Einen hab ich noch... NEU NEU NEU

Begonnen von ThK, Dienstag, 27. Februar 2007 - 21:26:00

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zahn


Wenn es dir mal wieder so vorkommt, dass du etwas nicht schaffst, denk daran:
du kommst aus einer Generation, die Aufsätze über drei Seiten hinweg schrieb.
Aus dem Kopf. Mit dem Kugelschreiber in der großen Pause

zahn


Ein Mann lässt sich die Zukunft voraussagen. Die Wahrsagerin:
" Ich sehe Sand , Wasser und Bäume. Entweder Sie planen einen schönen Urlaub,
oder Sie sind ein miserabler Golfer."

NF

Unterhalten sich zwei Bekannte: "Wo arbeitest denn du eigentlich?" – "In der Autofabrik." – "Am Band?" – "Nein, wir dürfen frei herumlaufen."
EINFACH MAL MACHEN.
KÖNNTE JA GUT WERDEN.

NF

Der Totengräber kommt völlig kaputt nach Hause und mit dreistündiger Verspätung.
,,Was war denn los?", fragt seine Frau.
Darauf antwortet er: ,,Wir haben heute den Vorstandschef von der Firma XY beerdigt. Da haben die Leute so lange geklatscht, dass wir den Sarg zehnmal wieder hochkurbeln mussten."

EINFACH MAL MACHEN.
KÖNNTE JA GUT WERDEN.

NF

Ein Ballon zum anderen: ,,Du, ich glaub ich habe Platzangst"
EINFACH MAL MACHEN.
KÖNNTE JA GUT WERDEN.

ThK

Dies schrieb ich am 13. Oktober 2009!

Zitat von: ThK in Dienstag, 13. Oktober 2009 - 16:17:48Dies ist eine Kampfansage an den rotzfrechen Nachwuchs.
 
 Hört genau zu, Ihr zungengepiercten Technohopper mit dem Arschgeweih über
 dem Steißbein: Ihr wart nicht dabei! Wir - Vierziger bis Sechziger - haben
 sie live erlebt: die Geburt des Synthesizers und den wahren Soundtrack der
 70er, der von Bands wie Depeche Mode, Cure und Yazoo geschrieben wurde.
 
 Wir haben noch mit Midischleifen und Oszillographen gekämpft! Wir haben
 Euren "Tekkno" erfunden, bei uns nannte sich das aber noch Wave und war
 tatsächlich Musik. Wir konnten durchtanzen, ohne uns bunte Pillen
 einwerfen zu müssen, um es zu ertragen. Unsere einzige Droge hieß Blue
 Curacão auf Sekt, noch früher genügte eine ordentliche Menge Apfelkorn.
 
 Wir mussten noch keine Angst haben, dass uns Tina Turner mit
 Seniorenoberschenkelhalsbruch von der Bühne purzelt. Wir haben Madonna
 noch mit festen Brüsten und ohne Baby-Pause gekannt, Ihr Nasen!
 
 Joschka Fischer trug Jeans und Turnschuhe. Echte Punker hatten Uhu in den
 Haaren und kein "L'Oreal". Bei uns haben sich keine Neonazis mit Türken
 geschlagen, sondern Punks mit Mods, Mods mit Poppern, Popper mit Rockern
 und alle gemeinsam gegen mit der Polizei. Da war auch Joschka dabei.
 
 Bei uns gab es noch Mofas, Mokicks und 80er, bei denen durchgängig die
 Betriebserlaubnis erloschen war, denn das Wort "frisieren" hatte damals
 noch seine eigentliche Bedeutung, was ihr kahlgeschorenen Pfeifen nie
 verstehen werdet. Und wer einen Führerschein hatte, fuhr als erstes Käfer
 oder einen alten BMW, bei dem Dellen von Individualismus zeugten, ihr
 Smart-Popel.
 
 Wir erinnern uns noch an Terroristenfahndungsplakate, auf denen hin und
 wieder ein Gesicht liebevoll mit Kulli von einem Staatsbediensteten
 durchgestrichen wurde.
 
