Ist "die Marke Itzehoe" schlecht?

Begonnen von Peter, Donnerstag, 02. Februar 2006 - 11:31:50

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Peter


Am 28.01. erschien in der NR eiin Artikel unter der Überschrift Leitbild für die Marke ,,Itzehoe".
Der begann mit den Worten:

ZitatDie Stadt hat viel zu bieten. Doch sie macht daraus viel zu wenig. Um das zu ändern, sind in den kommenden Monaten die Arbeitsgruppen gefordert. So die zentrale Erkenntnis beim dritten Plenum im Rahmen des Leitbild-Prozesses, der nun in die entscheidende Phase geht.

Weiter hieß es, daß ein M. Eyink die Ergebnisse der Situationsanalyse präsentiert hat, die er für seine Diplomarbeit an der Fachhochschule Westküste (FHW) erarbeitete und darin feststellt, daß im Vergleich zu Rendsburg, Heide und Husum die Marke Itzehoe den geringsten Wert habe. Denn Itzehoe wird momentan nicht als etwas Besonderes angesehen. Es habe kein eindeutiges Profil, kein Erkennungsmerkmal, keine eindeutigen Unterscheidungsmerkmale oder Stärken.

Mich ärgern solche Aussagen. Aus welchem Hut werden diese gezaubert. Sind sie Ergebnis einer nicht repräsentativen Umfrage - jener, die letztes Jahr publiziert wurde und die so umfangreich war, daß z.B. ich nach kurzer Zeit aufgegeben habe?
Was  bitte ist so toll an Heide? Wozu braucht man Arbeitsgruppen mit vielen den Brei verderbenden Köchen? Wozu gutbezahlte Gutachten wiederum weiterer Leute?

Wozu rege ich mich auf, hat doch ein Itzehoer namens H. Müller am 01.02. den passenden Leserbrief dazu an die Rundschau gesandt. Und weil der beinahe dem entspricht, was ich jetzt auch an dieser Stelle geschrieben hätte, zitiere ich Herrn M.


Zitat,,Als ich am Sonnabendmorgen die Zeitung auf der Seite ,Itzehoer Nachrichten' aufschlug, begann bei mir wieder mein altes Leiden. Ich kann das Gejammer über Itzehoe genau so wenig hören wie das über den Standort Deutschland.

Es haben sich wohl in den letzten Jahren genug hoch dotierte Leute (inkl. Stadtmanager) über die Misere der Stadt Itzehoe ausgelassen. Aber bis heute keine konkreten Ergebnisse. Nur das Stadtsäckel, und andere Töpfe, bzw. Organisationen die diese Herrschaften finanzieren, müssen darunter leiden.

Noch nicht einmal die Ladenöffnungszeiten sind synchronisiert worden. Als Besucher der Einkaufsstadt fahre ich ein einziges Mal nach Itzehoe zum Shoppen. Danach rede ich von meinen leidvollen Erfahrungen durch die unterschiedlichsten Öffnungszeiten.

Was soll eine erneute Studie? Anstatt das Leid bei der Wurzel anzupacken. Die Ladenbesitzer, die bei gleichen Öffnungszeiten nicht öffnen, haben in den Verbänden, die das organisieren, nichts zu suchen.

Es wird auch darüber geklagt, dass die Filialisten bei den Versuchen, die Zeiten einheitlich zu gestalten, nicht mitmachen. Wer hat sie denn in die Einkaufsstadt geholt? Die leidende, einheimische Kaufmannschaft selbst, in der Hoffnung ihren Lebensabend durch einen hohen Mietzins, den nur Filialisten aufbringen können, zu beschließen. Neugründer mit kreativen und innovativen Ideen haben keine Chance. Nun muss die Einkaufstadt unter einem Überangebot an Friseuren und Bäcker leiden.

Bitte, lasst mich nicht beim Frühstück schon leiden, in dem ich die Zeitung aufschlage und Marketingstrategien über ein ,Leidbild Itzehoe' lesen muss."

