Sparkasse Westholstein will Filialen schließen

Begonnen von wassolls, Mittwoch, 22. April 2009 - 06:46:47

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wassolls

Ich habe von mehreren Leuten gehört das die Sparkasse Westholstein mindesten 2 Filialen schließen will.
Eine ist die am Albert-Schweitzer Ring, die andere ist in Kremperheide.
Weiß jemand darüber noch mehr ?
Wenn die meine am Marinburger Platz dicht machen, dann bringe ich meine Millionen :luegen woanders hin.
Für mich ist eine Filiale vor Ort wichtig.Das war auch der Grund warum ich damals mein Konto bei der Sparkasse eröffnet habe.

bluesnmore

Ja, so stand es kürzlich in der Rundschau.

Zusätzlich Sude West/ Ecke Lindenstrasse und Münsterdorf.

Ein paar andere werden in SB-Filialen "umgewandelt",
aber die Rundschau habe ich gerade nicht da,
deshalb weiß ich nicht genau, welche...


DerDerbste

Der Artikel ist vom 17. April 2009

Geschlossen werden Heiligenstedten, Sude, Edendorf und Münsterdorf.
Umgewandelt in SB werden Beidenfleth, Brokdorf, Herzhorn, Kremperheide und Neuendorf.

Alles für eine "konsequente Stärkung der Kundenbetreuung".

Slartibartfass

Zitat von: Der Derbste in Mittwoch, 22. April 2009 - 08:52:44
Der Artikel ist vom 17. April 2009

Geschlossen werden Heiligenstedten, Sude, Edendorf und Münsterdorf.
Umgewandelt in SB werden Beidenfleth, Brokdorf, Herzhorn, Kremperheide und Neuendorf.

Alles für eine "konsequente Stärkung der Kundenbetreuung".
:(

Erinnert mich an die Post(bank). Das Filialnetz wird konsequent zusammengeschrumpft. Früher gab es in jedem Dorf ein kleines Postamt, und jetzt muss man sich sein Geld und seine Post irgendwo zwischen Wursttheke und Spielwarenabteilung abholen. Aber auch hier geht es noch weiter: Die Deutsche Post will in den kommenden drei Jahren rund 700 der bundesweit 800 eigenbetriebenen Filialen schließen.

So vergrault man Kunden. :(
Es wird nie so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.

Knutistcool

So vergrault man Kunden

Ja, und vernichtet mal wieder Arbeitsplätze. Die sog. Mittelschicht gibt es in diesem Land wohl bald nicht mehr ?!
Wohl dem, der seine Koffer packen und auswandern kann!
lg


Teatime

Zitat von: Der Derbste in Mittwoch, 22. April 2009 - 08:52:44
Geschlossen werden Heiligenstedten,
*grmpft*

So'n schiet. Bin nach meinem Unzug gerade dorthin gewechselt...

Opa Online

Dann muss sich die Sparkasse aber 'ne andere Fernsehwerbung ausdenken!

Von wegen: Immer eine Filiale auch in Ihrer Nähe.

Teatime


wassolls

Da werden sich die älteren Mitbürger aber freuen.Nun können sie endlich Online-Banking machen und müßen nicht mehr in eine Filale laufen.
Und dann damit werben das sie so viele Filalen haben.

Sway

Ich schimpfe am meisten über Sude, denn auf dem Weg zum Einkaufen kann man dort wenigstens kostenfrei und relativ sicher einen Parkplatz finden, um schnell Geld abzuholen (denn das geht nicht online...).
Und nun? Am Dithmarscher Platz erst einen Parkschein ziehen?

5x am Sandberg und Berliner Platz im Kreis fahren, um eine Ecke zu finden? (Vor der Norddeutschen Rundschau ist doch eine Ladezone... Man sollte mal beobachten, ob die jetzt öfter besetzt ist...)

Andere, bequem erreichbare Geldautomaten-Chefs freuen sich über mehr Sparkassen-Kunden, die 4,50 Gebühren lassen, um Bargeld zu bekommen...

Und Heiligenstedten... Nicht mal ein SB soll dort hin? Meiner Oma und einem anderen größeren Teil der Verwandschaft wird das stinken...

wassolls

Am besten man wechselt die Bank, wenn man keine Filale mehr in der Nähe hat.
Vielleicht merken die ja so das es nicht gut ist das Netz auszudünnen.

saab

 



     @ teatime,

       Genau , Wir können ja Fähnchen verteilen.

