Autor Thema: HartzIV- das Fass ohne Boden  (Gelesen 746 mal)

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Hasibutz

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HartzIV- das Fass ohne Boden
« am: Samstag, 18. Oktober 2014 - 09:16:00 »
Im Kreis Steinburg sind knapp 10% der Bewohner HartzIV-Empfänger. Ca 20 Millionen zahlt der Kreis pro Jahr für diese Bürger und es kommen natürlich noch weitere Kosten hinzu für Hilfen diverser Art.
Alleine ein Gutachten zur nötigen/möglichen Erhöhung der Mietobergrenzen kostete 38000 Euro.
Lohnt es da noch über Peanuts wie Zuschuss zum Hablikmuseum oder Kosten für Kreishaus zu streiten?
Frisst HartzIV auf Dauer jeden Speilraum auf?

Paul Schrader

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Re: HartzIV- das Fass ohne Boden
« Antwort #1 am: Samstag, 18. Oktober 2014 - 11:10:09 »
Traue keine Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast. ;)

Um Deinem populistischen Eingangsbeitrag mal etwas den Wind aus den Segel zu nehmen, hier der Anteil der ALG-II-Empfänger an der Bevölkerung (Stand 07/2014):
  • Schleswig-Holstein: 7,7%
  • Hamburg: 10,3%
  • Niedersachsen: 7,3%
  • Deutschland gesamt: 7,5%
So eine Statistik sagt doch überhaupt nichts aus.

Viel interessanter finde ich diese Zahlen. Die zu beeinflussen liegt in der Hand der (Kommunal-)Politik z.B. durch Ansiedlungen von Unternehmen.

Und was das Wenzel-Hablik-Museum angeht: Der Kreis zahlt doch auch nichts zum theater itzehoe dazu, oder (ToRü möge mich korrigieren)? ;)
« Letzte Änderung: Samstag, 18. Oktober 2014 - 11:11:41 von Paul Schrader »

Offline ToRü | ToРуз

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Re: HartzIV- das Fass ohne Boden
« Antwort #2 am: Samstag, 18. Oktober 2014 - 11:13:53 »
Nicht nur Hartz IV , auch die Eingliederungshilfe und die Jugendhilfe. Allein diese 3 Posten machen gut 30% des Kreishaushaltes aus. Mit stark steigender Tendenz. Allein die beiden letztgenannten Posten erfahren jährliche Steigerungsraten von 5 -7%.
Das hat sprengkraft für den Haushalt. Daher auch kein Spielraum und eine Begrenzung auf das wirklich nötigste.
Respektiere jede Meinung. Gefallen muss sie mir ja nicht. Und das sag ich dann auch.
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Re: HartzIV- das Fass ohne Boden
« Antwort #3 am: Samstag, 18. Oktober 2014 - 11:17:53 »
Der Kreis hatte zum Bau des Theaters einen einmaligen Zuschuss gezahlt, dann nochmal zur Neubestuhlung.
Das war damals damit begründet, dass der Kreis ein Multifunktionstheater wollte, die Stadt Itzehoe aber einen Kulturtempel.
Im ersten Fall wäre man bereit gewesen, sich an den laufenden Kosten zu beteiligen.

Indirekt fördert der Kreis das Theater über seinen Beitrag zum Landestheater.
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Re: HartzIV- das Fass ohne Boden
« Antwort #4 am: Samstag, 18. Oktober 2014 - 11:18:48 »
Dein Link funzt nicht, Paul.
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Hasibutz

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Re: HartzIV- das Fass ohne Boden
« Antwort #5 am: Samstag, 18. Oktober 2014 - 15:49:23 »
Die 20 Millionen beziehen sich auf Wohnungsmietzuschüsse - und die Zahlen sind aus der NR übernommen - die war dann wohl populistisch.

Offline ToRü | ToРуз

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Re: HartzIV- das Fass ohne Boden
« Antwort #6 am: Samstag, 18. Oktober 2014 - 18:46:55 »
Die 20 Mio. EUR stimmen schon, ebenso die knapp 10%
Verstehe auch nicht, warum Paul das als populistisch und irrelevant abtut.