Gut geschrieben! Danke!



thomsen

#1
Wer mehr zum Leitbild und zur Leitbilddebatte erfahren will, kann auch im Störforum dazu eine intensive inhaltliche Diskussion seit wochen verfolgen. ;D






Ich habe Links entfernt, die nicht mehr funktionieren.
Albrecht

porschekiller

Immerhin wäre Itzehoe die erste Stadt der Republik, die einheitliche Öffnungszeiten aufweisen könnte.

Ich fand den Beitrag von Herrn Müller sehr amüsant. Meckern ist "in", ich bezweifele, daß Herr Müller auf der Leitbildveranstaltung anwesend war und sein "Wissen" lediglich der örtlichen Presse entnommen hat.

Was an Heide so toll ist? Vielleicht der zentrale und durchaus belebte Marktplatz? Rendsburg hat ähnliche Plätze anzubieten (Paradeplatz, Schiffbrückenplatz) und Itzehoe hat eben einen La-Couronne-Platz und einen Ditmarscher Platz - beide sehr beliebt! Und die Innenstadt von Husum mit dem angrenzenden Hafen ist durchaus sehenswert!

Herr Eyink hat nun seine Ergebnisse präsentiert, nun könnte die Selbstverwaltung und die Verwaltung vielleicht etwas daran ändern - das liegt dann aber nicht mehr in der Hand des Diplomanden.

thomsen

#3
Zitat von: thomsen in Donnerstag, 02. Februar 2006 - 12:17:30

Wer mehr zum Leitbild und zur Leitbilddebatte erfahren will, kann auch im Störforum dazu eine intensive inhaltliche Diskussion seit wochen verfolgen. ;D






Ich habe Links entfernt, die nicht mehr funktionieren.
Albrecht

ja, danke, so konnte ich helfen

Hein

Übertrag aus dem alten Störforum:

Zitat von: TRKleiner Nachtrag noch:

Es ist öffentlich heute abend, daher dürft Ihr alle kommen, es geht um unsere gemeinsame Stadt.
Letztendlich auch um uns.

Gruß TR

Zitat von: thomsenGestern war ich in Wedel und fand dort bei der Stadtverwaltung ein Leitbild der Stadt ausgelegt - als Informationsflyer.
Neigierig und wegen des Mangels an interessantem Lesestoff griff ich danach, las es und wurde sehr müde.
Eine Auflistung von Banalitäten, die durchaus in Heimarbeit erstellt worden sein konnten.
Wir sind  - und es folgte die Aufzählung einiger Fakten und Zuschreibungen, die recht trocken wirkten. Kein Geist und keine Seele.
Heute wird also Itzehoe nun in die Finalrunde starten - oder wird den anwesenden Professores die Sammlung von Geistblitzen überreicht und die winden dann das Leitbild streng wissenschaftlich?
Ich werde heute mal reinschauen - aber wenn es zu langweilig wird, gehe ich wieder - dann nehme ich das Leitbild von Wedel und klebe die Buchstaben etwas um.

Zitat von: thomsenwurde es interessant?
Der Leser möge es nach meinem Kurzbericht selbst bewerten:

