Erhaltung Steinburgs???????

Begonnen von Jens Rusch, Sonntag, 17. Dezember 2006 - 18:02:28

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Jens Rusch

Sonntag, 17. Dezember 2006, 14:15 Uhr

Erfolgreiche Vereinsgründung

Am Samstag ist im Heider Stadttheater der ,,Verein der Freunde und Förderer des Kreises Dithmarschen" (Kurzform: Wir sind Dithmarschen e.V.) gegründet worden. Die Rund 50 Gründungsmitglieder wählten Oliver Kumbartzky zum Vereinsvorsitzenden. Als sein Stellvertreter steht ihm Kai Tange zu Seite. Das Amt des Kassenwartes bekleidet Rolf Eis, Schriftführer ist Michael Behrendt. Zu Beisitzern wurden Ute Dethlefs, Jens Rusch, Volker Schuster, Ulf Stecher und Angelika Hansen-Siebels sowie zu Kassenprüfern Willi Ruge und Volker Buttgereit gewählt. Alle Wahlen verliefen einstimmig.

Zweck des Vereins ist laut Satzung die ,,Förderung und Koordinierung aller Bemühungen zur Erhaltung des Kreises Dithmarschen als eigenständige Gebietskörperschaft".

Der Jahresbeitrag für natürliche Mitglieder beträgt 5 Euro, für korporative Mitglieder (Städte, Gemeinden, Firmen etc.) 50 Euro.

Wieso wird man in Steinburg nicht ähnlich aktiv?

Mehr Anregungen: http://www.wir-sind-dithmarschen.de


Peter



Irgendwas passen hier Schlagworte bzw. Forderungen irgendwie nicht zusammen.
Eingangs heißt es ("Worum geht's"), es gehe um eine

Volksinitiative gegen die Zusammenlegung von Kreisen ohne deren Zustimmung

... die Seite nennt sich dann schon

Wir sind Dithmarschen.de

und über der Petition heißt es dann

Wir fordern: Dithmarschen muss eigenständig bleiben!

Da frage ich mich

Was denn nun?


Jens Rusch

Es geht hierum, und das betrifft Steinburg genau so , wie Dithmarschen:

Volksinitiative gegen die Zusammenlegung von Kreisen ohne deren Zustimmung

Bisher ist es möglich, dass der Landtag ohne Zustimmung der Kreise einfach Kreisgrenzen ändern darf. Gerade die Art und Weise, wie die schwarz-rote Landesregierung ihre Pläne einer Kreisgebietsreform durchsetzen will, zeigt: dies hat wenig mit Demokratie zu tun. Ein Mitspracherecht ist nicht vorgesehen - und ernsthafte Fragen, sei es aus der kommunalen Familie oder der Bevölkerung, werden nicht für voll genommen geschweige denn beantwortet.

Wir haben deshalb am 4. November 2006 die ,,Volksinitiative gegen die Zusammenlegung von Kreisen ohne deren Zustimmung" gestartet. Ziel ist es, den Kreisen ein echtes Mitspracherecht zu geben.

Mit seiner Unterschrift fordert jeder Unterzeichner den Landtag auf, zu beschließen, dass die Kreisordnung folgenden Satz enthalten soll:

,,Gebietsänderungen sind nur zulässig, wenn die betroffenen Kreise einverstanden sind."

Friese

Mich hat auch niemand gefragt, ob Ost und Westdeutschland zusammen gelegt werden sollen! Meint denn jemand das ist in diesem Fall anders?  :lach

Desinfector

[OT]Wass'n mi'm Euro.
Ich wollte den auch nich'...[/OT]
gravity sux!

murxelhannes

Wir hatten hier schon einmal eine Volksabstimmung zur Rechtschreibreform.
Den Rest kennt wohl jeder.
Mitbestimmen darf man nur an der Wahlurne.

Thorsten.Plaster

Moin Moin,
irgendwie scheint es, als ob in Steinburg alle den Sand in den Kopf stecken :-) und alles hinnehmen, was von oben diktiert wird. Frei nach dem Motto: "Ich kann sowie nichts ändern".
Dithmarschen hat mit seiner Volksinitiative den Stein ins Rollen gebracht und für bundesweites Aufsehen gesorgt und einen großen Beitrag dazu geleistet, das diese Reform nicht einfach so beschlossen wird. Und die Mitbestimmung an der Wahlurne ist sowieso nur Makulatur... die hohen Herren ändern ihre Meinung sehr schnell, wenn sie erst einmal an der Macht sind... Aber jeder kann auch zwischen den Wahlen seinen Beitrag leisten und zeigen, das er nicht mit dem einverstanden ist, was dort oben beschlossen wird....
Viele Grüße
Thorsten

Peter

Zitat von: Thorsten.Plaster in Sonntag, 07. Januar 2007 - 22:08:06
Moin Moin,
irgendwie scheint es, als ob in Steinburg alle den Sand in den Kopf stecken :-) und alles hinnehmen, was von oben diktiert wird. Frei nach dem Motto: "Ich kann sowie nichts ändern".
Dithmarschen hat mit seiner Volksinitiative den Stein ins Rollen gebracht und für bundesweites Aufsehen gesorgt und einen großen Beitrag dazu geleistet, das diese Reform nicht einfach so beschlossen wird. Und die Mitbestimmung an der Wahlurne ist sowieso nur Makulatur... die hohen Herren ändern ihre Meinung sehr schnell, wenn sie erst einmal an der Macht sind... Aber jeder kann auch zwischen den Wahlen seinen Beitrag leisten und zeigen, das er nicht mit dem einverstanden ist, was dort oben beschlossen wird....
Viele Grüße
Thorsten

Irgendwie ist das eine doppelte Übertreibung ...

