Autor Thema: PC im TV  (Gelesen 628 mal)

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Offline wutz

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PC im TV
« am: Dienstag, 28. Mai 2013 - 19:00:30 »
In Frontal 21 im ZDF:
Alles andere als cool.
Die Methoden von Apple
Ich habe noch kein Foto gemacht, das mir wirklich gefällt, deshalb fotografiere
ich morgen wieder.
www.muellertischer.de

Paul Schrader

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Re: PC im TV
« Antwort #1 am: Dienstag, 28. Mai 2013 - 19:35:10 »
Heute um 21 Uhr! ;)

Offline wutz

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Re: PC im TV
« Antwort #2 am: Dienstag, 28. Mai 2013 - 19:52:35 »
Heute um 21 Uhr! ;)
Die anderen 6 haben es nicht gemerkt.
Danke.
Ich habe noch kein Foto gemacht, das mir wirklich gefällt, deshalb fotografiere
ich morgen wieder.
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Offline eilandhegel

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Re: PC im TV
« Antwort #3 am: Mittwoch, 29. Mai 2013 - 08:04:18 »
Wie krank das ist.

Da wirft man Apple "systematische Steuervermeidung" vor und bei uns gibt es einen ganzen Berufsstand, die Steuerberater, der nur davon lebt, genau das für seine Kunden zu tun.

Und von Apple erwartet man, dass sie mehr Steuern zahlen als sie müssten...
"Everybody is a genius. But if you judge a fish by its ability to climb a tree, it will live its whole life believing that it is stupid."
A. Einstein

Offline ToRü | ToРуз

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Re: PC im TV
« Antwort #4 am: Mittwoch, 29. Mai 2013 - 09:33:56 »
Wie krank das ist.

Da wirft man Apple "systematische Steuervermeidung" vor und bei uns gibt es einen ganzen Berufsstand, die Steuerberater, der nur davon lebt, genau das für seine Kunden zu tun.

Und von Apple erwartet man, dass sie mehr Steuern zahlen als sie müssten...

Tja, es ist schon erstaunlich, wie systematisch das Thema "Steuer" durchs Land getrieben wird: Erst waren es die Steueroptimierer, die auf Steuer-CDs gefunden worden sein sollen, da hat man prominente Menschen unter Mißachtung des Steuergeheimnisses rausgepickt, dann wurden die bösen Steueroasen angeprangert (selbst die, die per Abgeltungssteuer Steuern nach Deutschland abführen) und nun sind es die Konzerne, die ihre legalen Möglichkeiten der Steueroptimierung nutzen. Da tauchen dann ganz andere, neue, Steueroasen auf, beispielsweise die Niederlande. Dazu dann der "mutige" Vorstoß der Grünen, die Steuererhöhungen vor der Wahl ankündigen, dabei aber die Leute für dumm verkaufen.

Fakt ist:
Anderen Ländern werden wir kaum unseren Willen aufzwingen; deren Recht ist deren Recht. Wir würden uns auch bedanken, wenn andere Länder unser Recht ändern wollten.
Die Schweiz wurde gebrandmarkt, ebenso Luxemburg und Liechtenstein sowie Österreich. Aber eine der größten Steueroasen der Welt, Delaware, ist kaum im Gespräch. Da kann man noch anonyme Firmen per Internet gründen, die dort so gut wie keine Steuern zahlen. Jeder amerikanische Konzern und die meisten europäischen Konzerntöchter in den USA haben dort einen Briefkasten. Dort liegt 20x mehr Schwarzgeld wie in der Schweiz. Nevada ist da auch gut für. Warum haben die Master of Tax-Justice die Steueroasen in ihrem eigenem Land noch nicht geschlossen? Aber die Schweiz erpressen. Ebenso die EU-Oasen, die Kanalinseln z.B.

Übrigens sind auch wir für Bürger anderer Länder eine Steueroase. Und automatische Datenaustausch mit diesen Ländern? Fehlanzeige! Wir fordern von anderen, außereuropäischen Ländern etwas, was wir selber nicht leisten. Die USA tun einen Teufel um einen Datenaustausch mit Delaware zu ermöglichen.

Also: Alles eine schöne Show.

Jeder kann Recht nutzen und hat auch das Recht dazu. Wenn Politik das nicht will, dann muss sie es ändern. Aber diese Hetzjagd ist wirklich lächerlich.