ich habe es tatsächlich geschafft, um 18.00 Uhr im Ständesaal anwesen dzu sein.
Mit mir waren anwesend: 2 Professoren und ein Student/Diplomand der Fachhochschule Heide (FHW).
Außerdem waren 11 Teilnehmer aus den Arbeitsgruppen anwesend ( eher dem Seniorenforum zuzurechnen). und um 18.05 erschien auch der Bürgermeister Herr Blaschke.
Die Professoren hantierten mit vielen bunten Kärtchen , hatten Pinwände aufgestellt und auch ein Laptop begann zu arbeiten.
Um 18.15 begann die Präsentation der Ergebnisse der Arbeitsgruppen - Herr Geissler hatte eine gut aufbereitete Darstellung zum Bereich Kultur vorbereitet und beeindruckte mit einer Flut an Daten und Informationen, die seine Arbeitsgrupp erstellt hatte. Das Interesse einiger Arbeitsgruppenmitglieder war manchmal auf spezielle Einrichtungen gerichtet. ich vermißte unter Kultur die Gastronomie (typisch, immer ans Essen denken und natürlich auch nicht mitgearbeitet).
Die Herren aus Heide schrieben eilig viele Kärtchen voll und pinnten sie an die Stellwand - das war dann die Auswahl der Schwerpunkte, die von den Arbeitsgruppenmitgliedern betrachtet werden konnten.
Es folgte der Bereich Wirtschaft - eine Flut an Ideen und Daten - von real bis schwer skurril - zu Wirtschaft, Touristik, Architektur, Kultur usw.  - wieder schrieben die Experten Kärtchen umKärtchen voll und pinnten sie an die Wand.
Dann war es 19.00 Uhr und ich war sehr müde und da noch der Bereich Verkehr drohte und es viel Gewusel gab, ging ich dann still und leise. ich mußte nämlich noch kochen.
Über den letzten teil der Veranstaltung kann ich also nichts berichten.
Gäste: zuerst 1 dann zum Ende hin 3
Bürgermeister: ja, anwesend und ausgesprochen nett zu mir
Politik: Herr scheidler und Frau Schütt - man möge mir verezihen, wenn ich jemanden vergaß - es oll noch jemand von der FDP da gewesen sein.
fazit: Ich hatte ein nettes Gespräch mit dem Bürgermeister, hätte auch Getränke und Plätzchen haben können und kam zu dem Schluß das die Veranstaltung leider schlecht gemanagt war und das Thema Leitbild wohl kein renner ist.
Dann dachte ich noch, das die Sammlung vieler Informationen und kluger sowie skurriler Ideen wohl doch eher nach dem Zufallsprinzip erfolgte.
Hoffentlich ist das Leitbild bald fertig - dann können wir wieder was Neues anfangen.
Ein Freihafen für Itzehoe - das wäre die Lösung aller Probleme!

Zitat von: 400barZum Thema Leitbild habe ich dieses hier ergoogelt

http://www.region-iz.de/leitbild.html
eine Website herausgegeben vom Amt Itzehoe-Land (das kannte ich noch gar nicht)

Was dort zu lesen ist, ist ein Best-of-Phrasenmottenkiste: ,,Hier verbindet sich städtisches Flair mit dem Reiz der Dörfer", 
[...] für alle weitergehenden Ansprüche und Bedürfnisse steht ein umfassendes Angebot in der Einkaufsstadt Itzehoe zur Verfügung",
,,Diese besonderen Qualitäten machen unsere Region lebens- und liebenswert und besonders attraktiv".
Sie gelten übrigens auch für Hattingen an der Ruhr, Niederkassel bei Köln und Rübennasenhausen.
Sind damit Aussagen gemacht?

Oder dies hier:
,,Im Wirtschaftsraum Itzehoe können sich wirtschaftliche Zukunftspotentiale entwickeln.
Die Region ist als attraktiver Wirtschaftsstandort regional und international anerkannt und
verfügt über ein professionelles Marketing.
In der Metropolregion HH hat der Wirtschaftsraum Itzehoe ein eindeutig identifizierbares Profil
und ist für Unternehmen und Arbeitskräfte gleichermaßen attraktiv. "
Eindeutig identifizierbares Profil – als was? Die Stadt der Bäcker, Friseure und 1-Euro-Shops?

Ich verstehe, dass ein Leitbild ein positives Ziel formulieren soll,
und das würde ich auch mit Leibeskräften und von Herzen gerne unterstützen.
Wenn das Leitbild aber aus vorformulierten Phrasen und Allgemeinplätzen besteht,
wenn da keine konkreten Aussagen gemacht, keine konkreten Ziele, die umgesetzt werden sollen,
genannt werden, dann kann ich damit nichts anfangen und muss sagen:
nein, es ist nicht interessant, denn es ist realitätsfremd und überzeugt mich nicht.

So long,
400bar

Hein

Übertrag aus dem alten Störforum:

Zitat von: AlbrechtZu der Region-IZ ist zu sagen, dass es sich hier um einen Zusammenschluss von der Stadt Itzehoe und den Umlandgemeinden handelt. Als dieser vor 4(?) Jahren gegründet wurde, war der Arbeitstitel Wirtschaftsraum Itzehoe (da hätte sich dann die Abkürzung "WItz" angeboten.

