Autor Thema: Globalisierung in der Wirtschaft  (Gelesen 1466 mal)

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Offline NF

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Globalisierung in der Wirtschaft
« am: Samstag, 17. November 2012 - 18:10:45 »

...nein - damit meine ich zur Abwechslung mal nicht die Kneipe!

Ein Paradebeispiel wie man ein altes, eingeführtes und insgesamt profitables Unternehmen komplett zerlegen (ausschlachten) kann dürfen wir gerade am Beispiel Hochtief (82.000 Mitarbeiter/10.000 davon in Deutschland) erleben:

Der spanische Konzern ACS ist im vergangenen Jahr nach einer Übernahmeschlacht bei Hochtief eingestiegen und hat dafür nach Schätzungen schrittweise über Aktienkäufe von über 2 Milliarden Euro bezahlt (aktuell ca. 55% Aktienanteil). Laut Börsenkreisen soll der Anteil aber aktuell nur noch rund die Hälfte wert sein. Die Übernahmeschlacht lief monatelang mit harten Bandagen. Ihr erinnert Euch vielleicht noch an die "ACS-No" - Schilder, die hingen damals in vielen Fenstern der Zentrale und in der Essener Innenstadt.

Auf Druck des spanischen Großaktionärs stehen die Essener für viele überraschend vor einem radikalen Führungswechsel. Vorstandschef Frank Stieler, der noch nicht einmal anderthalb Jahre im Amt ist, solle "einvernehmlich" aus dem Vorstand ausscheiden, zusätzlich plane auch Aufsichtsratschef Manfred Wennemer (bis 2011 Chef bei Conti) sein Mandat zum Jahresende "aus persönlichen Gründen" niederzulegen. Als dritter im Bunde plant auch der Europachef des Unternehmens, Rainer Eichholz, aus persönlichen Gründen kurzfristig sein Mandat niederlegen.

Aber worum geht es überhaupt?
Ein offenener Streit der Hochtief-Manager mit ACS über den künftigen Kurs des Unternehmens ist entbrannt - die Spanier brauchen dringend Geld und wollen Hochtief zerschlagen. Dagegen wehrt man sich im Augenblick und möchte unbedingt am eingeschlagenen Erfolgskurs festhalten.

Der Herr Verdes (seit April 2012 im Vorstand und Amerika-Verantwortlicher) soll neuer Hochtief-Chef werden, wenn am Dienstag dank der Mehrheit im Gremium das beschlossen wird...
Der Haken daran: der neue Chef zeichnet für Verluste von über einer Milliarde in diesem Jahr verantwortlich, obwohl Hochtief als Teil des Konsortiums bis zu 200 Mio Gewinne erwirtschaftet.

Selbstverständlich - nur der guten Ordnung halber hier ergänzt - wollte der Aufsichtsratschef von einer (wie auch immer gearteten) Machtübernahme durch den neuen Großaktionär nichts wissen.



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Offline ToRü | ToРуз

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Re: Globalisierung in der Wirtschaft
« Antwort #1 am: Samstag, 17. November 2012 - 18:21:46 »
Und Dir geht es worum? Globalisierung im allgemeinen oder übliches Konzerngestreite im speziellen?

Prinovis ist ein ähnliches Thema, wenn es um Globalisierung geht. Und es gibt sicher auch positive Beispiele, bei denen deutsche Unternehmen auf der Gewinnerseite stehen.
Respektiere jede Meinung. Gefallen muss sie mir ja nicht. Und das sag ich dann auch.
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Offline NF

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Re: Globalisierung in der Wirtschaft
« Antwort #2 am: Samstag, 17. November 2012 - 18:40:52 »
Und Dir geht es worum? Globalisierung im allgemeinen oder übliches Konzerngestreite im speziellen?
Prinovis ist ein ähnliches Thema, wenn es um Globalisierung geht. Und es gibt sicher auch positive Beispiele, bei denen deutsche Unternehmen auf der Gewinnerseite stehen.

Entschuldigung - hatte erwartet, dass man es durchaus herauslesen kann.
Wichtig sind mir die Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt, die haben sich mit der Globalisierung dramatisch verschlechtert.
Zunehmend spielen nur noch die "global-player" die Hauptrolle - das frisst den Mittelstand und damit das Sozialverhalten!
An meinem Beispiel kann man möglicherweise sogar erkennen wie egal uns das inzwischen ist, man hat uns eben "im Griff".
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breughel

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Re: Globalisierung in der Wirtschaft
« Antwort #3 am: Samstag, 17. November 2012 - 18:51:58 »
Die Überschrift müßte heißen: Mergers und Aquisitions

