Prinzesshofpark ohne Bello ?

Begonnen von saab, Freitag, 15. August 2008 - 07:21:40

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

saab


    Es ist schade, denn so ein Park ist natürlich besonders schön, wenn man dort
    auch seinen Vierbeiner ausführen kann.

    Aber das haben wohl vorallem diejenigen uns verdorben, die nicht verantwortungs-
    voll denken,weder ihre Hunde an der Leine führen, noch deren Haufen entsorgen.

    Trotzdem bleibt das Gefühl, mehr denn je ausgegrenzt zu sein.

wutz

Zitat von: saab in Freitag, 15. August 2008 - 07:21:40

       Aber das haben wohl vorallem diejenigen uns verdorben, die nicht verantwortungs-
    voll denken,weder ihre Hunde an der Leine führen, noch deren Haufen entsorgen.

   

Nicht nur dort wird es passieren. Komm mal eine Stunde in die FGZ, da werden Hunde "ausgeführt" um ihr Geschäft zu verrichten. Ok, der Haufen wird entfernt, ABER muss ich deswegen in die FGZ gehen?

saab

Zitat von: wutz in Freitag, 15. August 2008 - 08:31:25
Zitat von: saab in Freitag, 15. August 2008 - 07:21:40

       Aber das haben wohl vorallem diejenigen uns verdorben, die nicht verantwortungs-
    voll denken,weder ihre Hunde an der Leine führen, noch deren Haufen entsorgen.

   

Nicht nur dort wird es passieren. Komm mal eine Stunde in die FGZ, da werden Hunde "ausgeführt" um ihr Geschäft zu verrichten. Ok, der Haufen wird entfernt, ABER muss ich deswegen in die FGZ gehen?

Hallo Wutz,

        Dauerte ein wenig, aber dann, FGZ = Fussgängerzone !

        Also, ich habe 2 jahre in der Karlstr. gewohnt, bin sehr häufig auch mit meinen
        Kötern in der FGZ unterwegs gewesen, vorher waren wir aber immer unter-
        wegs, Geschäft erledigen, so konnte ich "gefahrlos" die Feldschmiede
        entlangschlendern. mit ein bisschen Nachdenken, kann das klappen.

wutz

Richtig, genau. So kenne ich das auch. Herchen/Frauchen sollte seinen Hund kennen und merken, wann er "muss".

Alex

Die Pflanzen wachsen und gedeihen, die Figuren stehen, die Spielgeräte warten auf Kinder - bald wird der neu gestaltete Prinzeßhofpark eröffnet. Viele Itzehoer freuen sich schon lange auf diesen Tag und werfen bereits neugierige Blicke über den Zaun. Für Hundebesitzer wird es dabei auch bleiben. Sie müssen sich entscheiden: Hund oder Park? Denn für Vierbeiner ist der Zutritt verboten. Selbst an der Leine dürfen "Bello" und "Waldi" das Areal nicht betreten.

"Der Park ist zu empfindlich und anspruchsvoll, um Hunde frei laufen zu lassen", erklärt Heinz-Rüdiger George von der Umweltabteilung im Rathaus. "Und es wäre eine Zumutung, wenn die Anlage wieder so ein Hundeklo wird wie vorher."

Bei Hundehaltern stößt er damit auf Kritik. "Ziemlich unverschämt" findet eine 51-jährige Hundebesitzerin aus der Innenstadt das Verbot. Sie ärgere sich zwar selbst oft über herumliegenden Hundekot. Wenn sie mit ihrem Dackel unterwegs ist, trage sie "ständig Tütchen mit mir rum". Dass Hunde auf Spielplätzen tabu sind, unterstützt sie und hätte auch gegen Leinenzwang oder Kontrollen, ob Hundehalter die Häufchen einsammeln, nichts einzuwenden. "Aber dass man es so generell macht, finde ich nicht in Ordnung", sagt sie. Zumal die Stadt vorbildlichen Hundebesitzern das Leben nicht unbedingt leichter mache. "Es ist ein Problem, die Tütchen wieder loszuwerden. Es gibt in einigen Bereichen zu wenige Mülleimer."