Das teure Gutachten war übrigens nötig, um Rechtssicherheit herzustellen. Das ist in diesem Bereich sehr schwierig. Kann auch gut sein, dass ein Sozialgericht das bald wieder kippt. Wie schon so oft in der Vergangenheit.
Die Gerichte geben keine Tipps, wie man Mietobergrenzen rechtssicher zieht.
« Letzte Änderung: Samstag, 18. Oktober 2014 - 18:50:48 von ToRü »
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Re: HartzIV- das Fass ohne Boden
« Antwort #7 am: Samstag, 18. Oktober 2014 - 18:52:55 »
Dein Link funzt nicht, Paul.

Wenn Du das mal bitte korrigierst, dann können wir auch sehen, was Kommunalpolitik ändern können soll.
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Offline Itzeflitze

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Re: HartzIV- das Fass ohne Boden
« Antwort #8 am: Montag, 20. Oktober 2014 - 10:05:18 »
Wenn die Mieten steigen, müssen die Ämter die Gelder anpassen. Oder würdest du die Hartzer aus ihren Wohnungen werfen?
Sicher bekommt man auch in IZ billige Wohnungen - schimmelige Rattenlöcher...

Hasibutz

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Re: HartzIV- das Fass ohne Boden
« Antwort #9 am: Montag, 20. Oktober 2014 - 12:38:56 »
Wenn die Mieten steigen, müssen die Ämter die Gelder anpassen. Oder würdest du die Hartzer aus ihren Wohnungen werfen?
Sicher bekommt man auch in IZ billige Wohnungen - schimmelige Rattenlöcher...
ja, es ging um die beeindruckende Zahl von 20 000 000 nur Mietausgaben. Und um 38 000 Euro Gutachtenkosten - das ist schon beeindruckend.......
Und 10% der Kreisbewohner HartzIV ist ein Alarmsignal
Und man kann auf diesem Hintergrund andere Zahlen auch anders bewerten.............

Offline Itzeflitze

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Re: HartzIV- das Fass ohne Boden
« Antwort #10 am: Montag, 20. Oktober 2014 - 15:13:42 »
Mietkostenzuschüsse bekommen aber nicht nur HartzIV Empfänger, sondern auch Teilzeitbeschäftigte, die unter der einer bestimmten Einkommensgrenze sind. Ich denke, die sind in der Rechnung mit inbegriffen.

Hasibutz

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Re: HartzIV- das Fass ohne Boden
« Antwort #11 am: Dienstag, 21. Oktober 2014 - 09:13:26 »
Die sogenannten "Aufstocker" sind sicher dabei - schlechten Lohn zahlen und dann die öffentliche Hand strapazieren.
20 000 000!

Offline Itzeflitze

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Re: HartzIV- das Fass ohne Boden
« Antwort #12 am: Dienstag, 21. Oktober 2014 - 10:36:50 »
@Hasibutz:
Die Mieten werden weiter ansteigen. Wie sähe denn für dich eine Lösung aus, die allen Seiten gerecht werden würde?

Hasibutz

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Re: HartzIV- das Fass ohne Boden
« Antwort #13 am: Dienstag, 21. Oktober 2014 - 11:19:29 »
Es gibt keine "gerechte" Lösung.
Wir benötigen dringend mehr kommunalen Wohnungsbau und wieder mehr aktive Baugenossenschaften und faire Löhne statt Lohndumping auf Kosten der Steuerzahler. Es wäre dringend nötig, wieder attraktive Genossenschaftswohnung en zu bauen mit
modernem Standard statt zu Privatisieren. Die Wohnungen an der Wallstraße gehören z.B. einer Österreichischen Immobiliengesellschaft und auch sonst wurde lustig verscherbelt - unter anderem auch der Bauschrott den die Gewerkschaftsfirma Neue Heimat schuf.
In Itzehoe wäre die Gwg ein Instrument gewesen - ist aber verscherbelt an die Wankendorfer usw.
Früher gab es SPD Politiker, die soziales Engagement pflegten, heute besteht die SPD aus Strippenziehern.