Jugendkultur in den 70'er und 80'er Jahren

Begonnen von Johannssen, Dienstag, 09. März 2010 - 16:27:56

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Johannssen

Jo stimmt !
Wenn man die Mädels im Bistro extra nett angeschaut hat war da
wesentlich mehr Bier als Schaum drin ! ;D
Mit Altbier ging's am besten weil das eh nicht so aufschäumt...
An der Tonkuhle war ich auch öfters , im Sommer auch am
sogenannten Kochschen Loch . Auch nach dem Motto :
Mann ist das heiss , wolln wir schwimmen ?
Aber wir haben keine Badeanzüge dabei !
Macht garnix , Ich kenn einen Ort wo man prima nackig baden kann ... :P
Gerrit

Johomo

Zitat von: Johannssen in Mittwoch, 10. März 2010 - 12:22:41
Ich kenn einen Ort wo man prima nackig baden kann ... :P


Nicht nur Du  8) bzw. ich kannte ihn an der großen Tonkuhle. Halbe Runde vom Ochsenmarktskamp und dort wo tagsüber sich die Familien mit Kindern aufhielten.

Wie alt warst Du denn, als Du die Milchbar besucht hast? Die gab es m.M.n. schon 1970 nicht mehr. Dafür war bei Ingo und Mutter Laage immer noch was los, wenn alle Kneipen schon dicht hatte. Die schönen bunten Damen ander Wand.

Wenn meinst Du mit Conni? Den bekifften Zeichner? Wenn ja, der ist schon lange nicht mehr unter uns, genau wie Hassel.

Bernd

Zitat von: breughel in Dienstag, 09. März 2010 - 22:07:46
Wichtige Locations wurden nicht genannt: ... , Flipperhalle am Coriansberg, ...
1970 - 1973
Aufsicht und Wechselkasse hatte "Mama" Peters oder Petersen in resoluter Hand.
Vor (nachmittags) oder nach der Schule ging es zum Flippern an die maximal 10 Geräte, die vor den Wänden aufgebaut waren, oder zum Kickern an das einzige Gerät, das noch in der Mitte des relativ kleinen Raumes Platz fand. Hier fanden regelmäßig kleine Turniere in Einzel und Doppel statt. Es gab sehr eingespielte Teams. Es lagen oft schon viele Groschen neben den Aschenbechern, um die Berechtigung für das nächste Spiel anzuzeigen.
Bei Geldmangel teilte man sich die Flipperspiele. Einer rechts, einer links und bei gelungenen Doubletten oder gar Tripletten waren spitze Schreie bis auf die Straße zu hören. Mädchen waren jedoch sehr selten bis gar nicht zu sehen. Reines Knabenareal! Wenn man doch mal zu kräftig "gehauen" oder gar "getreten" hatte und völlig gleichgültig, ob TILT oder nicht, kam Mamas durchdringendes "Oiij" aus ihrer Zelle, manchmal sie selbst dazu. Hatte man den Bogen überspannt, flog man raus und die Kameraden mussten lange mit treuen Augen betteln, bis man "Bewährung" bekam. Das wurde dann sofort in der Schule mitgeteilt, nicht der Schule! Das ging dann wieder eine Weile gut, bis zum nächsten "Platzverweis"!
Musste man zum Unterricht, wurden die Freispiele verschenkt, irgendwie glich sich das dann nach einer Zeit aus.
Die zwei oder drei Geldspielautomaten fanden bei mir nur passive Beachtung, wenn eine Serie in der Luft lag. Bei Erfolg gab es ein riesiges Gejohle im ganzen Laden. 
Kein Alkohol aber gewaltige Nikotinschwaden brachten Würze in eine insgesamt freundliche, fröhliche Atmosphäre! Für eine Pause vom Daddeln holte man sich ein kleines Eis von Casal.
War 'ne knorke Zeit!

Johannssen

Hi Dr. Kloebner !
Recht hast du ! Entweder mit Papa oder meiner grossen Schwester
müsste ich da mal gewesen sein .... War schräg gegenüber vom Kotten .
Muss ein Flipper dringewesen sein , wahrscheinlich hab ich es deshalb
noch im Kopf... Bin 48 . Jung ! ;D
Moin Bernd !
Ja die gute Frau Peters war schon genial ! Allerdings hat sie uns nie an
die Geldspielautomaten gelassen was ich im Nachhinein richtig gut finde .
Dafür hatte sie ihre vorwiegend weibliche Rentnergang die , wenns um
die Wurst ging den Vorhang zugezogen haben .... :'(
Meine Lieblingsflipper waren der "OXO" und der "Big Valley" (erster
Multiballflipper Weltweit !) Das  Eis von Graziella war klasse , ich konnte
nur ihren Namen nicht mit ihrem recht resolutem Auftritt verbinden ;D
Conni war damals schon durch , aber ich hab seine Zeichnungen sehr
gemocht . Wiegesagt , das Flipperfieber hab ich immer noch . Die
Spielhalle am Sandberg war auch nicht schlecht . Gab nur immer
Probleme mit den Freispielen weil wir dann zu spät zum Kunstunterricht
bei Herrn Dienst erschienen .... Zur Srafe mussten wir ihm dann in der
letzten Reihe einen Blumentopf zeichnen während er hinter uns auf
einer riesigen Leiter hin-und-herwippte :o
Geile Zeit
Gerrir