Auch Hans-Jürgen Petersen ist wütend über das Verbot. "Wo sollen wir denn mit unseren Hunden noch hin?", fragt der 52-Jährige, der mit Eurasier-Mix "Sheila" unterwegs ist. "Überall gibt es nur noch Verbote. Müssen wir bald für alles einen Darf-Schein ausfüllen?" Statt Einschränkungen zu verschärfen, sollte die Stadt lieber eine Hundewiese schaffen. Denn im Gegensatz zu anderen Städten gebe es eine solche - abgesehen von einer "inoffiziellen" in Edendorf - nicht. Auch Gassi-Beutel-Spender, die andernorts zum Stadtbild gehören, suche man vergebens. Für Petersen ist das Hundeverbot Ausdruck eines generellen Problems: "Wo ist denn noch was los in Itzehoe - sowohl für die Hunde als auch für die Leute?"

Mehr Verständnis für die Stadt hat Hans-Joachim Biermann (61), der mit Dalmatiner "Lisa" ohnehin lieber große Runden in Edendorf geht. "Es wurde viel Geld in den Park investiert", meint er. "Ich verstehe da auch die Halter nicht. Es muss nicht sein, dass Hunde überall Haufen machen."

Leinenzwang sowie das Aufstellen von Kotbeutel-Automaten hält ein Paar, das mit einem spanischen Podenco Gassi geht, für einen Kompromiss. Allerdings, meint die Hundebesitzerin, "sind die Halter auch ein bisschen selbst schuld" - es müsse eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, die Haufen ihres Hundes wegzuputzen.

Dass dem nicht so ist, weiß Heinz-Rüdiger George aus leidvoller Erfahrung. "Die Leute lassen ihren Hund laufen und sein Geschäft machen - und die wenigsten sammeln es wieder ein." Wenn der Kot auf dem Rasen liege und "mit jedem Mähen großflächig verteilt" werde, sei das ein Ärgernis für alle, die den Park nutzen wollen. Abgesehen davon sei es auch für die Gärtner "nicht so prickelnd", zwischen den Anpflanzungen in Häufchen zu greifen.

Ein Leinenzwang ist aus seiner Sicht zwecklos. "Wenn der Hund erst drin ist, ist er auch schnell von der Leine." Deshalb werde das Thema von vornherein "sehr restriktiv" behandelt.

George - übrigens selbst Hundebesitzer - kann den Frust der Halter durchaus verstehen. "Die disziplinierten Hundebesitzer sind zu Recht betroffen. Letztlich müssen die darunter leiden, die Rücksicht nehmen."

Shz Norddeutsche Rundschau 15.08.08



Login

ich denke die hundebesitzer werden es gut überleben, gibt es doch genug grün in und um iz. obwohl die feine art ist es ja nicht steuerzahler auszugrenzen.  :)
bleibt nur zu hoffen das die großen und kleinen zweibeiner nicht vergessen, die eigenen geschäfte zuhause zu erledigen.  ;)
darüber wird kein wort verloren, wenn diese haufen hübsch mit papier dekoriert die parkanlagen/spielplätze zieren.

doc_dust

Es soll ja auch Menschen geben, die ihre "Haufen" hinterlassen. Evtl. siedeln sich ja auch wieder einige "Freunde" mit bunten Haaren und Hang zum Alkohol dort an.... :lach

Brilonius

Jede Partei, Pro oder Kontra, haben gute Argumente. Die zu wiederholen, wäre langweilig. Jeder hat irgendwie recht.
Ich tendiere mehr zu Pro-Bello, da ich grundsätzlich Verbote nicht leiden kann und immer noch an die Vernunft glaube, was aber auch schon wieder unvernünftig ist.
Wenn die Parksatzung eben ein Verbot ausspricht: Leben können wir alle damit,und Bello wird es vielleicht gar nicht auffallen. Oder hat er schon Abitur?

Gruß Brilonius

saab




       Es wird werden wie immer,

       Der Park ist neu, die guten Vorsätze sind da, irgendwann wird keiner mehr
       drauf achten ob Hunde im Park sind, ob Alkis auf den Bänken schlafen,
       ob die Figuren schiefgetreten wurden,

       und irgendwann wird der Park wieder neu gestaltet.