Störschipperfest abgesagt

Begonnen von ToRü | ToРуз, Mittwoch, 22. Februar 2012 - 23:19:46

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Michael Hein

Werbung kostet Geld, egal ob für eine Firma oder ein Stadt. Liquide Mittel sind begrenzt, egal ob in einer Firma oder einer Stadt oder ... einem Stadtmarkting. Wenn eine Veranstaltung eine größere Rote unter dem Strich aufweißt, muß diese mit den vorhandenen Mitteln gedeckelt werden. D.h. das verwendete Geld fehlt dann an anderer Stelle und evtl. müssen andere Projekte darunter leiden. Das immer wieder gern angebrachte Thema "Sponsoring" stößt bei den Firmen auf selbige Grenzen. Und wer glaubt im Ernst daran, dass Aldi, Lidl & Co eine solche Veranstaltung sponsern würden? Oder gar Amazon & Co, bei denen auch der eine oder andere Euro der Itzehoer landet? Und wer glaubt im Ernst daran, dass die Itzehoer Wirtschaft (Gewerbetreibende aller Coleur) mit dem dicken Portemonaies nur darauf wartet, als Sponsor bei jeder Veranstaltung auftreten zu können? Bei der Wirtschaftslage in unserer Stadt?
Ob es die richtige Entscheidung ist, ein doch inzwischen etabliertes Fest wie das Störschipper Fest ausfallen zu lassen, und dafür lieber mal etwas ganz neues anzuschieben, wie z.B. die "Kriminale", wage ich zu bezweifeln. Gerade auch in Zusammenhang mit dem zur Zeit in aller Munde liegendem Identifikationsobjekt "Stör". Und: Neukundenakquise ist die teuerste und aufwendigste Werbung überhaupt, das läßt sich auch auf das Thema "Veranstaltungen" übertragen. Persönlich halte ich es für efektiver, ein klares Profil für die Stadt Itzehoe heraus zu arbeiten (alles rund um die Stör) und vorhandene Veranstaltungen weiter in diesem Sinne zu führen, dabei jedoch konzeptionell ständig zu überprüfen und zu verändern (und zwar mit Sicht auf Qualität! Stichwort wäre da für mich der Kindertag).

ToRü | ToРуз

#61
Zitat von: Rechenknecht in Dienstag, 28. Februar 2012 - 11:39:41
Zitat von: Sanni in Montag, 27. Februar 2012 - 20:23:06
Zitat von: brausepaulchen in Montag, 27. Februar 2012 - 19:50:26
Gesponsert ist doch prima!
und vor allem - nicht die Personalkosten, um das alles zu organisieren, abzuwickeln, die Fahrten der Gäste zu koordinieren... und so weiter und so fort  Das heißt - die Organisation eines solchen Festes ist neben dem "Tagesgeschäft" nicht zu bewältigen?

So isses. Frau Keune-Sekula hat im Wirtschaftsausschuss (November 2011 - nachzulesen auf www.itzehoe.de) dargestellt, dass die Veranstaltungsorganisation viel mehr Aufwand erfordert, als in der Planung des Stadtmanagements vorgesehen ist. Sie hat dafür den Begriff "Hamsterrad" verwendet: das Stadtmanagement hat versucht, mangelndes Interesse bei den Beschickern und mangelndes Sponsoring durch erhöhten Personaleinsatz zu kompensieren - am Ende erfordert das mehr Mittel, als eingebracht werden können, bzw. verhindert andere Aktivitäten des Stadtmanagements.

So etwas festzustellen und laut auszusprechen erfordert einigen Mut; man sollte sich hüten, den Boten für die Botschaft zu tadeln. Das Stadtmanagement muss auf diese Situation angemessen und mit den zur Verfügung stehenden Mitteln reagieren. "Weniger Veranstaltungen" darf da kein Tabu sein. "Mehr Geld" ist ja wohl eher Illusion.

Und, natürlich, 25 begeisterte und kostenlose Ehrenamtler zur Unterstützung würden sicher helfen - Kloleitungen verlegen kann doch eigentlich jeder.

