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Schach-WM 2013

Begonnen von Brilonius, Freitag, 15. November 2013 - 13:20:28

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Brilonius

Wenn der Arzt dem Patienten Sport empfiehlt, denkt er bestimmt nicht an Schach. Ich schreibe trotzdem unter der Rubrik Sport, weil Schach merkwürdigerweise offiziell als eine Sportart gilt, obwohl die meisten Menschen denken, Sport ist nur, wenn man sich anschließend duschen muß.

Aber auch Schachturniere sind harte Arbeit und äußerst anstrengend, und die anschließende Dusche ist bestimmt vonnöten.

Und so eine Art Turnier wird seit dem 09. November gespielt, und zwar geht es um die Schach-WM 2013, leider etwas stiefmütterlich in den Medien behandelt.

Es stehen (besser: sitzen) sich in Madras (Indien) der amtierende indische Weltmeister Viswanathan Anand und sein Herausforderer Magnus Carlsen, ein Norweger, gegenüber.

Anand, der Tiger von Madras, 43 Jahre alt, ist seit 2007 Weltmeister und gewann etliche schwere Turniere. Carlsen, 22 Jahre, ist Schachgroßmeister und aktuelle Nummer 1 der FIDE-Weltrangliste.

Der Austragungsmodus sieht max. 12 Partien in normaler Bedenkzeit vor, nämlich für die ersten 40 Züge 120 Minuten, für die folgenden 20 Züge 60 Minuten, danach 15 Minuten für den Rest der Partie nebst 30 Sekunden Zeitgutschrift pro Zug.  Für jede gewonnene Partie gibt es für den Sieger 1 Punkt, bei Remis für beide ½ Punkte. Weltmeister ist derjenige, der zuerst 6,5 Punkte erreicht. Bei Gleichstand (6 : 6) gibt es Tie-Break- und Blitzpartien mit erheblich verkürzter Bedenkzeit, eventuell zu einer allerletzten Sudden-Death-Partie.

Es geht um 2,55 Mio. $, 100.000 $ bekommt Carlsen sofort, da er in Anands Heimat spielt, der Rest wird im Verhältnis 60 : 40 (Gewinner – Verlierer) aufgeteilt.
   
Pro Woche werden ca. 5 Partien ausgetragen, bisher 4 Partien, die nächste findet heute statt. Alle Partien gingen bisher remis aus, es steht also 2 : 2. Sie waren nicht so prickelnd, mehr ein Abtasten, jeweils eine frühe Einigung auf remis. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

ToRü | ToРуз

Zitat von: Brilonius in Freitag, 15. November 2013 - 13:20:28
...
Alle Partien gingen bisher remis aus, es steht also 2 : 2. Sie waren nicht so prickelnd, mehr ein Abtasten, jeweils eine frühe Einigung auf remis. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Und das ist sicher ein Grund, warum Schach in den Medien so wenig Resonanz findet. Zuschauen ist halt nicht soooo toll beim Schach. Und es ist natürlich kein Massensport.
Ich finde Schach jedoch durchaus spannend, wenn man es selber spielt.
Bin nicht gut darin (es fehlt schlich an der Übung und der Zeit dafür), aber spiele es dann und wann schon gerne.
Respektiere jede Meinung. Gefallen muss sie mir ja nicht. Und das sag ich dann auch.
Toleranz und Moral ist immer die Toleranz und Moral der anderen.

ThK

Zu Schach fallen mir bis heute Namen ein, wie: Karpov, Spasky (oder so), Bobby Fischer, Kasparov.

Früher liefen Schachspiele live im Dritten (N3), damals noch in schwarz/weiß.

NF

Zitat von: ThK in Freitag, 15. November 2013 - 16:04:33
Früher liefen Schachspiele live im Dritten (N3), damals noch in schwarz/weiß.

...reicht von der Farbgebung her ja auch dicke aus  ;)
EINFACH MAL MACHEN.
KÖNNTE JA GUT WERDEN.

Moni84

Zitat von: ThK in Freitag, 15. November 2013 - 16:04:33
Zu Schach fallen mir bis heute Namen ein, wie: Karpov, Spasky (oder so), Bobby Fischer, Kasparov.

Früher liefen Schachspiele live im Dritten (N3), damals noch in schwarz/weiß.

Da gab's doch auch immer den Fernsehschachunterricht mit dem Großmeister Helmut Pfleger und dieser komischen Puppe, oder?

breughel

Zitat von: Moni84 in Freitag, 15. November 2013 - 20:57:21
Zitat von: ThK in Freitag, 15. November 2013 - 16:04:33
Zu Schach fallen mir bis heute Namen ein, wie: Karpov, Spasky (oder so), Bobby Fischer, Kasparov.

Früher liefen Schachspiele live im Dritten (N3), damals noch in schwarz/weiß.

Da gab's doch auch immer den Fernsehschachunterricht mit dem Großmeister Helmut Pfleger und dieser komischen Puppe, oder?
das war immer wunderbar betulich - und die Schachweltmeisterschaften waren natürlich auch ein Kampf der Systeme - Bobby Fischer gegen Karpov - das USA vs UdSSR - wer ist klüger.

NF



...sieht gerade nicht gut aus (2:4) - für den Titelverteidiger...
EINFACH MAL MACHEN.
KÖNNTE JA GUT WERDEN.

Brilonius

Anand verlor wiederum im Endspiel. 2/3 aller Weltklasse-Partien enden hier, und im Endspiel ist Carlsen Extra-Klasse. Er müßte meiner Meinung nach seine Strategie ändern und scharfe Stellungen (;D) provozieren.

ToRü | ToРуз

Zitat von: Brilonius in Sonntag, 17. November 2013 - 17:37:55
Anand verlor wiederum im Endspiel. 2/3 aller Weltklasse-Partien enden hier, und im Endspiel ist Carlsen Extra-Klasse. Er müßte meiner Meinung nach seine Strategie ändern und scharfe Stellungen (;D) provozieren.

Schachscherz, wa...?
Respektiere jede Meinung. Gefallen muss sie mir ja nicht. Und das sag ich dann auch.
Toleranz und Moral ist immer die Toleranz und Moral der anderen.

Brilonius

6, 5 : 3,5. Da konnte Anand dem neuen Weltmeister Magnus Carlsen nur die Hand schütteln. Popstar Carlsen löste in der Wintersportnation Norwegen einen Schach-Hype aus.
Ein Weltmeister mal anders: Sympathisch cool, lässig, nicht verbiestert. Ein frischer Wind aus Norwegen entstaubt die arrivierte Schachwelt – er könnte zur Leitfigur werden.

NF

Zitat von: Brilonius in Freitag, 22. November 2013 - 21:26:07
6, 5 : 3,5. Da konnte Anand dem neuen Weltmeister Magnus Carlsen nur die Hand schütteln. Popstar Carlsen löste in der Wintersportnation Norwegen einen Schach-Hype aus.
Ein Weltmeister mal anders: Sympathisch cool, lässig, nicht verbiestert. Ein frischer Wind aus Norwegen entstaubt die arrivierte Schachwelt – er könnte zur Leitfigur werden.

GRATULATION - glatter Durchmarsch. Und das Beste: beim Spiel der Könige kann keiner behauten der andere hat Glück gehabt. Man siegt zwar (oft) aufgrund der Fehler des Gegners - aber auf dem Niveau sind das wahrlich nicht viele...
EINFACH MAL MACHEN.
KÖNNTE JA GUT WERDEN.