Das "Leitbild" der Region-IZ ist in der Tat die Ansammlung von Plattidüden. Aber das hindert die Akteure (Menschen, die in ihren Gemeinden, Vereinen oder Organisationen an der Gestaltung ihres Umfeldes arbeiten) in den Arbeitsgruppen nicht, Ideen für eine gemeinsame Zukunft zu entwickeln.

Wenn du, liebe 400bar, schon länger hier wohnen würdest, würdest du diese Entwicklung als Quantensprung betrachten!

Zitat von: 400bar
Zitat von: AlbrechtAber das hindert die Akteure (Menschen, die in ihren Gemeinden, Vereinen oder Organisationen an der Gestaltung ihres Umfeldes arbeiten) in den Arbeitsgruppen nicht, Ideen für eine gemeinsame Zukunft zu entwickeln.
Wenn du, liebe 400bar, schon länger hier wohnen würdest, würdest du diese Entwicklung als Quantensprung betrachten!

Lieber ALbrecht,
es freut mich ehrlich, wenn das so ist, das meine ich nicht ironisch.
Ich habe ja nun in 4 Jahren IZ auch schon einiges an Initiaviten kennengelernt und weiß,
wie vielen Menschen ihre Stadt/Region/der Teil davon, mit dem sie sich identifizieren,
sehr am Herzen liegt, und dass sie sich dafür engagieren.

Von Berufs wegen untersuche ich als erstes immer die Sprache,
ob Margarineverpackung, Kinderbuch oder Leitbild.
Und mich ärgert, dass ein unverbindlicher Wischiwaschitext das Leitbild beschreiben
oder sogar sein soll.

Solche Texte liest man haufenweise in Imagebroschüren und auf Websites,
wo meistens Mängel (an Kompetenz, an Wissen, an Erfahrung) kaschiert werden
und nicht vorhandene Größe und Wichtigkeit vorgegauklelt werden sollen.

So ein Großformulieren, genauso wie der inflationärer Gebrauch von Moderationskärtchen
schmeckt mir immer nach Tasten im Dunkeln. Wo suchen wir da unser Leitbild?

So long,
400bar




Zitat von: TRSchrieb 400bar:
ZitatSolche Texte liest man haufenweise in Imagebroschüren und auf Websites,
wo meistens Mängel (an Kompetenz, an Wissen, an Erfahrung) kaschiert werden
und nicht vorhandene Größe und Wichtigkeit vorgegauklelt werden sollen.

Du hast vollkommen und dafür bekommt die Gesellschaft GLC auch noch 55 TEU im Jahr von der Stadt Itzehoe und den Umlandgemeinden.

Es ist schon erstaunlich, wie sich einige in der Region IZ blenden lassen.

Zitat von: 400barHallo TR!

Zitat von: TR
Du hast vollkommen und dafür bekommt die Gesellschaft GLC auch noch 55 TEU im Jahr von der Stadt Itzehoe und den Umlandgemeinden.
Es ist schon erstaunlich, wie sich einige in der Region IZ blenden lassen.
Ja wie schade! Was für eine Chance!
Es ist ja gut, dass man mit Strategen und Beratern (also Fachleuten) zusammen ein solches Leitbild entwickelt,
wenn man einen solchen Schritt tut, aber es sollte dann doch etwas mehr dabei heraus kommen
(ich rede jetzt – Achtung bitte! – zunächst wieder mal von der Sprache!).
Wo aber Kommunikation ,,communication" heisst, tja, da ...

Ich würde mir für solche Ideen und Konzepte einfach ein bisschen mehr Volksnähe wünschen.
In erster Linie sollen sich doch die Bürger, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, damit identifizieren
oder sich davon leiten lassen (!). Da muss doch dann auch die Ansprache und Ausformulierung stimmen.
Ich krieg halt bei diesem Consultingsprech einfach nur 'nen Fön.

So long,
400bar

Zitat von: mhc1Wenn auch ein wenig spät, so aber doch:
ich glaube die Leitbildentwicklung ist nicht für die momentan hier (oder dort) Ansässigen gedacht, sonder für mögliche "Zuwanderer" jedweder Art.

