Grußworte der Stadt Itzehoe

Begonnen von Paul Schrader, Samstag, 02. Januar 2010 - 08:24:01

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Peter D.

"Man darf in der Demokratie eine Meinung haben, man muss nicht. Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten." (Dieter Nuhr)

breughel

Für mich ist der Termin total unattraktiv.
Weder verspüre ich Interesse, Politikern der Stadt oder des Kreises die Hand zu schütteln - eher habe ich da andere Wünsche, noch sehe ich, was auf so einem Empfang sinnvoll geschehen sollte.
Wer das Jahr über in sehr eigensinnigem und zum Teil selbstherrlichen Stil regierte, soll gerne unter sich bleiben und sich mit seinem Fußvolk treffen.
Es wird eine symbolischer Händeschütteltermin sein.
Außerdem muß ich um die Uhrzeit arbeiten wie viele Mitmenschen.
Derzeit sehe ich keinen Kommunalpolitiker, dem ich gerne mal die Hand reichen würde.
Schnittchen wären aber eine gute Verpflegung für die "Adabeis" dieser Stadt.

Peter D.

Zitat von: breughel in Montag, 04. Januar 2010 - 08:02:16
...
Wer das Jahr über in sehr eigensinnigem und zum Teil selbstherrlichen Stil regierte, soll gerne unter sich bleiben und sich mit seinem Fußvolk treffen.
...

Über den Sinn /Unsinn derartiger Veranstaltungen lässt sich sicher trefflich streiten - andererseits wird ja niemand gezwungen daran teilzunehmen.

Verwunderlich dagegen oben zitierte Äußerung, mit der wieder einmal alle zu dieser merkwürdigen und höchst dubiösen Spezies 'Kommunalpolitiker'
gehörenden Menschen unreflektiert über einen Kamm geschoren und pauschal etikettiert werden.

Schon irritierend:
Das gerade von jemand, der ansonsten mit seinen Beiträgen in diesem Forum mit differenzierter Eloquenz und intelligentem Witz zu bestechen weiß. ;)
"Man darf in der Demokratie eine Meinung haben, man muss nicht. Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten." (Dieter Nuhr)

breughel

Das war durchaus bewußt gewählte Ausdrucksweise.
Ich erkenne keine ausgeprägten Charaktere mehr - außer vielleicht einem Grünenpolitiker, der dann leider die ganze farblose Partei vertreten muß - sondern eine eher anonyme Masse an Parteivertretern, die sich in der Öffentlichkeit nicht der Diskussion stellen sondern gerade im vergangenen Jahr "ihr Ding" durchgezogen haben.
Ich habe mich über die Aktivität der SPD für das Hablikhaus gefreut - bei den Kulturbanausen hier im Kreis leider ein vergebliches Unterfangen - kann aber keinen profilierten SPD-Mann benennen.
Ich habe mich schwarz geärgert über Abriss des HdJ und Schließung der Jugendherberge, ich bin schockiert vom Verfall der Itzehoer Innenstadt, ich habe gestaunt, wie ein Bauamtsleiter Politik macht und dafür noch in die Verlängerung darf, ich staune wie weiter Geld im Theater Itzehoe verjubelt wird, ich frage mich, ob der Stadtmanager nicht in Wirklichkeit Marktmeister ist, was Umweltschutz angeht, will ich mich gar nicht erst detailliert äußern und ich vermisse Kommunalpolitiker, die wirklich noch unter das Volk gehen und sich der Debatte stellen und die auch für ein Programm stehen, das sie real vertreten.
Ich mochte den alten Landrat - da stehe ich wohl völlig alleine - und hoffe, wir bekommen einen neuen Bürgermeister.
Der SPD wünsche ich, dass sie sich mal wieder fängt und "Typen" hervor bringt statt Strippenzieher,
den Grünen wünsche ich, mal wieder etwas mehr als einen Kommunalpolitiker zu haben, die CDU mag ich nicht und die FDP finde ich ganz lustig mit ihren Anträgen.
Angesagt ist dringend eine neue Kommunalpolitik - mal nicht mit grauen Funktionsträgern.

ToRü | ToРуз

Zitat von: breughel in Montag, 04. Januar 2010 - 11:12:10

Angesagt ist dringend eine neue Kommunalpolitik - mal nicht mit grauen Funktionsträgern.


