CDU/CSU/FDP Regierung in Deutschland

Begonnen von Bernd, Montag, 26. Oktober 2009 - 08:21:34

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ToRü | ToРуз

Zitat von: Bernd in Montag, 03. Januar 2011 - 10:42:55
P.S.  Auch der Sarrazin-Auftritt am FDP-Drei-Königs-Tag (ich finde diese Bezeichnung sehr treffend!) ist nicht unbestritten in der FDP.

Das ist in Parteien nix ungewöhnliches. Selten ist man in einer demokratischen Partei zu 100% einer Meinung.
Jeder hat das Recht auf seine Meinung.
Respektiere jede Meinung. Gefallen muss sie mir ja nicht. Und das sag ich dann auch.
Toleranz und Moral ist immer die Toleranz und Moral der anderen.

Bernd

Zitat von: breughel in Montag, 03. Januar 2011 - 10:48:40
Die heiligen drei Könige waren Ausländer und konnten keinen qualifizierten Berufsabschluss nachweisen. Sie konnten sich lediglich auf adlige Abstammung berufen - auch dafür gab es keine stichhaltigen Dokumente.
Da sie aber anscheinend Geschenke mitbrachten, konnten sie toleriert werden.
Was die Parteien angeht: Politiker sind problemlos austauschbar - das unterscheidet sie von gut ausgebildeten Fachkräften.

Insofern - Schnurz wer kommt und geht.
Das zitierte Blaue ist nicht von Hand zu weisen. Das Kastanienrote ist ein Diskussionsanlass!

O.T.:
Auch für die Nur-Leser könnte dieser Anlass Grund für einen überraschenden Beitrag bieten  >:D , nicht wahr, breughel!

ae8090

Zitat von: breughel in Montag, 03. Januar 2011 - 10:48:40
Die heiligen drei Könige waren Ausländer und konnten keinen qualifizierten Berufsabschluss nachweisen. Sie konnten sich lediglich auf adlige Abstammung berufen - auch dafür gab es keine stichhaltigen Dokumente.
Da sie aber anscheinend Geschenke mitbrachten, konnten sie toleriert werden.
Was die Parteien angeht: Politiker sind problemlos austauschbar - das unterscheidet sie von gut ausgebildeten Fachkräften.
Insofern - Schnurz wer kommt und geht.

Dass es Könige gewesen sein sollen, behauptet auch einzig die römische Glaubensgemeinschaft. In meinem NT-Graece steht, wenn ich es recht entsinne (ich bitte um Nachsicht, dass ich es im Kontor nicht griffbereit habe)   μαγοι απο ανατολων = Magiere aus dem Osten

Magiere brauchen keinen Berufsabschluss. Die müssen lediglich ab und an was aus dem Hut zaubern. Insofern könnten Politiker durchgehen, die zaubern auch ständig was aus dem Hut: Hier 'ne Steuer, da 'ne Steuer.

ToRü | ToРуз

Zitat von: ae8090 in Montag, 03. Januar 2011 - 13:08:25
...Insofern könnten Politiker durchgehen, die zaubern auch ständig was aus dem Hut: Hier 'ne Steuer, da 'ne Steuer.

Na ja, das Geld wird ja auch für zauberhafte Projekte benötigt...  >:D
Respektiere jede Meinung. Gefallen muss sie mir ja nicht. Und das sag ich dann auch.
Toleranz und Moral ist immer die Toleranz und Moral der anderen.

breughel

Zitat von: ae8090 in Montag, 03. Januar 2011 - 13:08:25
Zitat von: breughel in Montag, 03. Januar 2011 - 10:48:40
Die heiligen drei Könige waren Ausländer und konnten keinen qualifizierten Berufsabschluss nachweisen. Sie konnten sich lediglich auf adlige Abstammung berufen - auch dafür gab es keine stichhaltigen Dokumente.
Da sie aber anscheinend Geschenke mitbrachten, konnten sie toleriert werden.
Was die Parteien angeht: Politiker sind problemlos austauschbar - das unterscheidet sie von gut ausgebildeten Fachkräften.
Insofern - Schnurz wer kommt und geht.

Dass es Könige gewesen sein sollen, behauptet auch einzig die römische Glaubensgemeinschaft. In meinem NT-Graece steht, wenn ich es recht entsinne (ich bitte um Nachsicht, dass ich es im Kontor nicht griffbereit habe)   μαγοι απο ανατολων = Magiere aus dem Osten

Magiere brauchen keinen Berufsabschluss. Die müssen lediglich ab und an was aus dem Hut zaubern. Insofern könnten Politiker durchgehen, die zaubern auch ständig was aus dem Hut: Hier 'ne Steuer, da 'ne Steuer.
Vielen Dank für diesen zauberhaften Beitrag - es handelte sich also um fragwürdige Existenzen, die anscheinend auch staatenlos waren.