ACS ist als spanischer Baukonzern groß geworden durch die spanische "Baublase" und hat Hochtief in einer Schlacht übernommen.
Beide Konzerne waren und sind weltweit tätig.
Nun geschieht, was fast immer geschieht - der Übernehmende übernimmt auch das Sagen komplett.
Für Hochtief unerfreulich und für ACS vielleicht wirtschaftlich die Rettung.
Die Verluste von ACS resultieren aus dem zusammengebrochenen Markt in Spanien und weitere Ausfälle.
So etwas ist normal und passiert national wie international und hat mit dem Mittelstand nichts zu tun - beide Unternehmen sind "Bluechips" und jenseits der Mittelstandsmärkte tätig.
Der Mittelstand steht übrigens ganz gut im Geschäft in vielen Branchen - kräht nur oft kein Hahn danach.
Beispiel: Peter Kölln in Elmshorn
Prinovis ist Ergebnis des schrumpfenden Druckmarktes . also eher eine Notlösung.

Offline NF

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Re: Globalisierung in der Wirtschaft
« Antwort #4 am: Samstag, 17. November 2012 - 19:05:40 »
Die Überschrift müßte heißen: Mergers und Aquisitions

oder -  Übernahme zur geplanten Gewinnoptimierung / bzw Verlustreduzierung damit es JEDER versteht

WIR - sagt man das überhaupt noch? - Deutschen verlieren unseren einfachen Jobs und haben leider Probleme bei der Nachbesetzung qualifizierter Jobs, die genau aus dem o.g. Procedere gelegentlich entstehen. Das Hirn bleibt hier - die Hand in Asien (um es kurz zu erläutern). Also wahrscheinlich NIX mit Elitestaat, die am unteren Ende bleiben allerdings garantiert auf der Strecke.

Und das Dank der strategischen Übernahmen, die dann für mehr Umsatz bei Porsche sorgen?
Die Jungs "da oben" verdienen sich doof und dämlich - obwohl dämlich doch die sind, die sich das angucken. Schade...eigentlich, oder ???
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breughel

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Re: Globalisierung in der Wirtschaft
« Antwort #5 am: Samstag, 17. November 2012 - 19:11:11 »
Die Überschrift müßte heißen: Mergers und Aquisitions

oder -  Übernahme zur geplanten Gewinnoptimierung / bzw Verlustreduzierung damit es JEDER versteht

WIR - sagt man das überhaupt noch? - Deutschen verlieren unseren einfachen Jobs und haben leider Probleme bei der Nachbesetzung qualifizierter Jobs, die genau aus dem o.g. Procedere gelegentlich entstehen. Das Hirn bleibt hier - die Hand in Asien (um es kurz zu erläutern). Also wahrscheinlich NIX mit Elitestaat, die am unteren Ende bleiben allerdings garantiert auf der Strecke.

Und das Dank der strategischen Übernahmen, die dann für mehr Umsatz bei Porsche sorgen?
Die Jungs "da oben" verdienen sich doof und dämlich - obwohl dämlich doch die sind, die sich das angucken. Schade...eigentlich, oder ???
Es sind natürlich auch deutsche Firmen und Händler, die in Asien fertigen lassen - Tchibo z.B. ist urdeutsch und TCM als Hausmarke ist reiner Chinaimport, der ganze Ramsch, der in diesen netten Einkaufsparadiesen teuer und gerne auch mal preisreduziert angeboten wird wurde für wenige Cent in Asien produziert und ist hier teuer, weil deutsche Vermieter von Ladenflächen viel Geld verlangen und weil die Werbung usw. kostet - es ist halt nicht so einfach und das Feindbild stimmt leider auch so nicht - die Devise lautet: Jeder gegen jeden.

Offline Katja

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Re: Globalisierung in der Wirtschaft
« Antwort #6 am: Samstag, 17. November 2012 - 20:41:38 »
Daß TCM ausschließlich Asienware ist, ist nicht korrekt. Wer allerdings als deutscher Hersteller so einen Partner haben möchte, muß diese Kooperation schon als Prestige-Objekt sehen - zu verdienen ist da nix. Da stehen sie den Aldi-Einkäufern wohl in nichts nach...

Im Prinzip habe ich überhaupt nichts dagegen, wenn sich jemand 'dumm und dämlich' verdient. Jeder, der fleißig ist, gute Ideen verwirklicht, und dabei seine Mitarbeiter nicht vergißt, kann meinetwegen so viel Kohle verdienen, wie er will.

Ich habe auch wenig Mitleid mit denen, die durch eine 'feindliche Übernahme' das Sagen in den fusionierten Firmen verlieren - der wirtschaftliche Vorteil hat sie einfach vergessen lassen, für so eine Situation vorzusorgen - und DANN ist das Dummheit, die bei jedem (egal, ob groß, mittel oder klein) bezahlt werden muß.