Einige der platten Sprüche hätte man sich sicher ebenso aufgearbeitet gewünscht wie z. Bsp. die Infrastuktur.
Aber: ist es nicht auch ein Industrie, die genau eine verfieltältigte Zahl gleicher Sprüche für teures geld immer wieder an gleichartige Auftraggeber verkauft ?
Auch eine Art Arbeitsplatzsicherung - nur im flaschen Ländle.
Ich, als gebürtiger IZ-ler und hausender Dithmarscher beobachte IZ von der "Ferne".
Froh bin ich, das meine Kinder hier nicht aufwachsen mussten - trotzdem sehe ich IZ immer noch
alternativlos an der Westküste.

Wie kann man daraus mehr machen ?

Zitat von: TR
Zitat von: mhc1
Wie kann man daraus mehr machen ?

Hallo mhc1,

mitmachen, würde ich vorschlagen! :)

Zur Information, es gibt derzeit 2 Leitbildentwicklungen. Die Eine von regionIZ, in Auftrag gegeben von der Stadt und den mitmachenden Randgemeinden, die dafür sehr viel Geld bezahlen. teile dieser Ausführungen wurden im Vorfeld hier im Störforum zitiert. Übrigens hinter der regionIZ steht das Unternehmne GLC aus Glücksburg, das ist ja auch in Dithmarschen tätig. ;)

Die anderen sind Stadtmanagement und der Verein "Wir für Itzehoe", die einen Studenten der FH Heide die Diplomarbeit am Beispiel Itzehoe ermöglichen, dazu wurden im ersten Arbeitsgang Gruppen gebildet, die alle sich freiwillig und hoch motiviert vielfach getroffen haben. In den jeweiligen Fachthemen haben diese Gruppen Vorteile, Nachteile und sonstiges zu Themen innerhalb der Arbeitsaufgabe zusammen getragen. Die Gruppen sind offen und frei, die nächste Runde der Leitbildentwicklung tagt hierzu im Januar. Dann werden aus dem ersten Arbeitsgang und der Verdichtung die Ergebnisse präsentiert. Die zweite Runde der Arbeitskreise wird eingeläutet, auch wieder frei und deshalb für jedermann zugänglich. :D

Ich werde die jeweilige Termine mitteilen.

Zitat von: thomsenIch bin nicht TR und stehe der ganzen Leitbildaktion ablehnend gegenüber, möchte aber trotzdem auf den nächsten Termin hinweisen:

Herr Eyink wird am Do. d. 261. ab 19.00 Uhr im Dienstleistungszentrum der Sparkasse Westholstein (Einlass ab 18.30 Uhr)  die Situationsanalyse präsentieren. Laut NR sind bisher ca. 25 Freiwillige in den Prozess eingebunden - eine in meinen Augen sehr freundliche Schätzung.
Für weitere Beschäftigung ist dann gesorgt - bis Juni sollen drei Arbeitsgruppen daraus Ziele, beiträge und Vorschläge für ein Leitbild erarbeiten. Die werden dann präsentiert in einem vierten Plenum. Dann folgt Hauke Rathjen als Solist orchestriert vom Lenkungsgremium und der FHW.
Und dann soll im September das Leitbild und ein Marketingkonzept präsentiert werden.

Und Hauke Rathjen droht schon an: Er wird das Ergebnis zur Richtlinie seines Handelns machen - wenn das man gut geht.

Hein

Übertrag aus dem alten Störforum:

Zitat von: thomsenDie Veranstaltung fand mittlerweile statt - laut NR haben ca. 50 Personen teilgenommen - und die Ergebnisse wurden von Herrn Eying vorgestellt.
Ich war nicht überrascht über die Ergebnisse - eher über den umständlichen Weg zur Gewinnung.
Aber Sozialforschung arbeitet ja oft so - ein großer Apparat schaft banale Erkenntnisse.
Aber noch ist ja nicht aller Tage Abend.
In neun Monaten! wissen wir mehr.

