Autor Thema: Im Kreis Steinburg lebt es sich nicht so gut?  (Gelesen 557 mal)

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Peter

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Im Kreis Steinburg lebt es sich nicht so gut?
« am: Dienstag, 21. November 2006 - 15:48:46 »


Der SHZ verbreitete heute in seinen Ausgaben das Ergebnis einer Studie von „Schleswig-Holstein am Sonntag“ und der Flensburger Universität.
Und fasst das Ergebnis so zusammen:

Zitat
Wer hätte das gedacht: Im Hamburger Umland und nahe der deutsch-dänischen Grenze lebt es sich im nördlichsten Bundesland am besten. Nach der breit angelegten Studie unter allen elf Kreisen und vier kreisfreien Städten liegt der wirtschaftsstarke Kreis Stormarn unter den Kreisen ganz vorne – vor Nordfriesland und Segeberg. Auch bei den kreisfreien Städten gab es eine faustdicke Überraschung: Flensburg ließ Kiel, Neumünster und Lübeck deutlich hinter sich. 21 Kriterien von der Ausbildungsplatzdichte über Einkommen, Erholungsfläche und Mietkosten bis zur Exportquote flossen ein.

In der Zusammenfassung landet unser Kreis auf dem vorletzten Kreis-Platz. Das ist Rang 10!

Siehe auch:
http://www.sh24live.de/aktion/das-grosse-schleswig-holstein-ranking.html

Statistische Erhebungen ... davon mag man halten, was man will.
Und so halte ich nicht viel davon, zumal einige der zugrundegelegten Kriterien mich persönlich nicht betreffen.
Aber, das sieht jede/r sicher anders.

Nur, wie kann es angehen, daß bei so einem Ranking der Kreis Steinburg  Rang 10 (ohne kreisfreie Städte) erhält, aber beim bundesweiten Ranking (Quelle?) sieht es so aus:


Dort liegt Steinburg auf Rang 6 - inklusive der kreisfreien Städte.
Das hört sich doch viel besser an.
Und sagt mal wieder viel über solche Erhebnungen aus ....


Patrick

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Re: Im Kreis Steinburg lebt es sich nicht so gut?
« Antwort #1 am: Donnerstag, 23. November 2006 - 02:58:28 »
Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast. ;)


Statistiken sind sicherlich oft nützlich, können aber meist nur ansatzweise eine Tendenz angeben. Gerade solche Erhebungen wie diese beiden angesprochenen sind nicht wirklich aussagekräftig. Lasse davon zehn Stück erstellen, von verschiedenen Personen oder Instituten, dann erhälst du zehn unterschiedliche Ergebnisse.

In allen Statistiken solcher Erhebungen steckt viel zu viel Subjektivität. Fängt bei der Auswahl der Kriterien an, geht über die Gewichtung dieser usw. Mal ehrlich, wen überrascht es wirklich, dass Flensburg so gut beurteilt wird? Immerhin hat die Uni Flensburg ihre Finger im Spiel. Na, so ein Zufall...
Immerhin, sie sind nett anzuschauen und ein lustiges Gimmick, aber mehr auch nicht. Mal sehen was bei der nächsten raus kommt, wenn mal wieder ein Prof Langeweile hat. ;)

Offline Nic

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Re: Im Kreis Steinburg lebt es sich nicht so gut?
« Antwort #2 am: Mittwoch, 29. November 2006 - 16:51:26 »
Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast. ;)

Das ist wohl wahr. Ich für meinen Teil liebe allerdings solche Statistiken, besonders wenn sie mir erzählen was ich sowieso schon immer wusste ::)

Da gab es ja auch schon diverse andere Publikationen, vom sog. Berlin-Institut oder von Prognos, toll fand ich auch die Statistik über die "Zufriedenheit" der Deutschen, je nach Wohnort. Ich verschlinge solche Publikationen immer, weil ich sie sehr unterhaltsam finde, und meistens bestätigen Sie meine eigenen Vermutungen über die Lage.

Um ehrlich zu sein, der Platz vom Kreis Steinburg wundert mich nicht gross, mehr als unteres Mittelfeld bei den Flächenkreisen hätte ich auch nicht erwartet, halt irgendwo zwischen Dithmarschen und Pinneberg. In der Mitte zwischen beiden liegt Steinburg nicht nur geographisch, sondern auch qualitativ.

In sofern würde ich sagen, nicht diese Statistik ist subjektiv, sonderen ihre Bedeutung auf den Einzelnen. Der eine hat ein Spitzeneinkommen, dem ist ein niedriges Durchnittseinkommen in seiner Region doch total wurscht, er profitiert noch von niedrigen Lebenshaltungskosten. Trotzdem ist das Durchschittseinkommen nicht ohne Aussagekraft über die gesamtwirtschaftlichen Verhältnisse in der Region....


grüsse