Na dann leg mal los!

Kritisieren ist eine Sache, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen eine Andere.

Und keiner ist gezwungen, zum Neujahrsempfang von Stadt Itzehoe und Kreis Steinburg zu gehen; aber meine Erfahrung ist, das sich die überwiegende Zahl der Mandatsträger schon freuen, wenn Bürger Interesse zeigen.

Denn Kommunalpolitiker machen Kommunalpolitik in ihrer Freizeit. Da ist es doch schön zu sehen, wenn auch andere Bürger sich um Themen bemühen und einem eventuell auch neue Perspektiven geben.

Also: Einfach mal hingehen, es gibt auch etwas zu trinken...
Respektiere jede Meinung. Gefallen muss sie mir ja nicht. Und das sag ich dann auch.
Toleranz und Moral ist immer die Toleranz und Moral der anderen.

Blubb

#20
Hallo?! Es geht da doch um die Pflege über lange Zeit aufgebauter Vorurteile. Das wollt ihr doch nicht ernsthaft mit sinnvollen Argumenten, wie z.B. Eigenengagement kaputt machen? ;)

Auch ich möchte hier mal in die gleiche Kerbe wie groundstar schlagen. Nicht immer nur meckern, sondern auch mal selbst die Initiative ergreifen. Wenn Partei xy farblos, mit profillosen Charakteren besetzt ist o.ä. einfach in diese Partei eintreten, sofern sie auch inhaltlich zusagt, und den Missstand beheben. Es verlangt ja keiner, dass der liebe breughel sich zum vierten Bürgermeisterkandidaten aufschwingt. Im Kleinen anfangen und wenn man merkt, dass man bei den Leuten ankommt, kann man sich immer noch - je nachdem wieviel Zeit und Lust man hat - zu Höherem aufschwingen.

Katja

Zitat von: groundstar in Montag, 04. Januar 2010 - 11:19:08

Kritisieren ist eine Sache, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen eine Andere.

Und keiner ist gezwungen, zum Neujahrsempfang von Stadt Itzehoe und Kreis Steinburg zu gehen; aber meine Erfahrung ist, das sich die überwiegende Zahl der Mandatsträger schon freuen, wenn Bürger Interesse zeigen.

Denn Kommunalpolitiker machen Kommunalpolitik in ihrer Freizeit. Da ist es doch schön zu sehen, wenn auch andere Bürger sich um Themen bemühen und einem eventuell auch neue Perspektiven geben.

Also: Einfach mal hingehen, es gibt auch etwas zu trinken...

'Mach doch selbst besser' kann eine berechtigte Kritik aushebeln! Auch der Hinweis, daß alle Kommunalpolitiker nur 'in der Freizeit' für die Allgemeinheit arbeiten, ist eher ein Argument der Hilflosigkeit! Wenn man etwas in der Freizeit macht, heißt das dann, daß man andere Qualitäten akzeptieren muß, als wenn ein Hauptberufler tätig ist?

Neue Perspektiven, groundstar? Deine Postings lesen sich für mich (wenn es um Kommunalpolitik geht)  immer ziemlich selbstgefällig (im wahrsten Sinne des Wortes und nicht abwertend) - oder anders ausgedrückt: ich lese immer nur, warum etwas NICHT geht und warum das, was da ist, nicht besser zu machen ist. Auf ein totes Pferd einzuschlagen hat wenig Sinn.

Darum denke ich, daß es nicht mehr als ein Flashmob sein würde, wenn plötzlich viele Bürger sich für dieses Event interessieren - allerdings könnte DAS
Zitat von: groundstar in Montag, 04. Januar 2010 - 11:19:08

[...] es gibt auch etwas zu trinken...
vielleicht auch ein realistischer Grund sein

Blubb

Ich glaube es ging nicht darum eine berechtigte Kritik an der Itzehoer Kommunalpolitik auszuhebeln, sondern eher um die Forderung der berechtigten Kritik auch Taten folgen zu lassen. Das Argument "Mach es besser!" zieht nämlich immer nur dann, wo man wirklich selbst eine Änderung herbei führen kann. Und gerade in der Kommunalpolitik kann, aufgrund der kleineren Verhältnisse, der Einzelne sehr wohl am ehesten noch eine Veränderung herbeiführen, wenn der Parteifilz nicht schon längst Überhand genommen hat. Aber auch diese Strukturen kann man aufbrechen, wenn man wirklich gewillt ist dies zu ändern.