 Die Bundeswehr machte noch Spaß. Wir kannten ja die Richtung, aus der der
 Feind kommt.
 
 Sex war sicher und Motorsport tödlich. Heute ist es genau anders herum.
 
 Ein Tattoo hatte nur jemand, der wirklich ein halbes Jahr in Indien oder
 Thailand war. Bei uns rannte nicht jede Tippse schnell noch ins "Letzte
 Tattoo-Studio vor der Autobahn", um sich im Alcopops-Brand chinesische
 Zeichen auf den Nacken pieksen zu lassen, die wahrscheinlich nichts
 anderes bedeuten als "Wer das liest ist doof".
 
 Die Rapper kamen noch aus dem echten New Yorker Ghetto und nicht aus der
 Schweiz. Zu unserer Zeit fielen Break-Dancer auf den Fussgängerzonen noch
 hin und wieder richtig auf die Fresse, und Peter Maffay wurde beim
 Stones-Konzert ordentlich von der Bühne gepfiffen. Wir hatten noch die
 Qual der Wahl zwischen Pop, Rock, Metal und Italo-Disco und mussten nicht
 den wöchentlich ändernden Cross-over-Trends nachjapsen. Wir hatten noch
 Plattenspieler (auf 33" und 45") und richtig geile Plattencover, auf denen
 man die Namen der MUSIKER (und nicht der Programmierer) ohne Lupe erkennen
 konnte und die tatsächlich Kunst waren - keine tempotaschentuchgroßen,
 einfarbigen Booklets auf denen gerade noch "nice price" lesbar ist.
 
 Genau die gleichen Texte, die heute "Rosenstolz", "Juli" und "Silbermond"
 singen, hörte man jeden Samstag in der ZDF-Hitparade von Bernd Clüver,
 Christian Anders und Cindy & Bert.
 
 Für uns war eine LP etwas Heiliges, das gepflegt und geliebt werden musste
 - und keine CD-Plastik-Wegwerfware, die so robust ist, daß man sie
 durchaus auch als Bierglasuntersetzer verwenden kann. Bei uns erkannte
 jeder sein Eigentum noch an den individuellen Kratzern. Wir haben kein
 Big-Brother geschaut, sondern "Formel Eins", wo es eine ganze fette Stunde
 wirklich gute Musikvideos zu sehen gab, wir hatten kein MTV mit
 degenerierten Klingelton-Werbespots und eingebildeten DJ-Flaschen nötig.
 Wir haben uns "Magnum" und "Simon & Simon" reingezogen, haben uns die
 Sakkoärmel hinauf geschoben und ließen uns die Haare seitlich ins Gesicht
 fallen - ohne diese beknackten, umgedrehten Baseballmützen oder
 Wollhauben. In unseren Hosen konnte man noch sehen, ob eine(r) einen
 Hintern hatte. Heute hängt der Arsch ja bei jedem von Euch in der
 Kniekehle der ach so tollen adidas-Jogginghose (die WIR damals nur im
 Sportunterricht angezogen haben). Man konnte erkennen ob jemand "männlich"
 oder "weiblich" war. Heute verschlabbert alles unter kunstvoll
 vergammelter Bekleidung. Wir waren stolz auf unsere weißen Socken und
 trugen Slipper mit einem Pfennigstück in der Schuh-Zunge und keine
 Plateau-Sohlen-Schuhe, die früher ausschließlich bei Klump-Füßen ärztlich
 verschrieben wurden.
 
 Und weil ihr gerade im Leistungskurs für Informatik sitzt: die AC/DC
 Einritzungen auf den Tischen sind von UNS - und es geschieht Euch nur
 recht, wenn ihr glaubt, daß die Dinger aus dem Physiksaal kommen, wo
 irgendein findiger Schüler seinerzeit die Abkürzung für
 "Gleichstrom/Wechselstrom" in die Bank gemeißelt hat!
 
 Ach ja, hiermit entschuldige ich mich, auch im Namen meiner
 Altersgenossen, für Modern Talking.
 Das haben wir wirklich nicht gewollt...