Zum Kotzen ist es nur, wenn hinterher herauskommt, daß die Manager sich VOR der Fusion bereits die Taschen so voll haben machen lassen, daß sie persönlich nicht in sozialer Unsicherheit befinden - und sich einen Scheiß dafür interessieren, ob die 'kleinen Mitarbeiter' dabei drauf gehen.

So schwer es 'klugen Köpfen' hier in Deutschland gemacht wird, ist es kein Wunder, daß sie sich ins Ausland abwerben lassen. Während wir hier in Deutschland z.B. über einen Ärztemangel klagen (was die Hausarzt-Praxen betrifft), hat man in anderen Ländern ein Gesundheitswesen, das anerkennenswert gut arbeitet (;) siehe Dänemark, Schweden etc.) mit den in Deutschland ausgebildeten Ärzten!!

Der Blick über den Tellerrand hinaus wäre nicht schlecht - auch wenn z.B. nicht alles, was aus den USA kommt, als gut zu bezeichnen ist, gibt es dort einige neue Wege zur 'Gewinnoptimierung', die hier bei uns wahrscheinlich in die Rubrik 'Comedy' abgeschoben würden, weil die Ideen so kurios sind - aber sie funktionieren!
Hier darf man noch nicht einmal konstruktive Kritik üben, ohne daß sich Geschäftsleute nicht eingeschnappt zurückziehen.


For there is nothing either good or bad, but thinking makes it so.  - William Shakespeare-

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Re: Globalisierung in der Wirtschaft
« Antwort #7 am: Samstag, 17. November 2012 - 22:43:50 »
... - es ist halt nicht so einfach und das Feindbild stimmt leider auch so nicht - die Devise lautet: Jeder gegen jeden.

Man sollte bei Dem von Dir ausgegeben Motto aber auch bedenken, dass die einen auf einem Flugzeugträger sitzen und die anderen im Paddelboot!

Zum Kotzen ist es nur, wenn hinterher herauskommt, daß die Manager sich VOR der Fusion bereits die Taschen so voll haben machen lassen, daß sie persönlich nicht in sozialer Unsicherheit befinden - und sich einen Scheiß dafür interessieren, ob die 'kleinen Mitarbeiter' dabei drauf gehen.

Danke - siehe mein Vergleich der unterschiedlichen Schiffskategorien

Der Blick über den Tellerrand hinaus wäre nicht schlecht - auch wenn z.B. nicht alles, was aus den USA kommt, als gut zu bezeichnen ist, gibt es dort einige neue Wege...

Danke - wieder dito

Hier darf man noch nicht einmal konstruktive Kritik üben, ohne daß sich Geschäftsleute nicht eingeschnappt zurückziehen.

Leider auch genau richtig - diese direkte Unterstützung / Klientelpolitik gepaart mit dem Unvermögen zu notwendigen Reformen...zahlt 1:1 die nächste Generation!

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breughel

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Re: Globalisierung in der Wirtschaft
« Antwort #8 am: Samstag, 17. November 2012 - 22:50:18 »
General Motors hat etwa 12 Milliarden Euro bei Opel versenkt - Verluste seit Jahren?
Und wie erklären wir das?

Offline ToRü | ToРуз

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Re: Globalisierung in der Wirtschaft
« Antwort #9 am: Samstag, 17. November 2012 - 23:35:05 »
Es geht halt immer ums Geld. Fressen und gefressen werden.

Da muss man gar nicht so in die weite Welt schweifen. Inwiefern ist z.B. das HC einerseits gut für Itzehoe, aber andererseits schlecht für den lokalen Handel. Auch das HC gehört ja einem ausländischen Investor und die wollen ebenfalls Rendite, Gewinnoptimierung, ggf. Verlustreduzierung.

Was bedeutet das für den inhabergeführten Laden in der Stadt?

Auch dieser Konkurrenzkampf führt zu geringeren Löhnen.

Dazu dann die Internetkonkurrenz...
« Letzte Änderung: Samstag, 17. November 2012 - 23:36:49 von ToRü »
Respektiere jede Meinung. Gefallen muss sie mir ja nicht. Und das sag ich dann auch.
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Offline DrKloebner

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Re: Globalisierung in der Wirtschaft
« Antwort #10 am: Sonntag, 18. November 2012 - 07:01:21 »
Zitat
Aber worum geht es überhaupt?
Ein offenener Streit der Hochtief-Manager mit ACS über den künftigen Kurs des Unternehmens ist entbrannt - die Spanier brauchen dringend Geld und wollen Hochtief zerschlagen. Dagegen wehrt man sich im Augenblick und möchte unbedingt am eingeschlagenen Erfolgskurs festhalten.