Opa Online

Zitat von: wassolls in Mittwoch, 22. April 2009 - 17:32:52
Am besten man wechselt die Bank, wenn man keine Filale mehr in der Nähe hat.
Vielleicht merken die ja so das es nicht gut ist das Netz auszudünnen.

Das wird auch nicht helfen, die anderen Banken sind in der Beziehung auch nicht besser !

Also bestätigt sich es wieder: Deutschland ist eine Service - Wüste. Das ist doch alles zum


                            

Guido

Wer sich wie die Sparkasse Westholstein immer wieder auf sein starkes Filialnetz beruft, dieses aber - zumindest in der Fläche und an der Peripherie - immer weiter ausdünnt, der darf sich nicht wundern, wenn ihm immer mehr Kunden weglaufen. Spätestens dann, wenn auch noch unzeitgemäße (und teilweise drastische) Gebühren dafür verlangt werden, dass das Geldinstitut immer wieder quasi kostenlos mit fremdem Geld arbeiten kann, schlägt es wirklich 13.

Mich wundert, dass aus den betroffenen Kommunen (bis auf Brokdorf) bzw. aus den Itzehoer Stadtteilen noch kein Sturm der Entrüstung losgebraust ist. Immerhin: In der "Norddeutschen Rundschau" wurden schon die ersten Protest-Leserbriefe abgedruckt.

Ich für meinen Teil habe schon vor vielen Jahren die Konsequenzen gezogen und bin von einer großen bundesweit tätigen Bank zu einer kleinen Genossenschaftsbank aus Hamburg-Altona gewechselt. Diese verzichtet nicht nur auf Kontoführungsgebühren und Gebühren für das Ausstelllen einer Kreditkarte - unabhängig von der Höhe des monatlichen Geldeinganges. Darüber hinaus hat sie sich nach meiner Kenntnis auch nicht wie andere Geldinstitute oder deren Teilhaber ( (z.B. HypoRealEstate, HSH Nordbank / Sparkassen als Anteilseigner) in großem Stil am weltweiten Kapitalmarkt verzockt. Die bekannten Folgen tragen jetzt die Bankkunden und wir alle als Steuerzahler.

Die Sparda-Bank, so heißt "mein" Institut, ist seit geraumer Zeit sogar mit einer Mini-Filiale hier in Itzehoe (Innenstadt/Fußgängerzone/Feldschmiede 10) vor Ort präsent - nachzulesen hier: www.spare-cent.de/service/filialen/index/filialid/24. Wer über die üblichen Öffnungszeiten hinaus eine persönliche Beratung wünscht, kann diese nach vorheriger persönlicher Absprache bekommen.

Ärgerlich ist die Schließung der Sparkassenfilialen oder die Umwandlung in SB-Filialen natürlich für die Menschen, die nicht (mehr) so mobil sind und der Abwicklung von Bankgeschäften im Internet skeptisch gegenüber stehen. Da hilft dann auch ein Wechsel des Geldinstituts nur eingeschränkt weiter - wenigstens entfielen hier aber die nicht unerheblichen Kontoführungsgebühren für einen Service, der diesen Namen nicht (mehr) verdient.

Martin100

Hallo,

Zitat von: Guido in Mittwoch, 22. April 2009 - 20:24:27
Diese verzichtet nicht nur auf Kontoführungsgebühren und Gebühren für das Ausstelllen einer Kreditkarte - unabhängig von der Höhe des monatlichen Geldeinganges.

das kann sie aber nur biete weil! sie kein flächendeckendes Filialnetz haben! Zu diesen wandern die Kunden der Banken,
die ein Filialnetz haben, ab. So kommen diese Banken unter Druck und wollen zur Kosteneinsparung Filialen schließen.

Hinten runter fallen besonders die älteren Mitbürger, die sich nicht auf die "mitarbeiterlose" Kontoführung umstellen können.


Ich habe schon äfters erlebt, das ich am Geldautomaten von älteren Menschen um Hilfe gebeten wurde. Mit dem PIN auf
dem Zettel in der Geldbörse. Da sind die aufgezwungenen Geschäftsbedingungen zur PIN einfach realitätsfern für ältere
Leute.

Gruß Martin


PS Den ersten Geldautomaten gabe in IZ in der Feldschmiede bei der Citybank. Da wurden die Daten noch per
Magnetpand an die Zentrale geschickt. Kam schon mal vor, das daß Band zweimal eingelesen wurde