Zitat von: Hein___________________________________________________________________________________
Stadtmanagement Itzehoe GmbH - Kirchenstraße 2 - 25524 Itzehoe
stadtmanagement@itzehoe.de - http://www.stadtmanagement.info
Tel. 04821/5800 - Fax. 04821/67206

Termin-Information für Gruppensitzungen Leitbild Itzehoe
An: s.V. Fax: Vert. ges.
Von: Hauke Rathjen Stadtmanagement Itzehoe GmbH
Fax: 04821/67206 Seiten: 2
Telefon: 04821/5800 Datum: 22. Februar 2006

Aktuelle Termine für die Arbeitsgruppen im Rahmen der Leitbildentwicklung für Itzehoe

Arbeitsgruppe ,,Kultur, Freizeit & Sport" - Leitung: Herr Geißler
Ort (für alle nachfolgenden Termine)
o Dienstleistungszentrum der Sparkasse Westholstein, Feldschmiedekamp, 25524
Itzehoe
Termine (jeweils 09.30 bis ca. 11.30 Uhr):
o Freitag, 24.2.06
o Freitag, 24.3.06
o Montag, 24.4.06
o Freitag, 19.5.06

Arbeitsgruppe ,,Wirtschaft, Tourismuß & Menschen" - Leitung: Fr Anders
Ort (für alle nachfolgenden Termine)
o Café Schwarz, Breitenburger Straße 14 in Itzehoe
Termine (jeweils 18.30 bis ca. 20.00 Uhr):
o Dienstag, 28.02.06
o Dienstag, 28.03.06
o Dienstag, 25.04.06

Arbeitsgruppe ,,Stadtbild & Infrastruktur" - Leitung: Herr Haltermann
Ort:
o Behrens & Haltermann GmbH & Co. KG, Feldschmiede 42
Termine:
o Donnerstag, den 16. März um 18.30 Uhr

Zitat von: Slartibartfass
Zitat von: thomsen
Ich war nicht überrascht über die Ergebnisse - eher über den umständlichen Weg zur Gewinnung.
Mir ist gerade das Wochenblättchen von letzter Woche in die Hände gefallen. Dort stellt Herr Eying die Ergebnisse vor. Kurzzusammenfassung seines Fazits:

ZitatItzehoe hat
- eine geringe Attraktivität.
- Entwicklungspotential, aber fehlendes Profil.
- keine eindeutigen Unterscheidungsmerkmale oder Stärken.
Gut erkannt.

ZitatProblematisch in Itzehoe sind
- die Alsen-Ruinen.
- mangelnde Sauberkeit.
- ungepflegte Grünanlagen.
- fehlendes Flair (Fußgängerzone und Marktplatz, zu wenig Cafés mit Außenbestuhlung).
- das Angebot für Jugendliche.
- Ladenöffnungszeiten.
Wie wahr, wie wahr.

ZitatPositiv sind
- die zentrale Lage mit guter Verkehrsanbindung in grüner Umgebung (Stör).
- Überschaubarkeit.
- Kurze Wege.
- Einkaufe für den kurz- und mittelfristigen Bereich bei Parkplatzverfügbarkeit.
- gutes medizinisches und touristisches Angebot.
- vielfältiges Schul-, Sport- und Kulturangebot.
- Alsenpotential.
- der gute Unternehmensstandort.
"Überschaubarkeit" und "kurze Wege" kann man für die "Innenstadt" nur begrenzt gelten lassen. Als Zugezogener ist man da mit dem Auto verloren.

ZitatProfilierungsvorschläge:
- Alsengelände als Markenzeichen.
- die Positionierung als Kulturstadt.
- Sportstätte.
- Hightech-Standort.
- Einkaufsstadt.
Beim zweiten und ganz besonders beim letzten Vorschlag muss ich heftig grinsen.

