähnlichen Luxus praktisch risikofrei auf die Beine zu stellen? Und welcher Unternehmer darf mit so einem Prominenzauftrieb rechnen und mit soviel Risikofreiheit?

Es ist ja eben nicht nur ein Laden, nicht nur ein Geschäft! Das Café ist ja nur ein Teil - dem alleine auch kein solches Interesse gewidmet würde (wobei auch andere Geschäftseröffnungen ja durchaus öffentlich bedacht werden, aber das nur nebenbei). Das eigentlich Neue (und der Grund, weshalb so viel Prominenz da war) ist ja das Netzwerk (oder wie auch immer man es nennen soll) außenrum. Von Ehrenamtsbüro über Gründer-Hilfe, DRK und was weiß ich noch alles. Aber was breughel nicht sehen will, blendet breughel eben aus.  ::)

ToRü | ToРуз

Zitat von: Schmarni in Sonntag, 23. Januar 2011 - 20:21:26
Zitat von: breughel in Sonntag, 23. Januar 2011 - 20:00:24
und wieder elegant dem eigentlichen Thema ausgewichen - die Ricolafrage: Und wer hat das finanziert

Keine Ahnung. Auf jeden Fall nicht die Kommune. Vermutlich eine MIschung aus Investment des privaten Eigentümers mit Eigenmitteln des Betreibers (der Norddeutschen Gesellschaft für Diakonie mbH). Dahinter steht die evangelische Kirche.


Und da muss man eben zu Wissen, wie die "Eigenmittel" sprich das Eigenkapital gebildet werden.
Das ist meist strittig;

Und wer die Arbeitskosten, zumindest der Behindertenarbeitsplätze, finanziert. Wie oben geschrieben: Eingliederungshilfe ist hier das Thema. Aber wie auch gesagt: Jeder, der Behinderten einen Arbeitsplatz bieten kann, würde diese ebenso bekommen können.
Respektiere jede Meinung. Gefallen muss sie mir ja nicht. Und das sag ich dann auch.
Toleranz und Moral ist immer die Toleranz und Moral der anderen.

breughel

Ich akzeptiere nun die unterschiedlichen Standpunkte.
Es wirtschaftet sich einfach besser als großer Sozialkonzern und für private Unternehmer wäre ein solches Projekt einfach nicht zu stemmen.
Wenn Frähmcke dann die sehr guten Kuchen liefert, ist ihm wohl geholfen.

Johomo

Warum kann man sich als Bürger der Stadt Itzehoe nicht einfach freuen, das ein Leerstand beseitigt wurde?
Nein! In diesem Forum muss gegen alles und jeden gemeckert werden. Sicher, es gibt auch Lobeshymnen, aber in der Hauptsache wird gegen alles gestänkert.
Ich bin Privatier und Rentier und freue mich einfach über ein neues Café in unserer Stadt. Und wenn es dann auch noch preisgünstig ist (was man vom Milchkaffee allerdings nicht sagen kann), umso besser.
Es bleibt jeden selbst überlassen, da hinzugehen und zu testen. Aber es muss erst gemeckert werden.
Und das kotzt mich an!

ToRü | ToРуз

Zitat von: DrKloebner in Montag, 24. Januar 2011 - 08:57:55
Warum kann man sich als Bürger der Stadt Itzehoe nicht einfach freuen, das ein Leerstand beseitigt wurde?
Nein! In diesem Forum muss gegen alles und jeden gemeckert werden. Sicher, es gibt auch Lobeshymnen, aber in der Hauptsache wird gegen alles gestänkert.
Ich bin Privatier und Rentier und freue mich einfach über ein neues Café in unserer Stadt. Und wenn es dann auch noch preisgünstig ist (was man vom Milchkaffee allerdings nicht sagen kann), umso besser.
Es bleibt jeden selbst überlassen, da hinzugehen und zu testen. Aber es muss erst gemeckert werden.
Und das kotzt mich an!

Das Schlechtreden finde ich auch nicht OK; aber die Bedenken sollte man ernst nehmen; ein vernünftiges Miteinander ist wichtig. Was hilft es, wenn ein Leeerstand beseitigt wird und sich ein anderer dafür auftut. Wie so oft: Die Wahrheit liegt meist in der Mitte...
Respektiere jede Meinung. Gefallen muss sie mir ja nicht. Und das sag ich dann auch.
Toleranz und Moral ist immer die Toleranz und Moral der anderen.

Johomo

Sicher, jeder hat seine Meinung und dabei soll es ja auch bleiben. Aber diese ewige Nörgelei geht mir auf den Sack.
Warum gibt nicht jemand seine Meinung ab und lässt es dabei. Nein, es wird dann auch noch nachgetreten. Und wenn die Gegenargumente ausgehn, wird es persönlich.
Warum nicht einfach schreiben, mir gefällt das oder mir gefällt das aus diesem Grund nicht. Dann schreibt ein anderer seine Meinung, warum ihm das oder auch nicht gefällt und damit hat sich das doch. Es müssen doch nicht diverse Seiten über Subventionen oder ähnliche politische Dinge geschrieben werden, von denen die Hälfte sowieso nur Bahnhof versteht.