ToRü | ToРуз

#23
Zitat von: Katja in Montag, 04. Januar 2010 - 11:43:53
'Mach doch selbst besser' kann eine berechtigte Kritik aushebeln! Auch der Hinweis, daß alle Kommunalpolitiker nur 'in der Freizeit' für die Allgemeinheit arbeiten, ist eher ein Argument der Hilflosigkeit! Wenn man etwas in der Freizeit macht, heißt das dann, daß man andere Qualitäten akzeptieren muß, als wenn ein Hauptberufler tätig ist?

Neue Perspektiven, groundstar? Deine Postings lesen sich für mich (wenn es um Kommunalpolitik geht)  immer ziemlich selbstgefällig (im wahrsten Sinne des Wortes und nicht abwertend) - oder anders ausgedrückt: ich lese immer nur, warum etwas NICHT geht und warum das, was da ist, nicht besser zu machen ist. Auf ein totes Pferd einzuschlagen hat wenig Sinn.

Darum denke ich, daß es nicht mehr als ein Flashmob sein würde, wenn plötzlich viele Bürger sich für dieses Event interessieren - allerdings könnte DAS

Nun, hier gibt es ja immer wieder gute Ideen und ich schreibe dann aus der Erfahrung heraus, warum es nicht geht bzw. warum es dafür keine Mehrheiten gibt. Und die braucht man nunmal in einem demokratischen System.
Auch ich ärgere mich über Vieles und arbeite sehr aktiv an Lösungen. Ein Thema für mich ist z.B. die Katzenkastrationsverordnung (ist ja hier diskutiert worden und ich habe dadurch einen sehr guten Eindruck und Ideen gewinnen können. danke hierfür). Nun sehen wir mal zu, ob wir dafür eine Mehrheit im Stadtrat finden können.

Und zur Qualität: Nein: ich akzeptiere da auch keine schlechte Qualität, denn wer es macht soll es ordentlich machen!
Aber: Der Hinweis auf die Freizeittätigkeit soll eigentlich immer nur zeigen, das die Akteure eben auch noch andere Dinge haben (z.B. einen Beruf) und es dann schwierig ist, Fehler zu vermeiden. Daher gibt es meist Qulitätsunterschiede zwischen Freizeitmacher und Profi.
Und was ist daran selbstgefällig?
Respektiere jede Meinung. Gefallen muss sie mir ja nicht. Und das sag ich dann auch.
Toleranz und Moral ist immer die Toleranz und Moral der anderen.

Paul Schrader

Darf ich übersetzen? Katja meinte sicherlich (sie möge mich korrigieren, wenn es nicht so ist), dass ein Politiker entweder ganz oder gar nicht bei der Sache sein sollte und nicht damit herausredet, er habe noch einen Hauptberuf. Richtig, Katja?

Katja

Genau, Paul!! (;) wenigstens einer versteht mich!)

Ich ahnte, daß Du 'selbstgefällig' anders interpretierst, als ich es gemeint habe, groundstar!

Meine Interpretation sollte eben dahingehen, daß es aus den von Dir genannten Gründen eben nicht immer möglich ist, gute Politik zu machen. Schade - aber so scheint es zu sein, läßt sich wohl nicht ändern - es sei denn, man ändert die Kommunalpolitik grundlegend!
Bei dem Lesen Deiner Postings jedoch hat es für mich den Anschein, daß Dir die Kommunalpolitik so gefällt, wie sie ist - Du Dich/Ihr Euch damit abgefunden habt, es nicht besser machen zu können, weil .... und dann kommen Argumente, die für mich keine sind  (Freizeitpolitiker)
Also gefällt es Dir/Euch selbst = selbstgefällig.

Mal ehrlich: das Ohr am Bürger zu haben kann doch auf so einem Empfang gar nicht funktionieren! Daß Du es aber hier im Forum hast, ist unbestritten und nicht nur sehr löblich, sondern wichtig. Bürgernähe muß ja nicht unbedingt etwas mit räumlicher Nähe zu tun haben - (und in diesem Zusammenhang frage ich mich, ob unser jetziger BM z.B. von diesem Forum überhaupt WEISS!)