Zitat:
"Niemand ist verpflichtet, sein Vermögen so zu verwalten oder seine Ertragsquellen so zu bewirtschaften, daß dem Staat darauf hohe Steuern zufließen."
Preußisches Oberverwaltungsgericht 1906
« Letzte Änderung: Mittwoch, 29. Mai 2013 - 09:44:05 von ToRü »
Respektiere jede Meinung. Gefallen muss sie mir ja nicht. Und das sag ich dann auch.
Toleranz ist immer die Toleranz der anderen.
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Offline eilandhegel

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Re: PC im TV
« Antwort #5 am: Mittwoch, 29. Mai 2013 - 10:25:39 »
Ich denke die meisten Menschen sind da auch hauptsächlich neidisch, dass die grossen Konzerne mit ihren vielen Fachanwälten die Steuerschlupflöcher finden.

Selber nutzen würden wir das doch sofort.
Wenn mir einer einen legalen Weg zeigt, bsw. eine Briefkastenfirma in Irland zu gründen, die dann mein offizieller Arbeitgeber ist und als Leiharbeitsfirma fungiert und über die dann steuerfrei mein Gehalt läuft - ich würde nicht rumheulen und sagen, ich möchte aber gerne Lohnsteuer und Sozialabgaben zahlen.

Das wäre eigentlich eine Geschäftsidee: Den Markt der legalen Steuervermeidung oder Minimierung durch standartisierte Konzepte für die Masse der Arbeitnehmer öffnen...

Sozial ist das nicht, aber dann wenigstens gerecht.
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Offline Hein Blöd

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Re: PC im TV
« Antwort #6 am: Freitag, 31. Mai 2013 - 09:58:14 »
Sozial ist das nicht, aber dann wenigstens gerecht.

Fehlt da nicht ein Ironie-Tag?

Oder würdest Du wirklich so handeln wie Apple oder Volkswagen, deren Strategien neulich in der Dokumentation "Flucht in die Karibik" vorgestellt wurden?


Offline eilandhegel

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Re: PC im TV
« Antwort #7 am: Freitag, 31. Mai 2013 - 14:36:21 »
Ironie? Ja und irgendwie auch nein.

Klar möchte jeder so wenig wie möglich Steuern zählen. Manager sind sogar ihren Aktionären verantwortlich, dass sie kein Geld verschenken.

Aber wenn die Großen dass spielend auf Nähe Null reduzieren können und die Kleinen müssen zahlen ist das unfair. Dann sollten beide gleiche Möglichkeiten haben ihre Steuer zu "optimieren".


Mein Punkt ist:
Es nutzt nichts jetzt auf Apple und VW einzudreschen, für etwas, was viele von uns auch machen würden, wenn sie könnten. Unsere Steuerberater sind nur nicht so gut...

Steuern zählt man nicht freiwillig und das muss man auch nicht. Der Staat muss Steuerschlupflöcher schließen und wenn er das nicht tut und jemand nutzt sie legal aus, dann hat der Staat Schuld und niemand sonst.
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Offline ToRü | ToРуз

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Re: PC im TV
« Antwort #8 am: Freitag, 31. Mai 2013 - 15:12:47 »
Ironie? Ja und irgendwie auch nein.

Klar möchte jeder so wenig wie möglich Steuern zählen. Manager sind sogar ihren Aktionären verantwortlich, dass sie kein Geld verschenken.

Aber wenn die Großen dass spielend auf Nähe Null reduzieren können und die Kleinen müssen zahlen ist das unfair. Dann sollten beide gleiche Möglichkeiten haben ihre Steuer zu "optimieren".


Mein Punkt ist:
Es nutzt nichts jetzt auf Apple und VW einzudreschen, für etwas, was viele von uns auch machen würden, wenn sie könnten. Unsere Steuerberater sind nur nicht so gut...

Steuern zählt man nicht freiwillig und das muss man auch nicht. Der Staat muss Steuerschlupflöcher schließen und wenn er das nicht tut und jemand nutzt sie legal aus, dann hat der Staat Schuld und niemand sonst.

Ich schrieb ja bereits:

Zitat:"Niemand ist verpflichtet, sein Vermögen so zu verwalten oder seine Ertragsquellen so zu bewirtschaften, daß dem Staat darauf hohe Steuern zufließen." Preußisches Oberverwaltungsgericht 1906 

Zudem steht es jedem frei, kreative Lösungen zu finden.
Respektiere jede Meinung. Gefallen muss sie mir ja nicht. Und das sag ich dann auch.
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