Und da ist es, das eigentliche Problem: Dem Stadtmanagement sind die ehrenamtlichen Kräfte weggebrochen und das hat auch seinen Grund.
Bis 2010 waren die Veranstaltungen kaum ein Problem; zudem darf man in der Itzehoer Woche keine differenzierte Betrachtung machen, sondern man muss den Deckungsbeitrag am Ende der Woche sich ansehen - und der war imme gut. Ich habe die Zahlen ja neulich hier gepostet.

Das Problem sind die stark angestiegenen Personalkosten der vegangenen Jahre. Das entstand auch aus der weggebrochenen ehrenamtlichen Arbeit, die kompensiert werden musste. Die Personalkosten stiegen seit 2008 um ca. 25%, die Verwaltungskosten sind seit 2007 stabil.

Flohmarkt und Weinfest sind die Geldbringer, Kindertag und Störschipperfest schreiben Verluste; das ist beim Kindertag aber auch so geplant.
Seit 2008 konnte der Deckungsbeitrag der Itzehoer Woche um 30% bis um knapp 50% gesteigert werden. Also kein Grund, das Störschipperfest aus finanziellen Gründen abzusagen...

Man darf nicht vergessen, dass die Stadtmanagement GmbH kein profitorientiertes Unternehmen sein soll, sondern eher ein gemeinnütziges.

Zwischen 2008 und 2010 einschließlich hat die SMGmbH Gewinn gemacht, seit 2011 macht sie  wieder Verlust.



Respektiere jede Meinung. Gefallen muss sie mir ja nicht. Und das sag ich dann auch.
Toleranz und Moral ist immer die Toleranz und Moral der anderen.

Katja

Zitat von: groundstar in Dienstag, 28. Februar 2012 - 12:18:46
Man darf nicht vergessen, dass die Stadtmanagement GmbH kein profitorientiertes Unternehmen sein soll, sondern eher ein gemeinnütziges.

Dann ist es eindeutig die falsche Unternehmensform!!


Capitano

Ich meine es spielt auch eine Rolle, dass der vorherige "Organisator" Herr Lützen nicht mehr zur Verfügung steht. Störschipperfest 2010 - noch von Herrn Lützen geprägt -  in Verbindung mit dem Aussetzen der jungen Störe - war in meiner Erinnerung eine echtes Highlight. Störschipperfest 2011 - ohne Herrn Lützen - war ein müder Abklatsch ohne Herz.

Paul Schrader

Warum steht Herr Lützen eigentlich nicht mehr zur Verfügung? Und warum gibt es keine Ehrenamtler mehr für die Veranstaltungen?

Rizzi

Zitat von: Paul Schrader in Dienstag, 28. Februar 2012 - 15:10:47
Warum steht Herr Lützen eigentlich nicht mehr zur Verfügung? Und warum gibt es keine Ehrenamtler mehr für die Veranstaltungen?

Wurde denn welche gesucht ?
Ich zumindest wurde nicht gefragt und habe auch keinen Aufruf gesehen.

Capitano

Zitat von: Paul Schrader in Dienstag, 28. Februar 2012 - 15:10:47
Warum steht Herr Lützen eigentlich nicht mehr zur Verfügung? ....

Das sollte man hier nicht breittreten, war wohl eine persönliche Entscheidung.

Rizzi: Wärst Du denn da eingestiegen?

ToRü | ToРуз

Zitat von: Capitano in Dienstag, 28. Februar 2012 - 16:02:25
Zitat von: Paul Schrader in Dienstag, 28. Februar 2012 - 15:10:47
Warum steht Herr Lützen eigentlich nicht mehr zur Verfügung? ....

Das sollte man hier nicht breittreten, war wohl eine persönliche Entscheidung.

Rizzi: Wärst Du denn da eingestiegen?

Auch. Aber hier ist der falsche Platz, das zu diskutieren...
Respektiere jede Meinung. Gefallen muss sie mir ja nicht. Und das sag ich dann auch.
Toleranz und Moral ist immer die Toleranz und Moral der anderen.

rizzo

Je mehr man hier so liest könnte man denken, dass es eigentlich überhaupt kein Problem wäre, das Störschipperfest auch ohne Drachenboot und Blaulichtkids durchzuführen.