ToRü | ToРуз

Zitat von: Paul Schrader in Montag, 04. Januar 2010 - 12:14:52
Darf ich übersetzen? Katja meinte sicherlich (sie möge mich korrigieren, wenn es nicht so ist), dass ein Politiker entweder ganz oder gar nicht bei der Sache sein sollte und nicht damit herausredet, er habe noch einen Hauptberuf. Richtig, Katja?

Könne wir haben: Dann müssen auch Kommunalpolitiker entsprechend bezahlt werden und konnen sich 60-Stunden in der Woche 100%ig um die Dinge kümmern. Aber das führt dann jetzt zu einer der üblichen Diskussionen...
Respektiere jede Meinung. Gefallen muss sie mir ja nicht. Und das sag ich dann auch.
Toleranz und Moral ist immer die Toleranz und Moral der anderen.

ToRü | ToРуз

Zitat von: Katja in Montag, 04. Januar 2010 - 12:23:27
Genau, Paul!! (;) wenigstens einer versteht mich!)

Ich ahnte, daß Du 'selbstgefällig' anders interpretierst, als ich es gemeint habe, groundstar!

Meine Interpretation sollte eben dahingehen, daß es aus den von Dir genannten Gründen eben nicht immer möglich ist, gute Politik zu machen. Schade - aber so scheint es zu sein, läßt sich wohl nicht ändern - es sei denn, man ändert die Kommunalpolitik grundlegend!
Bei dem Lesen Deiner Postings jedoch hat es für mich den Anschein, daß Dir die Kommunalpolitik so gefällt, wie sie ist - Du Dich/Ihr Euch damit abgefunden habt, es nicht besser machen zu können, weil .... und dann kommen Argumente, die für mich keine sind  (Freizeitpolitiker)
Also gefällt es Dir/Euch selbst = selbstgefällig.

Mal ehrlich: das Ohr am Bürger zu haben kann doch auf so einem Empfang gar nicht funktionieren! Daß Du es aber hier im Forum hast, ist unbestritten und nicht nur sehr löblich, sondern wichtig. Bürgernähe muß ja nicht unbedingt etwas mit räumlicher Nähe zu tun haben - (und in diesem Zusammenhang frage ich mich, ob unser jetziger BM z.B. von diesem Forum überhaupt WEISS!)


Ok, verstanden. Brauche halt ab und an länger  ;D

Ich setzte Selbstgefälligkeit mit Arroganz, Hochmut etc gleich. Und das weise ich einfach von mir.
Und Argumente anderer nicht gelten zu lassen, das ist mindestens genauso selbstgefällig, oder?

Kommunalpolitik gefällt mir - ja. Aber sie ist Entwicklungsfähig; so wie halt so ziemlich Alles im Leben.
Auch unter den Hobbypolitikern gibt es halt solche und solche.
Respektiere jede Meinung. Gefallen muss sie mir ja nicht. Und das sag ich dann auch.
Toleranz und Moral ist immer die Toleranz und Moral der anderen.

breughel

Das dollste Ding ist tatsächlich, ich bin aktiv im kommunalen Bereich, nur nicht als Parteienvertreter.
Und ich arbeite durchaus in mehreren Funktion ehrenamtlich.
Außerdem bin ich mehrfach betroffen von den Entschiedungen der Kommunalpolitik.
Also, bitte nicht gleich wieder die -mach erstmal was Keule - schwingen. :-*

ToRü | ToРуз

Zitat von: breughel in Montag, 04. Januar 2010 - 13:13:34
Das dollste Ding ist tatsächlich, ich bin aktiv im kommunalen Bereich, nur nicht als Parteienvertreter.
Und ich arbeite durchaus in mehreren Funktion ehrenamtlich.
Außerdem bin ich mehrfach betroffen von den Entschiedungen der Kommunalpolitik.
Also, bitte nicht gleich wieder die -mach erstmal was Keule - schwingen. :-*

Sehr löblich!

;D

Respektiere jede Meinung. Gefallen muss sie mir ja nicht. Und das sag ich dann auch.
Toleranz und Moral ist immer die Toleranz und Moral der anderen.