breughel

Bernds Beschreibung der Flipperhalle am Coriansberg ist absolut korrekt.
Dort habe ich viele Schultage verdaddelt am Flipper und die Aufsicht war ein echtes Original, ich sehe sie noch vor mir. So manche Schulkarriere bestand hier ihre Feuerprobe - oder auch nicht - wegen längerer Abwesenheit vom Unterricht.
Einer der besten Flipperchamps war Immobilienmakler (und hat das bis vor kurzer Zeit noch gemacht)und beeindruckte durch cooles Spiel und stets Guthaben auf dem Freispielkonto wenn er ging.
Vor ca. 6 Jahren standen wir zufällig mal wieder nebeneinander an Flipperkästen und haben die Jungs, die uns als Ausbrecher aus dem Alterheim einstuften, dann mit einigen Freispielen beschenkt.
Gelernt ist gelernt.
Zur Flipperhalle gehörte die Enge - maximal 5 Flipper, ein Kicker und zwei Geldautomaten sowie der kleine Schwazweißfernseher der Aufsicht, das gehäkelte deckchen unter der Topfblume und der Rauch in ihrer Bude.

wassolls

Am Sonntag war immer Disco im HDJ.
Der Flipper kostete dort nur 20 Pfennig für ein Spiel.
Am Kratt sind wir auch zum baden gefahren.In der Mitte des Tümpels war damals noch ein Floß mit einer Hütte drauf.
Durch den Tümpel ging noch ein Stahlseil.
Am Wochenende sind wir nachts ab und zu ins Freibad zum Nacktbaden gegangen.
(Ist hoffentlich alles verjährt) ;)
Geflippert haben wir oft bei Stoffregen (Marinburger Platz) oder bei Anke (zum Hochhaus)

Johomo

Zitat von: wassolls in Mittwoch, 10. März 2010 - 19:32:28

Geflippert haben wir oft bei Stoffregen (Marinburger Platz) oder bei Anke (zum Hochhaus)

Wir haben immer unseren Spass mit dem Namen gehabt. Musst mal von hinten lesen.
Anke hatte doch vorher den Bahnhofskeller gehabt, oder?

wassolls

Anke war damals ein paar Jahre älter als wir und hatte die Kneipe am Albert-Schweitzer Ring zwischen den Hochhäusern.
Die war ein heißer Feger :P

Johomo

Zitat von: wassolls in Mittwoch, 10. März 2010 - 19:41:19
Anke war damals ein paar Jahre älter als wir und hatte die Kneipe am Albert-Schweitzer Ring zwischen den Hochhäusern.
Die war ein heißer Feger :P
Ich weiß, aber vorher war sie mit ihrem Mann Kneipistin im Bahnhofskeller. Dieser wiederum war Teilhaber im Hammonia.

Alex

Zitat von: wassolls in Mittwoch, 10. März 2010 - 19:41:19
Anke war damals ein paar Jahre älter als wir und hatte die Kneipe am Albert-Schweitzer Ring zwischen den Hochhäusern.
Die war ein heißer Feger :P
Eden(D)dorf-Schänke, zu meiner Zeit hatte die noch Herrmann Sauer. Whisky-Cola im Stiefel  :-\

wassolls

Die Flipper bei Stoffregen brauchte man am Kopfende nur kurz hochheben und fallenlassen.
Dann hatte man wieder ein paar Spiele mehr auf der Uhr.
(Man..... waren wir kriminell)

Opa Online

Da war doch auch noch das Bistro am DITHMARSCHER PLATZ oder ???

wassolls

Dort gab es das Kik
Gleich am Eingang war die Kuschelecke.

Alex

Zitat von: wassolls in Mittwoch, 10. März 2010 - 20:06:51
bei Stoffregen
Hier kommt ihr nicht rein mit euren Lederjacken, da haben wir sie ausgezogen, draußen auf den Haufen geschmissen und schwupp waren wir drin  ::)
Man gut das wir früher nie Blödsinn gemacht haben ;D

Johomo

Zitat von: Opa Online in Mittwoch, 10. März 2010 - 20:10:26
Da war doch auch noch das Bistro am DITHMARSCHER PLATZ oder ???
Bistro war doch der alte "Oller Kotten". Wurde ja erst in den 80ern in Bistro getauft.