Der Herr Verdes (seit April 2012 im Vorstand und Amerika-Verantwortlicher) soll neuer Hochtief-Chef werden, wenn am Dienstag dank der Mehrheit im Gremium das beschlossen wird...
Der Haken daran: der neue Chef zeichnet für Verluste von über einer Milliarde in diesem Jahr verantwortlich, obwohl Hochtief als Teil des Konsortiums bis zu 200 Mio Gewinne erwirtschaftet.

Am Dienstag weiß man dann also, ob die Elbphilharmonie weiter gebaut wird oder ganz im Hafenschlick verschwindet.
Jo

breughel

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Re: Globalisierung in der Wirtschaft
« Antwort #11 am: Sonntag, 18. November 2012 - 10:03:36 »
Zitat
Aber worum geht es überhaupt?
Ein offenener Streit der Hochtief-Manager mit ACS über den künftigen Kurs des Unternehmens ist entbrannt - die Spanier brauchen dringend Geld und wollen Hochtief zerschlagen. Dagegen wehrt man sich im Augenblick und möchte unbedingt am eingeschlagenen Erfolgskurs festhalten.

Der Herr Verdes (seit April 2012 im Vorstand und Amerika-Verantwortlicher) soll neuer Hochtief-Chef werden, wenn am Dienstag dank der Mehrheit im Gremium das beschlossen wird...
Der Haken daran: der neue Chef zeichnet für Verluste von über einer Milliarde in diesem Jahr verantwortlich, obwohl Hochtief als Teil des Konsortiums bis zu 200 Mio Gewinne erwirtschaftet.

jeder Tag des Baustopps kostet 100 000 Euro!
Am Dienstag weiß man dann also, ob die Elbphilharmonie weiter gebaut wird oder ganz im Hafenschlick verschwindet.

Offline NF

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Re: Globalisierung in der Wirtschaft
« Antwort #12 am: Sonntag, 18. November 2012 - 12:18:52 »
General Motors hat etwa 12 Milliarden Euro bei Opel versenkt - Verluste seit Jahren?
Und wie erklären wir das?

Hmmm, vielleicht, weil
  • Opel eine wichtige Rolle für die Produktentwicklung im Konzern weltweit spielt (z.B. etwa in Sachen CO2-Einsparung, als Design- und Entwicklungszentrum etc.)
  • für eine starke Präsenz in Europa gebraucht wird - als global player
  • als Produktionstätte und Verkaufsorganisation daher nicht zu ersetzten ist
  • die Bedeutung der möglichen Allianz mit dem französischen Autokonzern PSA (Peugeot Citroën) in der Expansion Wachstumsfelder bietet


oder kurz - knowhow kostet Geld und wird aufgrund der günstigen Steuermodelle gerne mal in Deutschland abgeschrieben - sprich globales Steuersparmodell...
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Offline NF

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Re: Globalisierung in der Wirtschaft
« Antwort #13 am: Sonntag, 18. November 2012 - 12:31:26 »
...
Da muss man gar nicht so in die weite Welt schweifen. Inwiefern ist z.B. das HC einerseits gut für Itzehoe, aber andererseits schlecht für den lokalen Handel. Auch das HC gehört ja einem ausländischen Investor und die wollen ebenfalls Rendite, Gewinnoptimierung, ggf. Verlustreduzierung.

Was bedeutet das für den inhabergeführten Laden in der Stadt?

Auch dieser Konkurrenzkampf führt zu geringeren Löhnen.

Dazu dann die Internetkonkurrenz...

Sorry - aber völliger Quatsch!
Der Handel hat seinen Kunden erzogen - u.a. zu mehr Bequemlichkeit.
Wenn eine (Mittel/Klein)Stadt ihrer Funktion als Versorger nicht mehr nachkommt, bleiben auch die Kunden berechtigt aus.
Ohne das HC wäre es dann ganz aus - oder wo gibt es innenstadtnah Ausweich- und/oder Ersatzflächen ???
Ach ja - da war doch was mit Alsen - die Träume vieler Lokalpolitiker werden wahr, eine Innenstadt ohne Bedeutung bahnt sich an...

Was die Übernahme des HC / B&H durch die Tommys betrifft schweige ich lieber - sonst gibt es wieder bissige Kommentare...aber gut ist es im Ergebnis offensichtlich nicht.
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Offline ToRü | ToРуз

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Re: Globalisierung in der Wirtschaft
« Antwort #14 am: Sonntag, 18. November 2012 - 23:29:20 »
..eine Innenstadt ohne Bedeutung bahnt sich an...


Bahnt sich an?

Bedeutung hat sie für nur noch wenige Menschen im Kreis.

Und zur Erziehung zur Bequemlichkeit: Ja. Siehe Internethandel.

Das Rad ist aber kaum zurück zu drehen. Da muss sich der Handel mit neuen Konzepten anpassen.
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