Bernd

Zitat von: ae8090 in Montag, 03. Januar 2011 - 13:08:25
...
Magiere brauchen keinen Berufsabschluss. Die müssen lediglich ab und an was aus dem Hut zaubern. Insofern könnten Politiker durchgehen, die zaubern auch ständig was aus dem Hut: Hier 'ne Steuer, da 'ne Steuer.
Außerdem kreieren sie schöne Begriffe mit überraschenden Bedeutungen, wie z.B.:

Steuersenkung   (Aber ohne Hinweise für wen und was!)
Leistungsträger   (Leute, die viel Geld verdienen und denen dieses auch weiterhin möglich sein muss, notfalls mit Subventionen)
netto, brutto   (was das heißt, habe ich in der Schule verstanden, bei der FDP nicht)
Fortschritte   (Schritte fort von der sozialen Gerechtigkeit)
Brückentechnologie   (wie man es schafft, einer Kapital-Lobby die Brücke zu noch mehr Profit zu bauen)

Frau Merkel hat in ihrer Neujahrsansprache an das deutsche Volk im Fernsehen nicht nur Kleinigkeiten aus dem Hut gezaubert, da waren riesige Schätze verborgen, die sie den Bürgern wohlwollend auf großer Bühne präsentierte. Jetzt muss das Publikum die Vortragskunst nur noch glauben und alles ist gut.

ToRü | ToРуз

Heute in der FTD:

Horst von Buttlar - Jetzt lasst Schwarz-Gelb doch mal regieren


Zitat:
"Die Kritik an der FDP klingt inzwischen meist wie eine Hänselei auf dem Schulhof. "Brillenschlange, Brillenschlange!", rufen da die Gören, oder: "Fettsack, Fettsack!".
Wer die FDP ärgern will, ruft: "Hotelsteuer, Hotelsteuer!", und das war's dann auch oft schon mit der Substanz. Überhaupt ist die FDP eine Partei, die viel und gern gehänselt wird: "Besserverdiener, Besserverdiener!" war die Stichelei, die das liberale Kind jahrelang auf dem politischen Pausenhof ertragen musste - und das erklärt vermutlich schon den Kern des Problems, das die FDP derzeit hat: Sie ähnelt einfach demjenigen in der Schule, der immer unbeliebt war. "

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breughel

Ja, da ist was dran. Es mangelt auch an anderen Watschenmännern -Die Linke ist fast völlig unsichtbar geworden und vorwiegend mit sich beschäftigt, die GRÜNEN sind nun Lieblinge der reifen Generation, die Jugend ist irgendwie abhanden gekommen, CDU/CSU und SPD - farblos.
Die FDP ist mit großem Anspruch gestartet und nun in den Tiefen der Realität gestrandet - Rösler farbloser Primaner ohne Ausstrahlung und erkannbares Programm mit Ausnahme von Beitragserhöhungen, Niebel als grausame Witzfigur - ein echter Quotendämpfer, Guido eigentlich ganz engagiert aber leider etwas schnell mit dummen Sprüchen (die Spätrömer), Brüderle wirkt irgendwie wie ein eher privatisierender Spätwinzer und überzeugt gar nicht. Unsere Justizministerin auch blass und irgendwie schon aus alten Tagen bekannt.
Da ist kein Glanz, keine klare Programmatik und es fehlt der liberale Hintergrund.
Da muß man dann herhalten für derbe Sprüche.

Bernd

#173
Zitat von: groundstar in Mittwoch, 05. Januar 2011 - 12:28:11
...
Sie (die FDP, Anmerkung des unteren Schreibers) ähnelt einfach demjenigen in der Schule, der immer unbeliebt war. "
Diese Schüler/innen hatten etwas, was alle anderen ablehnten. Diese Schüler/innen wurden in den Schulalltag intergriert, wenn die Schule, die Lehrkräfte und die Mitschüler gut waren.
Bei einer politischen Partei ist dieses nicht notwendig! Wer Fehler macht, wird als Letzter gewählt, manchmal überhaupt nicht!
In der Politik ist dieses auch richtig so!

Slartibartfass

FDP vertagt den Königsmord
"Nach vorne schauen, das hatte er sich vorgenommen. Bilanz ziehen, die Erfolge der schwarz-gelben Koalition herausstreichen..."

Lassen wir uns überraschen.  8)
Es wird nie so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.

Albrecht

,,Wir stehen vor einem Scherbenhaufen nicht nur unserer Politikvermittlung, sondern unserer Politik schlechthin", ist die Feststellung von Wolfgang Kubicki zur FDP!
welt.de

Albrecht

"Wütende Anrufe, ein angeschlagener Bildungsminister Klug, Kleinkrieg über Pressemitteilungen - der Koalitionsfrieden in Kiel ist gestört."
shz.de

Bernd

Unser Außenminister G. Westerwelle bot sich als Heimreisebegleiter für zwei im Iran verurteilte Journalisten an, weil er gerade an der Ecke zu tun hatte. Hätten sie es allein nicht geschafft oder hat es vielleicht etwas mit Profilierung oder der Wahl in Hamburg zu tun?

Zumindest eine kurze Überlegung ist es wert.

Ich bin auf die Ergebnisse der ersten von sieben wichtigen Wahlen in Deutschland gespannt.

ToRü | ToРуз

Kein Blut für Öl

Zitat:

"Man darf gespannt sein, wie es weitergeht. Noch ein paar Tage mehr und die Kanzlerin zündet Lichterketten im Kanzleramt an, und der Verteidigungsminister steht bei einer Mahnwache von "Christen für den Frieden" im Bendler-Block. Dann werden auch die glühendsten Anhänger des linken Lagers erkennen, dass die wahren Erben von Rot-Grün heute wieder vorne auf den Regierungsbänken sitzen."
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Slartibartfass

Es wird nie so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.