OT:
Als jemand, der sich in den (Un-) Tiefen der Itzehoer Netzwerke nicht auskennt finde ich es spannend zu beobachten, wie in diesem Forum häufig eine sehr emotionale Diskussion entbrennt, sobald bei einem Thema ein Zusammenhang zum Stadtmanagement hergestellt wird.
Vielleicht wäre es ja mal eine gute Idee, wenn Frau Keune-Sekula öffentliche Veranstaltungen durchführt, in denen Konzepte und Projekte mit interessierten Bürgern und Betroffenen diskutiert und verbessert werden können.
Im Forum gibt es offenbar viele, die Fragen und Ideen haben, die in den Bereich Stadtmanagement gehören. Bei solchen Veranstaltungen hätte Frau Keune-Sekula dann auch die Möglichkeit, Missverständnisse auszuräumen und direkt auf Beschuldigungen zu reagieren.

ToRü | ToРуз

#69
Solch ein öffentliches Forum gab und gibt es wieder: Das Forum von "Wir für Itzehoe", wo in der Vergangenheit der / die Stadtmanager berichteten und solche Konzepte auch vorstellen konnten.

Und früher ging es auch ohne Drachenbootrennen; der Ablauf 2008 im Anhang als PDF zur Erinnerung

Und 2006 sah das so aus.
Respektiere jede Meinung. Gefallen muss sie mir ja nicht. Und das sag ich dann auch.
Toleranz und Moral ist immer die Toleranz und Moral der anderen.

breughel

Zitat von: rizzo in Dienstag, 28. Februar 2012 - 17:36:31
Je mehr man hier so liest könnte man denken, dass es eigentlich überhaupt kein Problem wäre, das Störschipperfest auch ohne Drachenboot und Blaulichtkids durchzuführen.

OT:
Als jemand, der sich in den (Un-) Tiefen der Itzehoer Netzwerke nicht auskennt finde ich es spannend zu beobachten, wie in diesem Forum häufig eine sehr emotionale Diskussion entbrennt, sobald bei einem Thema ein Zusammenhang zum Stadtmanagement hergestellt wird.
Vielleicht wäre es ja mal eine gute Idee, wenn Frau Keune-Sekula öffentliche Veranstaltungen durchführt, in denen Konzepte und Projekte mit interessierten Bürgern und Betroffenen diskutiert und verbessert werden können.
Im Forum gibt es offenbar viele, die Fragen und Ideen haben, die in den Bereich Stadtmanagement gehören. Bei solchen Veranstaltungen hätte Frau Keune-Sekula dann auch die Möglichkeit, Missverständnisse auszuräumen und direkt auf Beschuldigungen zu reagieren.
Herr Roeder von der Stadt macht nun doch die sozialpädagogischen, alle können mitmachen - Workshops.

ToRü | ToРуз

Zitat von: breughel in Mittwoch, 29. Februar 2012 - 09:48:00
Zitat von: rizzo in Dienstag, 28. Februar 2012 - 17:36:31
Je mehr man hier so liest könnte man denken, dass es eigentlich überhaupt kein Problem wäre, das Störschipperfest auch ohne Drachenboot und Blaulichtkids durchzuführen.

OT:
Als jemand, der sich in den (Un-) Tiefen der Itzehoer Netzwerke nicht auskennt finde ich es spannend zu beobachten, wie in diesem Forum häufig eine sehr emotionale Diskussion entbrennt, sobald bei einem Thema ein Zusammenhang zum Stadtmanagement hergestellt wird.
Vielleicht wäre es ja mal eine gute Idee, wenn Frau Keune-Sekula öffentliche Veranstaltungen durchführt, in denen Konzepte und Projekte mit interessierten Bürgern und Betroffenen diskutiert und verbessert werden können.
Im Forum gibt es offenbar viele, die Fragen und Ideen haben, die in den Bereich Stadtmanagement gehören. Bei solchen Veranstaltungen hätte Frau Keune-Sekula dann auch die Möglichkeit, Missverständnisse auszuräumen und direkt auf Beschuldigungen zu reagieren.
Herr Roeder von der Stadt macht nun doch die sozialpädagogischen, alle können mitmachen - Workshops.

Und wenn du nicht mehr weiter weißt, dann machste halt nen Arbeitskreis...
Respektiere jede Meinung. Gefallen muss sie mir ja nicht. Und das sag ich dann auch.
Toleranz und Moral ist immer die Toleranz und Moral der anderen.

rizzo

Zitat von: groundstar in Mittwoch, 29. Februar 2012 - 13:54:48
Zitat von: breughel in Mittwoch, 29. Februar 2012 - 09:48:00
Zitat von: rizzo in Dienstag, 28. Februar 2012 - 17:36:31
Je mehr man hier so liest könnte man denken, dass es eigentlich überhaupt kein Problem wäre, das Störschipperfest auch ohne Drachenboot und Blaulichtkids durchzuführen.