Alles in Allem sind das Sachen, die, soweit ich das nach 2 Jahren in Itzehoe beurteilen kann,  im Groben und Ganzen richtig sind. Dass dafür mehrere Gruppen mehrere Wochen gearbeitet haben wundert mich aber doch schon etwas. Und dass die Stör nur in Klammern erwähnt wird, betrübt einen doch schon ein wenig.
Naja, ich wünsche Herrn Eying viel Erfolg beim weiteren Verlauf seiner Diplomarbeit und bin mal gespannt, was da am Ende rauskommt. Und noch mehr bin ich gespannt, was dann damit (mit seiner Leitbildsache in Bezug auf Itzehoe passiert.

Kurzzusammenfassung: Stadtmanagements-GmbH gibt eine Diplomarbeit in Auftrag. Im Zuge dieser Dipl-Arbeit werden Arbeitsgruppen gegründet, die Erkenntnisse zusammenfassen. Diese Erkenntnisse werden dann nochmals zusammengefasst und zu einem Ziel umgearbeitet. Dieses Ziel wird dann als unverbindlicher Vorschlag bei der Stadtverwaltung eingereicht.
Habe ich das so richtig wiedergegeben?

Zitat von: HaraldSpannend finde ich bei diesem ganzen Vorgang nun, wie's weitergeht: ob Bürgerinnen und Bürger, die bis hierher mit eingestiegen sind, motiviert bleiben, sich auch weiterhin einzubringen und sich für ihre Stadt mitverantwortlich zu zeigen. Diesen Ansatz finde ich insgesamt sehr gut. Etwas Ähnliches will ja nun - wenn auch auf anderer Ebene - die Initiative "Regionaler Aufbruch" erreichen; sie dort...
Also: Nur Mut, weiter mit der Leitbildentwicklung!  8-)

thomsen

Schön, so konkret mal wieder an die Leidbilddiskussion erinnert zu werden.
Danke, M.Hein!

Thomas1971

Sehr schön!

Und nun machen wir uns daran das alles zu ändern..............

Die Marke Itzehoe ist nicht schlecht, aber die Vermarktungsspezialisten sind wohl optimierungsfähig.....

Slartibartfass

ZitatKurzzusammenfassung: Stadtmanagements-GmbH gibt eine Diplomarbeit in Auftrag. Im Zuge dieser Dipl-Arbeit werden Arbeitsgruppen gegründet, die Erkenntnisse zusammenfassen. Diese Erkenntnisse werden dann nochmals zusammengefasst und zu einem Ziel umgearbeitet. Dieses Ziel wird dann als unverbindlicher Vorschlag bei der Stadtverwaltung eingereicht.
Wie ging es weiter?
Es wird nie so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.

Slartibartfass

Zitat von: SlaBaFa in Samstag, 25. November 2006 - 18:01:39
ZitatKurzzusammenfassung: Stadtmanagements-GmbH gibt eine Diplomarbeit in Auftrag. Im Zuge dieser Dipl-Arbeit werden Arbeitsgruppen gegründet, die Erkenntnisse zusammenfassen. Diese Erkenntnisse werden dann nochmals zusammengefasst und zu einem Ziel umgearbeitet. Dieses Ziel wird dann als unverbindlicher Vorschlag bei der Stadtverwaltung eingereicht.
Wie ging es weiter?
Scheinbar garnicht. :(
Es wird nie so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.

Störfaktor

Gibt es für dich SlaBaFA eigentlich einen Grund, warum du den alten Kram hier hoch geholt hast, genau wie bei Veranstaltungen das alte Ding ?

Wenn ja, dann nur zu und erkläre bitte ...

Wenn nein, dann ist es weg, Deadline Morgen 12:00


Lars

Slartibartfass

Zitat von: Störfaktor in Samstag, 21. April 2007 - 23:58:34
Gibt es für dich SlaBaFA eigentlich einen Grund, warum du den alten Kram hier hoch geholt hast, genau wie bei Veranstaltungen das alte Ding ?

Wenn ja, dann nur zu und erkläre bitte ...
Ja, ein ganz einfacher Grund: Es interessiert mich!
Es wird nie so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.

Störfaktor

Zitat von: SlaBaFa in Sonntag, 22. April 2007 - 09:21:48
Ja, ein ganz einfacher Grund: Es interessiert mich!


und dafür brauchst du über ein Jahr um das zu merken  ???

Slartibartfass

Es wird nie so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.