Erstens: Es steckt niemand den Kopf in den Sand - hier ist nur niemand voreilig! Es ist weder was entschieden, noch bestehen konkrete Pläne wer mit wem.
Wenn vereinte Kreise Sinn machen (zB Einsparungen) und keine Nachteile mit sich bringen, dann "warum nicht?". Ansonsten kann man immer noch initiativ werden.

Zweitens: Dass irgendwas in Dithmarschen - ausser der Kohlernte und dem AKW Bb (immerhin!) - bundesweit Beachtung gefunden hat, ist mir unbekannt.
In den überregionalen Nachrichten, die ich sehe oder lese, ist mir das möglicherweise entgangen. Vielleicht kannst Du Näheres ausführen.

Helmut

Zitat von: Peter in Dienstag, 09. Januar 2007 - 08:07:56
...

Dass irgendwas in Dithmarschen - ausser der Kohlernte und dem AKW Bb (immerhin!) - bundesweit Beachtung gefunden hat, ist mir unbekannt.
...

Naja, immerhin durfte bei Christiane Sabinsen ein Ex-SPDler aus Dithmarschen über die Auflösungserscheinungen seiner Partei berichten. Naja, der nächste EX-SPD Gast kommt dann vermutlich aus Wiesbaden ...

Jens Rusch

32.000 Protest-Unterschriften
an Landtagspräsident Martin
Kayenburg übergeben

Gemeinsam mit Timm Hollmann (CDU), Veronika Kolb (FDP) und Volker Schuster (UWD) hat Oliver Kumbartzky am Montag, 18. Dezember 2006, mehr als 32.000 Unterschriften zur Volksinitiative gegen die Zusammenlegung von Kreisen ohne deren Zustimmung an den schleswig-holsteinischen Landtagspräsidenten Martin Kayenburg übergeben. Die Unterschriften wurden in nur sechs Wochen zusammengetragen. Bereits nach drei Wochen waren die für die Zulassung einer Volksinitiative erforderlichen 20.000 Unterschriften gesammelt.

Kayenburg stellte in Aussicht, dass die Vertreter der Volksinitiative vor dem Petitionsausschuss noch einmal persönlich ihr Anliegen vortragen können. Sollte die Volksinitiative dort und bei der folgenden Beratung im Landtagsplenum abgelehnt werden, kann ein Volksbegehren beantragt werden.


Jens Rusch

Inzwischen sind es 33 000 Unterschriften - und wir sammeln weiter, denn für einen Volksentscheid würden 1oo 000 benötigt werden. Dann wäre es ganz prächtig, wenn die Steinburger auch langsam mal in die Hufe kämen.

Tina

#11
So ganz langsam scheinen die Steinburger jetzt ja auch aufzuwachen. Guckst du hier: KLICK...
Vielleicht kann man ja sogar bei den Steinburgern Lokalpatriotismus erzeugen. ;)
Schönen Abend noch
Tina

Tina

  :o *Upps* Ich wusste nicht, das der Link so lang ist, sorry

PunkRockSpawn

Mein Vater hat mir erzählt, dass bei der letzten Kreisreform um 1970 die Dithmarscher auch am meisten gejammert haben, als Nord- und Süddithmarschen zusammen gelegt wurden.

Meine Meinung musste ich letztens in einem Referat wiedergeben. Ich denke, wenn es wirklich Einsparungen für das Land bringt, sollte es durchgeführt werden. Dies muss aber unbedingt vorher durch unabhängige Gutachter geprüft werden.

Thorsten.Plaster

#14
So unabhängig sind die Gutachter allerdings nicht.
Die von der Regierung vorgeschlagenen Gutachter haben auch schon das Gutachten für die Fusionen in Meck-Pom gemacht welches ausgesagt hat, das hohe Summen gespart werden können und somit zu den Fusionen dort geführt hat.
Im Nachhinein hat der Rechnungshof allerdings festgestellt, das das Gutachten nicht brauchbar ist. Die Notwendigkeit von Großkreisen werde als gegeben vorausgesetzt, und die Fusionen dann schöngerechnet. Ich denke nicht, das sich die Herren die Mühe machen werden, Alternativlösungen durchzurechnen.

Informationen hierzu:
Artikel: DLZ - Streit um Gutachter absehbar