OT:
Als jemand, der sich in den (Un-) Tiefen der Itzehoer Netzwerke nicht auskennt finde ich es spannend zu beobachten, wie in diesem Forum häufig eine sehr emotionale Diskussion entbrennt, sobald bei einem Thema ein Zusammenhang zum Stadtmanagement hergestellt wird.
Vielleicht wäre es ja mal eine gute Idee, wenn Frau Keune-Sekula öffentliche Veranstaltungen durchführt, in denen Konzepte und Projekte mit interessierten Bürgern und Betroffenen diskutiert und verbessert werden können.
Im Forum gibt es offenbar viele, die Fragen und Ideen haben, die in den Bereich Stadtmanagement gehören. Bei solchen Veranstaltungen hätte Frau Keune-Sekula dann auch die Möglichkeit, Missverständnisse auszuräumen und direkt auf Beschuldigungen zu reagieren.
Herr Roeder von der Stadt macht nun doch die sozialpädagogischen, alle können mitmachen - Workshops.

Und wenn du nicht mehr weiter weißt, dann machste halt nen Arbeitskreis...


Hmmm, warum wird dann eigentlich so gegen das Stadtmanagement gepöbelt? Für das nächste mal würde ich mir dann wünschen, dass alle, die jetzt im Nachhinein alles besser wissen und so supertoll-einfache Vorschläge haben, sich dann direkt im Vorfeld äußern, wenn Bürgerbeteiligung möglich ist.
Das ist, als ob man mit den Händen in den Hosentaschen jemanden beim Arbeiten zusieht und erst wenn was kaputt geht sagt "Das hätte ich Dir auch gleich sagen können, das das nicht geht." :P

Manchen Leuten scheint man es nie recht machen zu können.

Und jetzt kommt bestimmt gleich wieder: "Die kriegen ja Steuergelder dafür, dass sie die Arbeit machen und nicht die Bürger..."

breughel

Pöbelei kann ich nicht feststellen. Kritik schon.
Das Störschippertreffen war schon früher recht lustlos betrieben worden.
Es gab wohl Fördermittel - das Rahmenprogramm war in meinen Augen lausig und eher als Rummel zu bezeichnen.
Itzehoe hat nicht nur die Störschleife zugeschüttet sondern generell die Stör und den Bezug dazu nicht genutzt.
Störewer an Land bis er vergammelt war und dann nach Hamburg kam.
Alsengelände planlos zerstückelt.
Hafen nicht entwickelt.
Und nun wird am Westerhof geplant und phantasiert - typisch nachdem ein Privatinvestor endlich das vergammelnde Gebäudeensemble wieder revitalisiert, wird er in die Mangel genommen.
Wer heute viele alte Schiffe sehen will, fährt nach Övelgönne in Altona.
Und das Interesse an historischen Schiffen hielt sich sowieso in Grenzen in Itzehoe.
Der Begriff Stadtmanagment ist ja ein Euphemismus. Der Begriff - Organisationsbüro für Innenstadtbelebung - trifft wohl eher.
Insofern - erwarten wir nicht zuviel vom Stadtmanagement, dann werden wir auch nicht enttäuscht.


Rechenknecht

Zitat von: Katja in Dienstag, 28. Februar 2012 - 13:22:24
Zitat von: groundstar in Dienstag, 28. Februar 2012 - 12:18:46
Man darf nicht vergessen, dass die Stadtmanagement GmbH kein profitorientiertes Unternehmen sein soll, sondern eher ein gemeinnütziges.

Dann ist es eindeutig die falsche Unternehmensform!!

Was wäre besser? Die Haftungsbegrenzung ist schon mal in Ordnung und notwendig wg. genügend unkalkulierbarer Risiken. Gemeinnützig geht auch nicht. Die beiden Gesellschafter (Stadt & Wir für Itzehoe e.V.) sind doch auch ganz vernünftig gewählt. Übermässige Gewinne sind auch kein Problem ;-) Also, warum dann keine GmbH?